Von Yahoo bis LinkedIn Das sind die größten Hackerangriffe

Es ist das bisher wahrscheinlich größte Leck bei einem einzigen Unternehmen: Kriminelle erbeuteten die Daten von mehr als einer halben Milliarde Yahoo-Konten. Wir haben die bisher größten Hackerangriffe mit Millionen Betroffenen gesammelt.
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Yahoo

Unbekannte haben beim Internetkonzern Yahoo Daten von mehr als einer Milliarde Konten erbeutet. Der Vorfall ereignete sich bereits im August 2013. Die Hacker seien dabei an persönliche Daten wie Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten und verschlüsselte Passwörter gekommen, heißt es. Yahoo machte den bis dahin größten bekannten Hackerangriff Mitte Dezember 2016 öffentlich.

Im September 2016 hatte das Unternehmen bereits eingeräumt, dass auch 2014 mindestens 500 Millionen Konten kompromittiert wurden. Auch bei dieser Attacke sollen ähnliche Daten in die Hände der Angreifer gefallen sein. Darunter auch verschlüsselte und unverschlüsselte Sicherheitsfragen samt Antworten. Yahoo vermutet hinter dem Hack einen Angreifer mit staatlichem Hintergrund.

Foto: NOAH BERGER/ REUTERS
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Sony Pictures

Rund 50.000 aktuelle und ehemalige Mitarbeiter von Sony Pictures waren 2014 von einem Datenleck betroffen. Hacker haben zahlreiche Dokumente, die sie von einem Sony-Server erbeutet hatten, im Netz veröffentlicht. Die Dokumente enthielten Lohnabrechnungen, Geburtsdaten und Sozialversicherungsnummern. Auch Auszüge aus dem Strafregister und ärztliche Atteste von Mitarbeitern wurden veröffentlicht.

Die Angreifer hatten zudem E-Mails und Filme des Unternehmens ins Netz gestellt. Es wird vermutet, dass Nordkorea hinter dem Angriff steckt. Die Angreifer drohten Kinos mit Gewalt, wenn sie den Film "The Interview" zeigten, in dem zwei US-Journalisten den nordkoreanischen Machthaber töten sollen. Die Regierung in Pjöngjang hatte den Film zuvor scharf kritisiert.

Foto: KEVORK DJANSEZIAN/ REUTERS
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T-Mobile

Bei einem Angriff auf einen Dienstleister der Telekom-Tochter T-Mobile erbeuteten Hacker die Daten von etwa 15 Millionen Menschen. Die Attacke auf den Dienstleister Experian, der für T-Mobile die Kreditwürdigkeit von Kunden prüft und bei der Betrugsprävention hilft, lief von September 2013 bis September 2015.

Laut T-Mobile seien komplette Datensätze mit Namen, Geburtstagen und Adressen entwendet worden. Auch Angaben zu Sozialversicherungs-, Führerschein- und Reisepassnummern seien von dem Hack betroffen. Diese seien zwar verschlüsselt gewesen, allerdings könne dieser Schutz geknackt worden sein, hieß es damals. Daten von Bankkonten und Kreditkarten seien dagegen nicht erbeutet worden.

Foto: Andrew Burton/ Getty Images
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Office of Personnel Mangement

Bei dem Angriff auf die Personalverwaltung der US-Regierung wurden Daten von rund 21,5 Millionen Betroffenen erbeutet. Darunter waren aktuelle, ehemalige und potenzielle zukünftige Regierungsangestellte, zivile Auftragnehmer sowie deren Familien, Verwandte und Freunde.

Bei dem Großangriff auf das Office of Personnel Mangement (OPM) sind den Hackern auch die Fingerabdrücke von rund 5,6 Millionen Beschäftigten in die Hände gefallen. Der Hack ereignete sich dem OPM zufolge 2014 und wurde im Frühjahr 2015 bekannt. Die Behörde geht von einem chinesischen Spionageangriff aus.

Foto: © Gary Cameron / Reuters/ REUTERS
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TJX

Bereits im Juli 2005 wurde die TJX, Muttergesellschaft der US-Einzelhandelsketten T.J. Maxx und Marshall, Opfer eines Cyberangriffs. Dabei erbeuteten die Hacker Nummern von 45,6 Millionen Kredit- und Bankkarten der Kunden. Den Angaben zufolge verlief der Angriff zwischen Juli 2005 und Dezember 2006.

Betroffen waren Karten, mit denen in diesem Zeitraum in Geschäften in den USA, Kanada und Puerto Rico bezahlt worden war. TJX machte den Angriff im März 2007 öffentlich. Experten zufolge handelte es sich dabei um den bis dahin größten bekannt gewordenen Zugriff auf Kartennummern.

Foto: MAX NASH/ AFP
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Home Depot

Die US-Baumarktkette Home Depot wurde 2014 Opfer eines groß angelegten Hacks. Dabei könnten die Daten von rund 56 Millionen Kunden-Kreditkarten erbeutet worden sein, teilte das Unternehmen damals mit.

Die Angreifer hätten eine eigens entwickelte Schadsoftware eingesetzt, hieß es weiter. Die Kosten bezifferte Home Depot damals auf 48 Millionen Euro für das Geschäftsjahr.

Foto: BECK DIEFENBACH/ REUTERS
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Dropbox

Der Speicherdienst Dropbox hat erst kürzlich eingeräumt, dass 2012 bei einem Datenleck mehr als 68 Millionen verschlüsselte Passwörter kompromittiert wurden. Im Netz war eine Datenbank mit knapp 68,7 Millionen Kombinationen aus E-Mail-Adressen und verschlüsselten Passwörtern gehandelt worden.

Dropbox hatte zunächst bestritten, Opfer eines Hackerangriffs geworden zu sein. Die Angreifer hatten offenbar Zugang zu dem Konto eines Angestellten.

Foto: Armin Weigel/ picture alliance / dpa
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Anthem

Der US-Krankenversicherer Anthem gab Anfang 2014 bekannt, dass Hacker an Informationen über rund 80 Millionen aktuelle und ehemalige Kunden sowie Mitarbeiter gekommen seien. Die Angreifer hätten dabei unter anderem Zugriff auf Sozialversicherungsnummern, Namen, Adressen, Geburts- und Personaldaten haben können.

Laut Anthem hätte es aber keine Hinweise gegeben, dass sie auch an finanzielle oder Krankheitsdaten herangekommen seien. Nach dem Hack berichteten mehrere Anthem-Kunden über Identitätsdiebstähle.

Foto: © GUS RUELAS / Reuters/ REUTERS
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J.P. Morgan

Bei der US-Großbank J.P. Morgan griffen Hacker im August 2014 83 Millionen Datensätze ab. Dabei seien Informationen von 76 Millionen Haushalten und sieben Millionen kleinen Unternehmen betroffen gewesen, teilte die Bank mit.

Die Angreifer hätte allerdings keinen Zugriff auf Passwörter und Kontonummern bekommen, hieß es weiter. Auch Benutzernamen, Geburtsdaten und Sozialversicherungsnummern seien nicht betroffen gewesen. Dafür wurden Namen, Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen sowie interne Informationen von J.P. Morgan abgegriffen, etwa bei welcher Abteilung der Bank die Kunden seien.

Foto: CARL COURT/ AFP
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Vk.com

Bei dem russischen Netzwerk Vk.com sind offenbar mehr als 100 Millionen Nutzerprofile abgegriffen worden. Im Internet wird eine Datenbank zum Kauf angeboten, die Millionen Datensätze enthält. Neben dem Nutzernamen sollen darin auch noch die E-Mail-Adresse, das Passwort und die Telefonnummer stehen.

Offenbar handelt es sich um Informationen, die in den Jahren 2012 und 2013 erbeutet worden waren. Die Plattform war früher unter dem Namen VKontakte bekannt und hat eigenen Angaben zufolge mehr als 350 Millionen Nutzer.

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LinkedIn

2012 gab es ein Datenleck bei dem sozialen Netzwerk LinkedIn. Dabei wurden die Passwörter von mehr als 100 Millionen Kunden kompromittiert. Auch diese Liste wurde später im Internet zum Kauf angeboten.

Die Daten sollen früheren Angaben zufolge mit einem Algorithmus unkenntlich gemacht worden sein. Derart verschlüsselte Daten können mit einigem Aufwand aber wiederhergestellt werden.

Foto: Jens Büttner/ dpa
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Target

Auch die Supermarktkette Target wurde angegriffen. Dabei haben die Täter nach Angaben des Unternehmens knapp 40 Millionen Kredit- und Bank-Kartendaten erbeutet. Die Attacke geschah zwischen November und Dezember 2013. Betroffen waren vor allem die Daten der Kunden, die in diesem Zeitraum ihre Einkäufe in einer Target-Filiale mit Karte bezahlt haben.

Wochen später gab Target bekannt, dass die Hacker auch persönliche Daten von 70 Millionen Kunden abgreifen konnten, darunter Namen, E-Mail-Adressen, Wohnadressen und Telefonnummern.

Foto: JONATHAN ALCORN/ REUTERS
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Ebay

Bei dem Hackerangriff zwischen Ende Februar und Anfang März 2014 wurde eine Datenbank mit verschlüsselten Passwörtern und anderen persönlichen Daten wie E-Mail-Adressen, Geburtstagen und Telefonnummern angezapft.

Offenbar konnten die Angreifer Log-in-Daten von Mitarbeitern abgreifen und sich so Zugang zu den Kundendaten verschaffen. Wie viele Nutzer genau betroffen waren, teilte Ebay damals nicht mit, riet aber allen 145 Millionen Nutzern dazu, ihr Passwort zu ändern.

Foto: Ebay
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