World Economic Forum schlägt Alarm Die Roboter kommen - diese Berufe könnten sie bald ausüben

Einer neuen Studie des World Economic Forum zufolge könnten durch den Einsatz von Robotern bis 2020 weltweit fünf Millionen Jobs verloren gehen. Vor allem Bürojobs seien gefährdet, heißt es - es dürfte aber auch andere Bereiche treffen.
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Die zunehmende Automatisierung und die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz werden laut World Economic Forum (WEF) dazu führen, dass in den kommenden Jahren viele Jobs für Menschen verloren gehen. Eine Studie habe ergeben, dass bis 2020 insgesamt fünf Millionen Arbeitsstellen wegfallen, so das Forum.

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Laut WEF wird es vor allem Menschen in Büros und in Verwaltungsbereichen treffen. Doch auch andere Arbeitsfelder stehen Experten zufolge vor Umwälzungen durch Automatisierung. Der US-Radioverbund NPR beispielsweise bot vor einigen Monaten ein Tool an, mit dessen Hilfe sich die Wahrscheinlichkeit errechnen ließ, dass ein Job demnächst durch Computer oder Roboter gemacht werden kann. Hier das Ergebnis:

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Taxifahrer: Schon heute sind die Medien voll von Berichten über selbstfahrende Autos. Kein Wunder also, dass der Job des Taxifahrers wohl keine große Zukunft haben dürfte. Laut NPR-Tool liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fahrer in den kommenden 20 Jahren wegrationalisiert werden, bei 89,4 Prozent.

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Busfahrer dürfte das gleiche Schicksal ereilen, mit einer Wahrscheinlichkeit von 88,8 Prozent, so NPR.

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Einige Berufe in der Lebensmittelbranche könnten ebenfalls von Maschinen gemacht werden, so die Experten. Beispielsweise liegt die Wahrscheinlichkeit bei Fleischern bei 93,3 Prozent. Bei Bäckern sind es immerhin 88,8 Prozent. Ein Grund: Diese Berufe erfordern dem NPR-Tool zufolge nicht allzu viel Cleverness.

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Das gilt bemerkenswerterweise auch für den Job des Restaurantkochs, der laut NPR mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 Prozent in den kommenden Jahren durch Maschinen ausgeführt wird.

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Keine Überraschung dagegen: Wie auch das WEF sagt, werden auch im Büro viele Tätigkeiten künftig automatisiert werden. Der Job des Buchhalters beispielsweise zählt mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 97 Prozent dazu, so das NPR-Tool. Ähnlich hoch ist der Wert für Poststellenmitarbeiter.

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Es gibt aber auch Lichtblicke. Lehrer beispielsweise üben offenbar eine Tätigkeit aus, die sich kaum automatisieren lässt. Die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb der kommenden 20 Jahre Roboter unsere Kinder unterrichten, liegt laut NPR bei weniger als einem Prozent.

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Auch Architekten (im Bild: der Brite Sir Norman Foster) sind offenbar schwer zu ersetzen, ebenso wie auch viele Ingenieursberufe. Die Wahrscheinlichkeit dort liegt jeweils deutlich unter 10 Prozent.

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Ähnlich ist es bei vielen medizinischen Berufen. Was viele beruhigen wird: Zahnärzte werden laut NPR in den kommenden 20 Jahren lediglich mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,4 Prozent durch Maschinen ersetzt.

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Ebenfalls eine gute Nachricht: Auch der Bereich Paar- und Familientherapie bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit von weit über 90 Prozent in menschlicher Hand.

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Interessant ist die Vorhersage für die juristischen Berufe. Während Rechtsanwälte (im Bild: Deutsche Bank-Vorstand Jürgen Fitschen mit seinem Anwalt Hanns Feigen) nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 3,5 Prozent wegrationalisiert werden können, liegt ...

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... der Wert bei Richtern bei immerhin 40,1 Prozent.

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Selbstverständlich macht die Automatisierung auch vor der Finanzdienstleistungsbranche nicht Halt. Viele Analystenjobs beispielsweise können laut NPR mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 Prozent von Computern erledigt werden.

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Auch Immobilienmakler müssen weiter bangen. Die jüngste die Einführung des Bestellerprinzips bei der Bezahlung war möglicherweise nicht das letzte Ungemach für diese Branche. Beinahe 90 Prozent beträgt laut NPR-Tool die Wahrscheinlichkeit, dass auch hier demnächst Roboter oder Maschinen zum Einsatz kommen. Das Schicksal teilen die Makler ...

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... übrigens mit den Versicherungsverkäufern, die auf einen Wert von mehr als 90 Prozent kommen. Immobilienvermarktungsplattformen sowie Versicherungsvergleichsportale im Internet zeigen in diesen beiden Bereichen bereits jetzt, wohin die Reise geht.

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Selbst die Versicherungsmathematiker, im Fachjargon Aktuare, sind laut NPR nicht sicher vor der neuen Technik. Der Wahrscheinlichkeitswert liegt dort bei mehr als 20 Prozent.

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Zweitgeteilt ist das Bild in dem Bereich, der mit verantwortlich ist für die fortschreitende Automatisierung der Wirtschaft: die Computerbranche. Programmierer etwa werden laut NPR bald kaum noch gebraucht, ihre Arbeit erledigen die Computer dann wohl selbst. Systemanalysten dagegen beispielsweise haben lediglich eine Wegrationalisierungsgefahr von weniger als 1 Prozent.

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Ganz frei von Automatisierungsbefürchtungen kann auch die Medienbranche nicht sein. Schlagworte wie "Roboterjournalismus" geistern seit langem umher. Reporter und Korrespondenten beispielsweise können laut NPR in den kommenden Jahren mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 11 Prozent ersetzt werden - wodurch auch immer.

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Selbst kreativen Berufen wie dem des Modedesigners (im Bild: Ikone Karl Lagerfeld) gibt das Tool eine Chance von 2,1 Prozent, dass irgendwann Maschinen sie ausführen. Das dürfte ein Hinweis darauf sein, was die Entwickler selbst eingeräumt haben: Man sollte die Berechnungen nicht in jedem Fall allzu ernst nehmen. Wohl auch nicht in ...

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... diesem: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 1,5 Prozent werden Roboter und Maschinen in den kommenden 20 Jahren die Arbeit von Vorstandschefs machen (im Bild: Daimler-Chef Dieter Zetsche).

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Ebenfalls kurios, aber wohl realistischer: Im Sport wird es Schiedsrichter nach Berechnung des NPR-Tools mit einer Wahrscheinlichkeit von beinahe 100 Prozent in 20 Jahren nicht mehr geben.

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Schon jetzt breitet sich die Technik beispielsweise zur Torlinien-Überwachung im Fußball aus.

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