Neuer Job für Anshu Jain Was machen eigentlich die früheren Chefs der Deutschen Bank?

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Bei der Deutschen Bank schied er nicht sehr rühmlich aus - jetzt hat der ehemalige Co-Chef von Deutschlands größtem Geldhaus einen neuen Job: Anshu Jain geht als "President" zum New Yorker Finanzdienstleister Cantor Fitzgerald. Laut "Wall Street Journal" soll Jain dem Unternehmen von London aus bei der Expansion im Aktien- und Anleihehandel helfen. Jain hatte ...

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... von 1995 bis 2015 bei der Deutschen Bank gearbeitet, meist im Investmentbanking und zuletzt gemeinsam mit Jürgen Fitschen (r.) als Co-Vorstandschef. Zuletzt war Jain als Berater für die US-Fintech-Firma Social Finance aktiv.
Jains Mit-Vorstandschef Fitschen indes übte seinen Posten an der Bankspitze bis zum Mai vergangenen Jahres aus. Über eine neue Tätigkeit Fitschens ist bislang nichts bekannt geworden.
Josef Ackermann (Mitte) dagegen, der Vorgänger des Duos Jain/Fitschen, ...

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... ging nach seiner Zeit bei der Deutschen Bank 2012 zunächst für ein Jahr und wenige Monate als Verwaltungsratspräsident zur Zurich Insurance Group in seine Heimat, die Schweiz. Seit 2014 ist Ackermann Aufsichtsratschef der Bank of Cyprus, des größten Geldinstituts Zyperns mit mehr als 6000 Mitarbeitern und Sitz in Nikosia.

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Vor Ackermann stand von 1997 bis 2002 Rolf-E. Breuer an der Spitze der Deutschen Bank. Von ihm ist vor allem jenes fatale Interview über die Kreditwürdigkeit des einstigen Medienunternehmers Leo Kirch in Erinnerung geblieben, das der Bank einen jahrelangen Rechtsstreit sowie eine Schadensersatzzahlung von beinahe einer Milliarde Euro einbrachte. Spätestens seit dem Interview und seinen Auswirkungen wirkt Breuer auf Fotos immer ein wenig zerknirscht, was auch daran liegen kann, dass er selbst einen Teil der Schadensersatzleistung aus seinem Privatvermögen berappen musste.
Breuer wechselte nach seiner Zeit als Vorstandschef bis 2006 an die Spitze des Aufsichtsrates der Deutschen Bank. Zudem hatte er Kontrollmandate bei Eon, der Munich Re, Lufthansa, Siemens sowie der Deutschen Börse, wo er allerdings 2005 nach einer gescheiterten Übernahme der Londoner Börse gehen musste. Breuer, 79, befindet sich inzwischen im Ruhestand.

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Der einzige weitere noch lebende Ex-Chef der Deutschen Bank ist Hilmar Kopper, der das Institut von 1989 bis 1997 leitete und mit seinem berühmten "Peanuts"-Zitat im Zusammenhang mit der Pleite des Bauunternehmers Jürgen Schneider Mitte der 1990er in die Annalen einging. Auch Kopper wurde nach der Zeit als Deutsche-Bank-Chef zunächst bis 2002 Aufsichtsratsvorsitzender der Bank. Ebenso war er bis 2007 Chefkontrolleur bei DaimlerChrysler.
Zuletzt trat er bis 2013 als Aufsichtsratschef der HSH Nordbank in Erscheinung, von der sich sechs ehemalige Vorstände bis heute vor Gericht für mögliche Vergehen kurz vor der Finanzkrise 2008 verantworten müssen.
Die Zeitschrift "Bilanz" besuchte Kopper kürzlich in seinem Haus im Westerwald bei Montabaur, wo der 81-jährige seinen Ruhestand verbringt. "Ich genieße es am meisten, das zu tun und zu sagen, was ich möchte", sagte Kopper. Baupleitier Schneider und die "Peanuts" lassen schön grüßen.

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