Künstler eröffnet Laden in London Warum Banksy unfreiwillig Einzelhändler wird

Der Street-Art-Künstler Banksy ist gefragt wie nie. Eine Grußkartenfirma will das ausnutzen und mit seinem Namen werben. Dagegen wehrt er sich kreativ.
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Kaum ein Name elektrisiert die internationale Kunstszene derzeit so wie Banksy. Hier ist eine durchstochene Union-Jack-Weste des Künstlers zu sehen, die der britische Rapper Stormzy im Sommer bei seinem Auftritt auf dem Glastonbury-Festival trug.

Foto: Chris J Ratcliffe/ Getty Images
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Der britische Graffiti-Sprayer gilt als Meister der Street Art und wirkt in der Regel im Verborgenen. Nun hat sich der öffentlichkeitsscheue Künstler mit einem eigenen Laden in die Öffentlichkeit gewagt - allerdings nicht ganz freiwillig.

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Denn eine Grußkartenfirma will sich laut Banksy die Markenrechte an seinem Namen sichern. Der britische Rundfunk BBC zitiert ihn mit den Worten: "Die Firma versucht, meinen Namen zu schützen, damit sie ihre gefälschten Banksy-Produkte legal verkaufen können. Ich glaube, sie setzen darauf, dass ich nicht vor Gericht erscheinen werde, um mich zu verteidigen."

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Um sich zu wehren, hat sich Banksy nun für den eigenen Laden im südlichen Londoner Stadtbezirk Croydon entschieden. Der Shop trägt den Namen Gross Domestic Product (Bruttoinlandsprodukt). Man habe ihm empfohlen, eine Palette eigener Merchandise-Artikel anzubieten, weil dies der beste Weg sei, seinen Namen zu schützen, sagte Banksy laut BBC.

Foto: Instagram @banksy via REUTERS
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"Ich eröffne heute einen Shop (auch wenn sich die Türen nicht wirklich öffnen)", schrieb Bansky auf Instagram. In dem sozialen Netzwerk veröffentlichte er ein Statement, in dem es hieß, alle Produkte in dem Laden seien nur online erhältlich. Die Erlöse sollen in den Kauf eines neuen Rettungsboots für Migranten fließen.

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In dem Ladenlokal an der Church Street zeigt der Künstler viele seiner berühmt gewordenen Werke. Ein Teppich, der die Frühstücksflocken-Werbefigur "Tony the Tiger" darstellt, ist ebenso zu sehen wie Fußmatten aus Rettungswesten, die an den Stränden des Mittelmeeres gefunden wurden.

Foto: Instagram @banksy via REUTERS
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Laut BBC sagte Banksy, er habe seine Position zum Urheberrecht nicht geändert, auch wenn er in diesem besonderen Fall versuche, seine künstlerischen Rechte zu verteidigen: "Ich ermutige weiterhin jeden, meine Kunst zu kopieren, zu leihen, zu stehlen und zu ändern - ob zum Spaß, zur akademischen Forschung oder für Aktionen. Ich will nur nicht, dass sie [die Grußkartenfirma] das Exklusivrecht auf meinen Namen bekommt."

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