VW, Daimler, Apple Das sind die Lieblingsaktien der Google-User

Eine Liste von Google zeigt, welche Aktien die deutschsprachigen Nutzer der Suchmaschine 2015 am meisten interessiert haben. Darauf finden sich einige Überraschungen.
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Die Liste von Google umfasst 30 Positionen, ähnlich wie der deutsche Leitindex Dax, der aus den 30 wichtigsten hiesigen Konzernen besteht. Auf der Google-Liste stehen allerdings lediglich 16 Dax-Werte, der Rest ...

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... sind andere Aktien, beispielsweise kleinere Unternehmen oder solche aus dem Ausland, wie etwa Nokia, das auf Platz 30 steht.

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Google hat das Ranking erstellt, indem geschaut wurde, wie oft der Firmenname zusammen mit dem Wort "Aktie" gegoogelt wurde. Überraschend: Amazon steht lediglich auf Platz 29 - dabei war das Unternehmen von Jeff Bezos der Star des Jahres schlechthin an der US-Börse.

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Platz 28: Alibaba. Zumindest in dieser Hinsicht sind Onlinehändler Amazon und dessen chinesischer Wettbewerber Alibaba also etwa gleichauf.

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Platz 27: SAP. Der Softwarekonzern aus dem Baden-Württembergischen Walldorf zählt mit beinahe 7 Prozent Indexanteil zu den Dax-Schwergewichten - das spiegelt sich aber im Interesse der Google-Nutzer nicht wider.

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Platz 26: Osram. Ein genauer Blick zeigt: Den Höhepunkt erreichten die Suchanfragen zu dem Leuchtmittelhersteller im September und Oktober. Da bleibt zu hoffen, dass nicht alle Google-Nutzer im Anschluss auch Aktien gekauft haben, denn nach einem radikalen Strategieschwenk stürzte die Aktie im November massiv ab.

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Platz 25: Aixtron. Dass das Unternehmen, das Anlagen für die Computerindustrie baut, auf dieser Liste steht, erscheint bemerkenswert. Aixtron ist weder im Dax noch im MDax sondern lediglich im TecDax notiert. Das Unternehmen befindet sich in Schwierigkeiten, was sich in der mauen Aktienentwicklung spiegelt. Zuletzt ließ eine Gewinnwarnung den Kurs vor wenigen Tagen um 40 Prozent abstürzen.

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Platz 24: Adidas. Wie bei beinahe allen Aktien wurde auch nach dem Papier Herzogenaurach vor allem im September und Oktober gesucht. Da war der Aktienmarkt gerade massiv in den Keller gerauscht und setzte an zum Comeback. Anleger suchten offenbar nach Gelegenheiten, daran teilzuhaben - die Adidas-Aktie schlug den Dax auf Jahressicht um Längen. Gleiches gilt auch für ...

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Platz 23: Infineon. Auch der Halbleiterhersteller performte 2015 weitaus besser als der Aktienmarkt insgesamt. Seit Anfang Oktober legte die Aktie um beinahe 50 Prozent zu.

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Platz 22: Nestlé. Der Schweizer-Konzern gehört zu den größten Lebensmittelherstellern der Welt und Finanzexperten werden nicht müde, ihn als Element eines grundsoliden Depots zu empfehlen. Das haben sich offenbar auch viele Google-Nutzer zu Herzen genommen.

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Platz 21: Bayer. Der Chemiekonzern ist eines der größten Schwergewichte im Dax - gemessen daran erscheint die Platzierung im Google-Ranking beinahe ein wenig bescheiden.

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Platz 20: Facebook. Das weltgrößte soziale Netzwerk konnte sich schnell vom mauen Börsenstart erholen und befindet sich auch am Aktienmarkt nun seit geraumer Zeit auf dem Höhenflug. 2015 legte die Facebook-Aktie um mehr als 40 Prozent zu.

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Platz 19: Borussia Dortmund. Aktien von Fußballvereinen gelten als Fanpapiere, weil die Kursentwicklung in der Regel eng mit dem sportlichen Erfolg verknüpft ist. Das heißt aber auch: Stimmen wie beim BVB in dieser Saison die sportlichen Erfolge, dann kann die Fan-Gemeinde auch unter Anleger schnell größer werden, wie das Google-Ranking zeigt.

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Platz 18: Deutsche Telekom. Dass der ehemalige Staatskonzern als einer der gewichtigsten Dax-Werte an dieser Stelle auftaucht, dürfte kaum jemanden überraschen. Zumal die "T-Aktie" einst explizit als "Volksaktie" vermarktet wurde.

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Platz 17: Lufthansa. Auch die Lufthansa-Aktie hat den Dax 2015 deutlich geschlagen. Zudem war das Unternehmen unter anderem wegen vieler Streiks permanent in den Medien. Das dürfte die Aufmerksamkeit der Anleger gesteigert haben.

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Platz 16: Airbus. Geht es um heimliche (oder auch weniger heimliche) Favoriten in der zweiten Reihe, so wird der Name Airbus häufig genannt. 2015 legte die Aktie bislang etwa 50 Prozent zu - viele Google-Nutzer haben offenbar davon gehört.

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Platz 15: Tesla. Bei kaum einem Unternehmen dürfte die Diskrepanz zwischen der Präsenz in den Medien und der aktuellen wirtschaftlichen Bedeutung so groß sein, wie beim Elektroautobauer Tesla. Vom Standardmodell S setzen die Kalifornier hierzulande derzeit mit Mühe eine vierstellige Zahl pro Jahr ab - allein die S-Klasse von Mercedes-Benz verkauft sich etwa fünfmal so viel. Tesla-Milliardär Elon Musk dürften auf der Straße inzwischen dennoch viele Leute erkennen.

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Platz 14: Nordex. Mit dem Windanlagenhersteller aus Hamburg befindet sich ein weiterer Exot auf der Google-Liste. Die Aktie notiert lediglich im TecDax, stiehlt aber offenbar so manchem Schwergewicht die Show. Grund ist vermutlich das Interesse der Anleger an Investments, die von der Energiewende und dem Trend zu neuen Energien profitieren können. Die Nordex-Aktie jedenfalls legte im laufenden Jahr kräftig zu.

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Platz 13: BMW. Bei dieser Aktie wiederum erklärt sich das Interesse der Google-Nutzer von selbst: Dax-Wert, Autohersteller, Gegenstand geradezu täglicher Berichterstattung in den Medien. Ähnliches gilt auch für ...

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Platz 12: Allianz. Für die Aktie des größten Versicherers Europas interessieren sich selbstverständlich auch die Google-Nutzer.

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Platz 11: Porsche. Mit der Porsche-Aktie taucht wiederum ein vergleichsweise kleiner Wert weit vorne im Ranking auf. Die Begründung ist naheliegend: Der Sportwagenbauer ist als Volkswagen-Tochter mittelbar vom Abgasskandal betroffen, der seit September die Berichterstattung dominiert. Just in dem Monat schossen auch die Suchanfragen nach der Porsche-Aktie in die Höhe (im Bild: ein historischer Porsche 356 von 1964, der der Hippie-Sängerin Janis Joplin gehörte und kürzlich in New York für 1,76 Millionen Dollar versteigert wurde).

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Platz 10: Gazprom. Auch das Auftauchen des russischen Rohstoffkonzerns auf den vorderen Plätzen kann überraschen. Zumal sich die Gazprom-Aktie seit Jahren im Sinkflug befindet. 2015 verlor das Papier weitere 60 Prozent an Wert - sind da etwa Schaulustige unter den Google-Nutzern?

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Platz 9: RWE. Die Top Ten des Google-Ranking werden dominiert von Unternehmen, die während des gesamten Jahres im Blick der Öffentlichkeit standen. Dazu zählen auch die Versorger RWE sowie ...

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Platz 8: Eon. Die beiden Energiekonzerne haben mächtig zu kämpfen, um die Energiewende zu überleben. An den Aktienkursen lässt sich das unmittelbar Ablesen: Mit beiden Papieren ging es - begleitet von einigen Schwankungen - 2015 nochmals massiv abwärts.

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Platz 7: Deutsche Bank. Auch über Deutschlands größtes Geldhaus berichten die Medien ohne Unterlass. Der neue Konzernchef John Cryan will das Unternehmen für die Zukunft umbauen und lässt dabei kaum einen Stein auf dem anderen. Google-Nutzer verfolgen das Geschehen offenbar hautnah, ebenso wie übrigens auch bei ...

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Platz 6: Siemens. Auch bei Deutschlands größtem Elektro- und Mischkonzern muss Vorstandschef Joe Kaeser gewaltige Veränderungen durchsetzen. Den Aktionären hat das bislang nicht viel gebracht, 2015 trat der Kurs praktisch auf der Stelle.

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Platz 5: BASF. Ein weiteres Schwergewicht unter den Dax-Konzernen, das allein deshalb schon häufig per Google gesucht werden dürfte. BASF war bislang der größte Chemiekonzern der Welt - wenn demnächst Dow Chemical und Dupont zusammengehen, dürfte dieser Titel allerdings weg sein.

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Platz 4: Commerzbank. Die Commerzbank zieht vermutlich vor allem deshalb Interesse auf sich, weil der Staat seit der Finanzkrise nach wie vor an dem Geldhaus beteiligt ist. Und: Kürzlich gab der Vorstand bekannt, erstmals seit 2007 wieder ein Dividende zahlen zu wollen. Auch das dürfte viele dazu bewegt haben, sich per Google nach der Aktie umzuschauen.

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Platz 3: Apple. iPhone-Hersteller und wertvollstes Unternehmen der Welt - mehr muss man eigentlich nicht sagen, um das Interesse der Google-Nutzer an der Apple-Aktie zu erklären. Allerdings hat das Papier seine besten Zeiten vorläufig hinter sich. 2015 gab es lediglich ein mageres Kursplus von etwa 20 Prozent, womit Apple von einigen anderen Tech-Aktien geschlagen wurde, allen voran der neue Star am US-Börsenhimmel namens Amazon.

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Platz 2: Daimler. Die Spitzenplätze im Ranking gehen an zwei Konzerne aus dem Herzen der deutschen Wirtschaft, der Autoindustrie. Daimler-Chef Dieter Zetsche kann seit einiger Zeit Erfolge verkünden und hängte an der Börse zuletzt auch die bayerischen Konkurrenten von BMW ab. Mit Abstand die am meisten gesuchte Aktie auf Google war 2015 jedoch ...

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Platz 1: Volkswagen. Den Spitzenplatz verdankt der Wolfsburger Autobauer zweifellos dem Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Millionen Fahrzeugen. Die VW-Aktie stürzte daraufhin im September um mehr als 40 Prozent ab und hat sich bis heute nicht wieder vollständig erholt. Auf Google suchten Nutzer nach der Formel "vw aktie" beinahe dreimal so häufig wie nach dem zweitplatzierten "Daimler Aktie".

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Bemerkenswerter als die Positionen auf der Google-Liste sind mitunter die Unternehmen, die sich nicht auf dem Ranking befinden. Beispielsweise fehlt das Dax-Unternehmen Fresenius. Der Gesundheitskonzern hat nicht nur einen Anteil von mehr als 3 Prozent am Index sondern legte 2015 auch eine deutlich bessere Performance hin als der Gesamtmarkt. Letzteres gilt auch für die Fresenius-Beteiligung FMC sowie für ...

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... den Autozulieferer Continental, die Deutsche Börse, Beiersdorf oder HeidelbergCement. Alle diese Unternehmen befinden sich im Leitindex Dax und schlugen den Index 2015 in der Performance zum Teil deutlich. In die Top 30 bei Google schafften sie es dennoch nicht.

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