VW, Krones, Munich Re Wie das Hochwasser die Wirtschaft trifft

Die Flutkatastrophe in Bayern, Sachsen und Thüringen trifft auch die Wirtschaft. Der Abfüllanlagenbauer Krones etwa muss vorübergehend zwei Werke schließen. VW stellt die Produktion in Zwickau ein - und funktioniert sein Werk zur Notunterkunft um.
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Land unter in Sachsen (Foto: Rettungskräfte in Grimma), Thüringen und Bayern: Nicht nur die Bewohner der überfluteten Gebiete sind betroffen, sondern auch große Unternehmen ...

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Krones: Der Hersteller von Abfüllanlagen lässt wegen des Hochwassers die Produktion in zwei Fabriken in Oberbayern ruhen. Die Werke in Rosenheim und im benachbarten Raubling blieben am Montag geschlossen, weil für die insgesamt 950 Mitarbeiter die Zufahrt nicht oder nur eingeschränkt möglich sei, sagte eine Konzernsprecherin. Krones will die Produktion am Dienstag in Teilen wieder aufnehmen. Die Ausfälle wegen des Hochwassers sollen später aufgeholt werden.

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Volkswagen: Das VW-Werk in Zwickau hat wegen des Hochwassers in Sachsen vorübergehend die Produktion eingestellt. Die Frühschicht sei abgesagt worden, weil Mitarbeiter wegen der Fluten nicht zur Arbeit hätten erscheinen können und der Nachschub an Teilen unklar gewesen sei, sagte ein VW-Sprecher. Das Werk selbst sei nicht überflutet. Am Wochenende...

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...seien etwa 170 Einwohner aus einer angrenzenden Gemeinde auf dem Fabrikgelände untergebracht worden, die wegen des Hochwassers aus ihren Wohnungen evakuiert wurden. Die Spätschicht solle genutzt werden, um den Nachschub an Karosserieteilen zu sichern und die Lackieranlage aufzufüllen, damit die Produktion in der Nacht wieder anlaufen könne. In Zwickau arbeiten fast 8000 Menschen für VW. In dem Werk rollen der Kompaktwagen Golf und das Mittelklassemodell Passat vom Band.

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Rückversicherer: An den Börsen gerieten entsprechende Werte unter Druck. Münchener Rück und Hannover Rück verloren in einem schwachen Marktumfeld jeweils mehr als drei Prozent. Allianz gaben um 1,4 Prozent nach. Die Versicherer erklärten jedoch, es sei noch zu früh, um das Ausmaß der Schäden abzuschätzen.

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Bauindustrie: Das Hochwasser macht auch der Bauindustrie in Bayern, Sachsen und Thüringen zu schaffen. "In den Überschwemmungsgebieten laufen die Baugruben voll", sagte der Chefvolkswirt des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), Heiko Stiepelmann. Dort könne nicht gebaut werden. Für viele Unternehmen werde das zum Problem, weil...

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...schon der extrem lange Winter viele Bauarbeiten verzögert habe. Noch im Mai klagte etwa jedes neunte Unternehmen über witterungsbedingte Behinderungen. "Das sind so viele wie seit mindestens 20 Jahren nicht mehr", sagte . Im Mai 2012 hätten nur zwei Prozent über Beeinträchtigungen geklagt, 2011 überhaupt kein Unternehmen.

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Einzelhändler: Zu den Leidtragenden gehören wegen des verregneten Frühlings und des Hochwassers auch Einzelhändler. "In den Baumärkten sind die Umsatzrückgänge spürbar", sagte der Sprecher des Branchenverbandes HDE, Kai Falk. "Sie hoffen, dass der Sommer nun endlich kommt und Rasenmäher sowie Stühle, Bänke und andere Gartenmöbel dann gekauft werden." Auch...

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...dem Textilhandel mache das verregnete Frühjahr zu schaffen. "Die Nachfrage nach den Sommerkollektionen leidet darunter", so Falk. Besonders starke Einbußen müssen die Händler in den Hochwasser-Regionen hinnehmen. "Viele Geschäfte können von den Kunden nicht mehr erreicht werden", erklärte der HDE-Sprecher. "Und viele Geschäfte sind durch die Überschwemmungen beschädigt worden."

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