Von der Quelle zum Verbraucher Die Wertschöpfung im Erdgasgeschäft

Die großen Erdgas-Förderländer sind nicht unbedingt auch die Verbraucher des Energieträgers. Dazwischen liegen Pipelines, Schiffs- und zum Teil auch Lkw-Transporte. Ein Überblick über die Wertschöpfungskette im globalen Gasgeschäft
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Aus der Erde: Deutschland hat lediglich geringe konventionelle Erdgasvorkommen wie auf dem Bild in Lünne bei Lingen. Etwa 90 Prozent ihres Bedarfs muss die Bundesrepublik durch Importe decken.

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An die Oberfläche: Auch auf hoher See - wie im Bild in der Nordsee vor der schottischen Küste - fördern die Öl- und Gaskonzerne Erdgas zu Tage. Besonders modern sind ...

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... bewegliche Förderanlagen, von denen eine auf der Illustration von Royal Dutch Shell zu sehen ist. Vor allem in den USA wird Erdgas zudem in großem Maße aus sogenannten unkonventionellen Vorkommen gewonnen, etwa durch Pressen aus Gesteinsschichten ("Fracking").

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Durch die Röhre: Der Transport von Erdgas über weite Strecken erfolgt zu Lande in der Regel per Pipeline (im Bild: die Ostsee-Pipeline bei Lubmin)

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In die Kälte: Eine Alternative zum Pipelinetransport ist die Verflüssigung des Gases, das dann mit Schiffen befördert werden kann. Das Bild zeigt die einzige Verflüssigungsanlage Europas, die LNG für den Weltmarkt produziert. Sie steht im norwegischen Hammerfest. Daneben gibt es vor allem in Nordeuropa eine Reihe kleinerer, regionaler Anlagen.

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An Bord: Zur Verflüssigung wird das Erdgas auf Minus 164 Grad Celsius heruntergekühlt, wodurch sein Volumen auf ein Sechshunderstel des Ausgangswertes schrumpft. So passen große Mengen in die Tanks der sogenannten LNG-Tanker (LNG = Liquefied Natural Gas oder Flüssiggas)

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Per Schiff: Haupt-LNG-Exporteure sind Katar, Malaysia und Indonesien. Wichtigster Abnehmer ist derzeit Japan.

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Zurück an Land: An speziellen Terminals wie hier im Hafen von Rotterdam können die LNG-Tanker ihre Ladung löschen. Europa verfügt nach Angaben der Marktforschungsagentur Trendresearch über 20 solcher Terminals, weitere 22 seien geplant.

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Wieder aufgewärmt: Regasifizierungseinrichtungen wie diese im chilenischen Quintero City dienen dazu, den Energieträger nach dem Schiffstransport wieder aus der flüssigen in die Gasform zu überführen

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In die Verbrennung: Letztlich landet ein Großteil der deutschen Erdgasimporte in Gaskraftwerken wie Irsching 5 in Bayern (Bild), die elektrischen Strom damit gewinnen

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In den Motor: Als zukunftsträchtig gilt zudem der Einsatz von LNG als Schiffstreibstoff. Der jüngst von der Meyer Werft an die niederländische Reederei Anthony Veder ausgelieferte LNG-Tanker "Coral Energy" etwa verfügt über einen modernen Dual-Fuel-Antrieb, bei dem das transportierte Erdgas gleichzeitig als Treibstoff dient.
Der Reederverband VDR äußert sich zu den Perspektiven von LNG als Schiffstreibstoff allerdings noch skeptisch. VDR-Präsident Michael Behrendt macht gegenüber manager magazin online auf die hohen Sicherheitsanforderungen aufmerksam. "Bevor wir Schiffe mit LNG betreiben können, muss die Infrastrukturfrage geklärt sein", so Behrendt. "Schifffahrtsunternehmen können erst dann auf LNG setzen, wenn die wichtigen Häfen weltweit über die nötigen Bunkereinrichtungen verfügen."

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