Von Thorsten Heins bis Udo Stark Die Altmeister im Abkassieren

Beim Aushandeln ihres Abschiedssalärs beweisen Manager eine erstaunliche Kreativität. Eine Übersicht.
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Thorsten Heins, Blackberry: 55,6 Mio. Dollar

Der Clou: Trotz gescheiterter Rettung profitiert Heins beim Verkauf der Firma von der Change-of-Control-Klausel. Für den Fall, dass Blackberry seine Unabhängigkeit verliert, sichert ihm sein Vertrag rund 55 Millionen Dollar Abfindung zu.

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Fritz Oesterle, Celesio: rund 11 Mio. Euro

Der Clou: Oesterle konnte auch Zahlungen für seinen repräsentativen Aufwand als britischer Honorarkonsul durchsetzen.

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Léo Apotheker, Hewlett-Packard: 9,7 Mio. Euro

Der Clou: Schon sein Abgang als Chef von SAP war Apotheker mit fast 5 Millionen Euro vergoldet worden. Wenig später kamen 9,7 Millionen Euro von HP hinzu, für ein knappes Jahr Arbeit

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Karl-Gerhard Eick, Arcandor: 15 Mio. Euro

Ex-Arcandor-Chef Eick ließ sich ein Salär von 15 Millionen Euro für fünf Jahre garantieren - und ging nach sechs Monaten Himmelfahrtskommando. Der Clou: Das Honorar wurde von Großaktionär Sal. Oppenheim garantiert, so dass Governance-Vorschriften ins Leere liefen.

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Utz Claassen, Solar Millennium: 9,2 Mio. Euro

Utz "Hansdampf" Claassen verlangte von seinem Ex-Arbeitgeber EnBW ein jährliches Ruhegeld von 400.000 Euro - und nickte später generös einen Vergleich über eine Einmalzahlung von 2,5 Millionen Euro ab. Nur um wenig später bei Solar Millenium anzuheuern, wo er nach zweimonatigem Gastspiel sein Meisterstück in der Disziplin olympisches Abgreifen ablegte: Claasen durfte die als "Antrittsprämie" deklarierte Summe von 9,2 Millionen Euro behalten - für ganze 74 Tage Arbeit.

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Herbert Lütkestratkötter, Hochtief

Der Exodus des Ex-Chefs Herbert Lütkestratkötter, diverser Vorstände und weiterer Führungskräfte nach der Übernahme durch die spanische ACS belastete das Hochtief-Ergebnis mit satten 35 Millionen Euro. Nach dieser Erfahrung schaffte der Essener Konzern die entsprechende Vertragsklausel ab.

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Stephen Elop, Nokia: 19 Millionen Euro

Der Kanadier wechselte von Microsoft zu Nokia, führte den Aktienkurs drei Jahre lang in den Keller, verkaufte die Nokia-Handy-Sparte an Microsoft - und geht gleich mit zurück. Begleitet von wohl rund 19 Millionen Euro "Ablösesumme".

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Udo Stark, MTU, 39 Mio. Euro

Ein weiterer der Gottväter des Abfindungssurfens: Udo Stark. Der Altmeister im Abkassieren verabschiedete sich mit jeweils 6,4 Millionen Euro aus der Beteiligungsholding Agiv und aus MG Technologies. Und bei MTU Aero Engines (Branchenspott: "Money to Udo") nahm er zum Ausstieg noch mal 39 Millionen Euro Extraverdienst mit.

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Stefan Jentzsch: 8 Mio. Euro

Der Ex-Chef der Dresdner Kleinwort ließ sich nach Übernahme durch die Commerzbank seinen Kontrakt ausbezahlen - mutmaßlich rund 8 Millionen Euro. Der passionierte Ferrari-Sammler wusste, wie es geht: Zuvor hatte er schon seinen Vorstandsposten bei der HypoVereinsbank (HVB) geräumt, nachdem diese von der Unicredit geschluckt worden war.
Jentzsch und seine Kollegen Michael Mendel, Michael Kemmer und Christine Licci beriefen sich auf Change of Control; die HVB stellte notgedrungen 25 Millionen Euro für Abfindungen zurück.

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Ganz andere Liga: Gehälter von Arbeitnehmern und Dax-Vorständen im Vergleich

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