Überblick Wo die US-Häuserpreise wieder steigen

Die Wende an Amerikas Immobilienmarkt scheint gefunden. Der Case-Shiller-Index zeigt allmählich steigende Hauspreise an. Nur in drei Metropolen geht es weiter abwärts. Ein Überblick.
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Las Vegas: Die Spielermetropole in der Wüste Nevadas (Bild: Das Venetian Resort Hotel Casino) ist das Epizentrum der US-Immobilienkrise. Bis Mitte 2006 war der Bau- und Preisboom hier besonders stark, bis März 2012 sanken die Preise im Durchschnitt um 61,5 Prozent. Das seit Jahresbeginn verzeichnete Plus ist bescheiden, wie der jüngste, Ende Mai veröffentlichte Case-Shiller-Index zeigt. Den meistbeachteten Indikator für den US-Immobilienmarkt hat Ökonom Robert Shiller mitentwickelt, der führende Experte für Spekulationsblasen. Verzockt haben sich die Investoren nicht nur in Las Vegas ...

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Phoenix: Die Metropole Arizonas gilt ebenfalls als "Ground Zero" der Krise. Dafür zeichnet sich hier deutlicher als anderswo die Erholung ab, von Oktober bis März stiegen die Preise um fast 10 Prozent. Dennoch sind Häuser dort im Durchschnitt immer noch 52 Prozent billiger als zu Boomzeiten. Leicht aufwärts ging es zuletzt auch in ...

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Miami: In der größten Stadt Floridas sind Häuser heute 49 Prozent billiger als zum Höhepunkt der Spekulationsblase im Jahr 2006. Ähnlich sieht es auf der anderen Seite der Halbinsel aus:

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Tampa: In der Metropolregion an der Westküste Floridas sind die Hauspreise inzwischen um 46 Prozent gesunken. Der Immobilienmarkt des Seniorenparadieses Florida hatte zuvor aber auch einen sagenhaften Aufstieg erlebt, anders als in ...

Foto: Corbis
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Detroit: Die Autohauptstadt der US-Industrie befindet sich schon seit Jahrzehnten im wirtschaftlichen Niedergang und hat rund die Hälfte ihrer Einwohner verloren. Von den 20 großen im Case-Shiller-Index erfassten Metropolen hat Detroit traditionell das mit Abstand niedrigste Preisniveau - und trotzdem seit 2006 nochmals 46 Prozent verloren. Nachdem die staatlich finanzierte Rettung der Autokonzerne General Motors und Chrysler inzwischen wieder neue Jobs nach Michigan gebracht hat, erlebte Detroit wieder einen deutlichen Aufschwung. Im Monatsvergleich ging es jedoch wieder um 4,4 Prozent zurück, stärker als anderswo. Wie flüchtig solche Erholungen sein können, weiß man auch in Kalifornien ...

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San Francisco: Hier waren die Preise 2009 und 2010 im Zuge des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs deutlich gestiegen. Doch auch an der Golden Gate Bridge ist die Hoffnung auf ein Ende der Immobilienkrise wieder verflogen. Seit dem Höhepunkt der Spekulationsblase beträgt das Minus 40,6 Prozent.

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Los Angeles: Um 40,5 Prozent sind die Hauspreise in der zweitgrößten US-Stadt zwischen 2006 und März 2012 gefallen, liegen absolut gesehen aber noch weit höher als anderswo, wenn auch günstiger als die horrenden Mieten in der Metropole. Nicht viel billiger ist der Hauskauf in ...

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San Diego: Der Immobilienmarkt der Hafenstadt an der mexikanischen Grenze folgt dem gleichen Muster, auch hier sind die Immobilien im Durchschnitt 40 Prozent billiger als noch vor sechs Jahren.

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Atlanta: Die Südstaatenmetropole in Georgia ist für die Zentralen von Coca-Cola, CNN und den größten Flughafen der Welt bekannt - und für ungehindertes Wachstum der Stadt ins Umland. Doch auch unbegrenztes Immobilienangebot im "neuen Süden" hat Übertreibungen der Preise nicht verhindert, inzwischen sind sie wieder um 37,4 Prozent gesunken. Mit einem Minus von 17,7 Prozent in zwölf Monaten ist Atlanta Absteiger des vergangenen Jahres.

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Chicago: Die Heimatstadt von US-Präsident Barack Obama zählt mit einem Preisrückgang von 37 Prozent inzwischen auch zu den Krisenzentren. An der Frage, ob sich mit dem Immobilienmarkt 2012 auch die Vermögenssituation der Bürger und die US-Wirtschaft endlich erholen, dürfte sich Obamas Wiederwahl entscheiden.

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Minneapolis: Mit Einstürzen hat die Großstadt im nördlichen Staat Minnesota ihre Erfahrung. Im Winter 2010 traf es das Dach des Footballstadions "Metrodome", zuvor eine Autobahnbrücke über den Mississippi - und auch die Hauspreise zeigten sich wenig solide. Um 34 Prozent sind sie bisher gesunken, was etwa dem Durchschnitt der 20 wichtigsten Metropolen entspricht.

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Seattle: Die Heimat von Weltkonzernen wie Boeing und Microsoft traf die Immobilienkrise mit Verzögerung, doch inzwischen sind Häuser auch hier um 29,5 Prozent billiger geworden. Ähnlich in der Nachbarschaft ...

Foto: dapd/ Tourism Board Washington State
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Portland: Die Stadt am Fuß des Vulkans Mount St. Helens gilt als besonders lebenswert, zählt aber auch zu den Metropolen, die den Tiefpunkt der Hauspreise erst in diesem Jahr gefunden haben. Um 28,6 Prozent ging es bisher abwärts.

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Washington: In der Bundeshauptstadt wurden bereits mehrere Programme ersonnen, wie der Immobilienmarkt gestützt werden könne. Auch aktuell wird über Hilfen zur Entschuldung der Hausbesitzer diskutiert. Nicht überall hat das bisher geholfen, doch in Washington selbst sind die Preise seit dem Tiefpunkt im März 2009 wieder um 7 Prozent gestiegen. Gegenüber 2006 bedeutet das aktuelle Niveau aber immer noch einen Rückgang um 28 Prozent.

Foto: KAREN BLEIER/ AFP
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New York: Die Finanzmetropole galt lange als relativ stabil, doch die Immobilienpreise sind auch am East River um 25,8 Prozent gefallen. New York zählt neben Atlanta und Chicago zu den einzigen drei Metropolen, deren Immobilienmarkt einen im März einen neuen Tiefpunkt erreichte. Immerhin gibt es einige spektakuläre Deals in Manhattan. Ende Mai verkündete der Entwickler des im Bau befindlichen Wohnturms "One57", ein 1000-Quadratmeter-Apartment mit Blick auf den Central Park sei für die Rekordsumme von 90 Millionen Dollar an "eine nette Familie" verkauft worden. Leider sei der Verkauf der Wintergarten-Suite im selben Haus für eine zwölfstellige Summe bisher gescheitert. Ganz andere Sorgen hat man in ...

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Cleveland: Die einstige Hochburg der Stahlindustrie am Eriesee zählt zum Rust Belt. Die Hauspreise sind beinahe so niedrig wie in Detroit, wenn auch inzwischen unterschritten von denen in Las Vegas und Atlanta. Seit dem Höhepunkt im Jahr 2006 sind sie um 20,6 Prozent gesunken.

Foto: REUTERS
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Charlotte: Die Südstaatenstadt ist Sitz der Bank of America, die kürzlich von Warren Buffett gestützt werden musste. Hier begann die Krise erst mit Verzögerung im August 2007. Auch in North Carolina sind die Hauspreise inzwischen um 17,2 Prozent verbilligt.

Foto: Davis Turner/ Getty Images
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Boston: Die neuenglische Metropole überschritt den Höhepunkt der Preisblase schon im November 2005, vor allen anderen US-Metropolen. Dafür stiegen die Hauspreise dort auch früher wieder, doch mit einem Minus von 17 Prozent sind sie fast schon wieder auf dem Tiefpunkt von 2009 angelangt.

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Denver: Die "Mile High City" am Rand der Rocky Mountains in Colorado zählt schon zu den ruhigen Pflastern - mit einem Rückgang der Hauspreise um 9 Prozent. Nur eine der 20 vom Case-Shiller-Index erfassten Metropolen steht noch besser da:

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Dallas: Doch auch die Ölmetropole in Texas musste sich vom Traum verabschieden, als erste Großstadt den in der Krise erlittenen Preisverfall wieder wettzumachen. Inzwischen sind Häuser in Dallas wieder 6,7 Prozent billiger als im April 2007.

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