Vodafone Die Baustellen im Konzern - und die Chancen durch einen Deal mit Liberty

Konzernchef Colao hat den Mobilfunker in die Irre geführt. Der Niedergang ist nur noch mit radikalen Schritten aufzuhalten.
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Ziel nicht erreicht: Vittorio Colao, CEO. Vodafone hat seine Bezüge 2013 um 30 Prozent gekürzt - auf 11 Millionen Pfund.

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Eine Frage der Ehre:
Deutschland-Chef muss Netzprobleme beheben

Problem:
Die E-Mail hat den Betreff "Eine Frage der Ehre", und sie liest sich, als habe sie ein Mann mit Wut im Bauch geschrieben: Wie könne es sein, dass immer neue Probleme bei den Aufräumarbeiten des Netzes gefunden würden, wenn "angeblich alle work packages erledigt sind", fragt der Empörte darin. Noch Mitte Mai beklagt er, dass zehn Sammelpunkte für rund 50 Basistationen überlastet seien: "Das ist eine Welt!" Geschrieben hat die Brand-Mail der für Zentraleuropa zuständige Chief Network Officer Arash Ashouriha. Er fürchtet, dass Vodafone im bald anstehenden Branchentest "Connect" erneut schlecht abschneidet. "Es ist 5 vor 12", endet der Appell an die Techniker.

Lösung:
Abgebrochene Gespräche, Netzausfall: Für niemanden drängt die Zeit, aufzuräumen, so sehr wie für Jens Schulte-Bockum. Der Deutschland-Chef gibt sich kämpferisch: "Bis Ende des Jahres werden wir wieder auf Augenhöhe mit der Deutschen Telekom sein", verspricht er. Und versichert: "Wir sind mit der Netzmodernisierung im Zeitplan." Gerade die Business-Kunden darf er nicht vergraulen; eine Kooperation mit dem Rivalen Telekom soll nun helfen: "Damit sind wir strategisch handlungsfähig." Aber erst der Kauf von Kabel Deutschland bringt für Schulte-Bockum die Befreiung. Dann könnte er an der Telekom technologisch sogar weit vorbeiziehen.

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