Vorbilder für Trump Diese Milliardäre haben sich als Staatschefs versucht

Donald Trump wird der reichste Präsident der US-Geschichte. Auch international kann der Milliardär sich nur auf wenige Vorbilder stützen.
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Die Schätzungen über sein Vermögen gehen weit auseinander, aber ziemlich sicher wird Donald Trump der mit Abstand reichste US-Präsident der Geschichte. "Forbes" schätzt sein Immobilien-Imperium auf derzeit 3,7 Milliarden Dollar. Ein Milliardär im Weißen Haus, das gab es noch nie. Fast wäre ihm ein noch Reicherer dazwischen gekommen ...

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... aber Michael Bloomberg verwarf seinen Plan einer unabhängigen Kandidatur und trat stattdessen auf Hillary Clintons Parteitag auf, um Trump zu verhindern - vergebens. Der Besitzer des gleichnamigen Finanzinformationsdienstes und frühere New Yorker Bürgermeister steht derzeit mit 42,7 Milliarden Dollar auf Rang 8 im globalen "Forbes"-Ranking.

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Bis dato galt der Ausflug Ross Perots in die Politik als der erfolgreichste Versuch eines US-Milliardärs, auch selbst das wichtigste Amt zu übernehmen und nicht bloß im Hintergrund Strippen zu ziehen. Sein Vermögen von 3,9 Milliarden Dollar hat der Texaner im Computergeschäft gemacht. 1992 schaffte er einen Achtungserfolg mit 19 Prozent der Stimmen. Seine Rede vom "giant sucking sound" der von Mexiko angesaugten US-Jobs findet in Trump ein Echo. Perots Fokus auf die Sanierung der Staatsfinanzen teilt der Neue aber nicht.

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In der westlichen Hemisphäre gab es jüngst immerhin einen Milliardär an der Macht. 20 Jahre nach dem Ende der Pinochet-Diktatur gaben die Chilenen 2010 wieder dem rechten Lager eine Chance. Kreditkartenunternehmer Sebastián Piñera trennte sich wie versprochen nach seiner Wahl von Aktien in Fernsehsendern, Fluggesellschaften, Fußballclubs. Seine Präsidentschaft wird allseits als eher glücklos beschrieben, aber Piñera hielt vier Jahre durch. Heute kann er sich mit 2,5 Milliarden Dollar Vermögen drittreichster Chilene nennen - und der einzige Ausländer, der sich jemals auf den Stuhl des US-Präsidenten im Oval Office setzte.

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Medienfigur, Egomane, Supermacho, Zerstörer der Eliten: Das wohl passendste Rollenmodell für Trump ist Silvio Berlusconi - und hoffentlich nicht dessen Landsmann Benito Mussolini, mit dem Trump auch schon oft verglichen wurde. Berlusconi brachte es in vier Amtszeiten zwischen 1994 und 2011 auf immerhin neun Amtsjahre als italienischer Ministerpräsident - eine Ära, in der es mit Italien jedoch kaum voranging. Der 5,9 Milliarden Dollar schwere Medien- und Finanzinvestor wirkte lange, als könne ihm kein Skandal etwas anhaben. Zuletzt sank die Fortüne des einstigen "Cavaliere" aber. Berlusconi ist vorbestraft, doch immer noch Parteiführer.

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Die Ukraine zählt zu den ärmsten Staaten Europas, ihr Staatschef aber zu den reichsten: Petro Poroschenko ist allerdings mittlerweise von der Milliardärsliste gestrichen. Dabei ist unklar, wie es wirklich um sein Vermögen steht. Seinen Süßwarenkonzern Roshen hat er nach der Wahl 2014 in einen Blind Trust eingebracht - und mithilfe von Briefkastengesellschaften auf den Britischen Jungferninseln auch vor den Finanzbehörden seines eigenen Pleitestaats verborgen.

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Nur kurz hielt sich Bidsina Iwanischwili 2012 bis 2013 als georgischer Premierminister. Der reichste Mann des Kaukasuslandes (4,8 Milliarden Dollar, vor allem aus einer inzwischen geschlossenen russischen Bank) trat freiwillig ab und erklärte seine Mission für erfüllt. Iwanischwilis Partei "Georgischer Traum" hält sich bis heute an der Macht, von seiner Privatresidenz behält der Patriarch alles in Tiflis im Blick.

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Eher machtlos schaut Thaksin Shinawatra aus dem Exil in Dubai den Militärherrschern seiner thailändischen Heimat zu, die 2006 ihn und 2014 auch seine Schwester Yingluck von der Macht in Bangkok vertrieben. Vom einstigen Telekomimperium sind noch 1,67 Milliarden Dollar Vermögen übrig - was in Thailand war, wurde unter dem Urteil "abnormal" beschlagnahmt. Thaksin ist nun Staatsbürger von Montenegro. Die "Rothemden" im armen Norden des Landes trauern seinem Regime nach, das der konservativen Elite als korrupt gilt. Shinawatra selbst sieht Parallelen zwischen sich und Trump.

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Nicht mehr an der politischen Macht, aber dominant im Reichsten-Ranking des Libanon ist die Familie des 2005 ermordeten Ministerpräsidenten Rafik Hariri, der sich einen Namen als Friedensstifter in dem Bürgerkriegsland machte. Sein Sohn Saad Hariri (im Vordergrund) scheiterte mehrfach mit der Nachfolge und lebt in Saudi-Arabien, wo der Reichtum maßgeblich im Ölanlagenbau entstand. Vier Hariri-Brüder kommen zusammen auf sechs Milliarden Dollar.

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