US-Wahlkampf 2016 Die besten Bilder

Der US-Wahlkampf 2016 in einem Wort? Wahnsinn. Ein Jahr lang wurde gestritten, gehasst, gefeiert, geredet und gekämpft. Ein Rückblick.
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Die Frau mit dem unvergesslichen Gesichtsausdruck heißt Robin Roy. Sie stand ihrem Idol Donald Trump im Januar 2016 im Vorwahlkampf in Lowell, Massachusetts, plötzlich gegenüber. "Ich habe das in dem Moment nicht so richtig verkraftet", erzählte sie SPIEGEL-ONLINE-Korrespondent Veit Medick später.

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Hillary Clinton, hier im Vorwahlkampf in Fairfax, Virginia, am 29. März, genießt die Zuneigung ihrer jungen Fans. Davon gibt es nämlich weniger, als ihr lieb ist.

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New York, Trump Tower, 16. Juni 2015: Gleich wird der Milliardär Donald Trump seine Kandidatur verkünden. SPIEGEL-ONLINE-Reporter Marc Pitzke war dabei, er erinnert sich: "Wie die beiden Trumps huldvoll winkend die goldene Rolltreppe herunterkamen, bevor er seine Brandrede gegen Einwanderer hielt... Damals war klar: Dieser Wahlkampf wird anders, irrer als alle anderen zuvor."

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Trump bei seinem ersten Wahlkampfauftritt am 10. Oktober 2015 in Norcross, Georgia. Schon bald wussten die Menschen, was sie bei einer solchen Rally erwartet: Nicht einfach ein Politiker, der für sein Programm wirbt, sondern ein Show-Mann, der die Massen aufpeitscht.

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Trumps Kernbotschaft: Er will eine Mauer bauen an der Grenze zu Mexiko, das Nachbarland werde dafür zahlen. So sieht dieser Trump-Anhänger das auch.

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Männer in dunklen Anzügen - und eine Frau: Es war eng im Vorwahlkampf der Republikaner. Jeb Bush (3. v. li.), Sohn bzw. Bruder zweier US-Präsidenten, rechnete sich Chancen aus. Bald war klar: Gemäßigte haben bei den Republikanern diesmal keine Chance.

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Na, spüren Sie ihn noch, "The Bern"? Ein leicht zerzauster, großväterlicher Linker elektrisierte die demokratische Jugend und wurde zur ernsten Gefahr für Hillary Clinton im Vorwahlkampf: Bernie Sanders, Senator aus Vermont (hier bei einer Wahlveranstaltung am 17. Mai).

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Anders als Clinton weckte Sanders echte Begeisterung an der Basis (hier am 14. Februar in Las Vegas). Doch am Ende fehlte die Unterstützung der Partei, Clinton entschied den Vorwahlkampf für sich.

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Hat Donald Trump kleine Hände? Es passte zum Gaga-Faktor dieses Wahlkampfs, dass das in einer der Vorwahlkampf-Debatten der Republikaner, am 3. März in Detroit, tatsächlich Thema war.

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Donald Trump betritt am 18. Juli die Bühne beim Republikaner-Parteitag in Cleveland, gleich werden ihn die Abgeordneten zum Präsidentschaftskandidaten küren. SPIEGEL-Korrespondent Gordon Repinski erinnert sich: "Der Auftritt war bombastisch inszeniert und überdreht, zu viel Licht, zu viel Qualm, zu viel Gold, zu große Schrift. Doch in diesem Moment wurde einem bewusst, dass sich die einstige Witzfigur Trump tatsächlich durchgesetzt hatte."

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Wenig später, in der letzten Juli-Woche, hielten die Demokraten ihren Parteitag in Philadelphia ab. SPIEGEL-ONLINE-Redakteurin Patricia Dreyer: "Michelle Obama hielt dort die vielleicht beste Rede dieses Wahlkampfs. Ihr moralischer Imperativ 'When they go low, we go high' wurde zum Gegenentwurf einer von Hass-Rhetorik geprägten politischen Schlacht."

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Und natürlich: die Ballons! Bill Clinton genoss die Abschlussfeier nach der Nominierung seiner Frau Hillary zur Präsidentschaftskandidatin mit kindlicher Freude - und wurde zum Internet-Mem.

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Aber es war nicht alles nur heiter in Philadelphia: Diese Bernie-Sanders-Anhängerin hat sich "Zum Schweigen gebracht" über den Mund geklebt. Sandra Sperber, SPIEGEL-ONLINE-Video-Reporterin: "Ich war überrascht, wie viele bis zuletzt noch geglaubt hatten, Bernie Sanders zum Präsidentschaftskandidaten machen zu können. Aber die meisten haben sich mit Clinton abgefunden - oder im Stillen geweint."

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Babys knuddeln, eine unverzichtbare Disziplin für Politiker im Wahlkampf. Dass dabei nicht immer schmeichelhafte Motive herauskommen, zeigt dieses Foto aus Colorado Springs vom 29. Juli.

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Dieser Moment stellte den Wahlkampf komplett auf den Kopf: Am 11. September kollabierte Hillary Clinton bei der Gedenkfeier am Ground Zero in New York. Sie hatte eine Lungenentzündung verschleppt. Danach musste sie eine Auszeit nehmen, ihre Umfragewerte sackten ab. Die Videoaufnahmen von der schwankenden Clinton hatte Zdenek Gazda gemacht, über den sofort eine Flut von Medienanfragen hereinbrach. Gazda tauchte ab, sprach aber mit SPIEGEL-ONLINE-Reporter Veit Medick: Ihm sei sein Scoop peinlich, "ich bin Clinton-Anhänger!".

Foto: Zdenek Gazda
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Wenig später, am 26. September beim ersten TV-Duell gegen Donald Trump, war Clinton wieder obenauf. Sie war besser vorbereitet, konzentrierter - und setzte in den Schlussminuten das Thema der kommenden Wochen: Trumps Frauenfeindlichkeit.

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Trump verlor das erste TV-Duell deutlich. Er atmete schwer, schnaufte ins Mikrofon ("Wrong! Wrong!"), wirkte fahrig.

Foto: LUCAS JACKSON/ REUTERS
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Klare Gewinner dieser US-Wahl sind die Schauspieler Kate McKinnon und Alec Baldwin, die in der Satire-Show "Saturday Night Live" auf geniale Weise die Spitzenkandidaten verkörpern. Baldwin erhielt gar den höchsten Ritterschlag: Er wurde von Trump auf Twitter beschimpft - ein Zeichen, dass seine Charakterisierung ins Schwarze trifft.

Foto: Will Heath/ AP
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Für ein paar Augenblicke verliebte sich Amerika in diesen Mann: Ken Bone, ein knuddeliger Typ im roten Zopfstrick-Pullover, der bei der zweiten TV-Debatte eine Nerd-Frage stellte. Wenige Tage später war die Liebe schon wieder aus: Bone versuchte aus seinem Ruhm Kapital zu schlagen, und ein paar unschöne Posts aus einem Reddit-Forum tauchten auf. Well, it was nice while it lasted.

Foto: Frazer Harrison/ AFP
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Eine ganz traurige Gestalt: TV-Moderator Billy Bush. Er verlor seinen Job, nachdem ein Video aus dem Jahr 2005 auftauchte. Darin ist zu hören, wie Trump mit Grabschereien prahlt, Bush stachelt ihn an. Die Veröffentlichung des Videos schlug ein wie die sprichwörtliche Bombe, Trump fiel in den Umfragen dramatisch zurück.

Foto: Paul Buck/ dpa
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Am 17. Oktober bat Trump in Green Bay, Wisconsin, dieses Mädchen auf die Bühne. Die Kleine mochte sich von ihm allerdings nicht küssen lassen. Eine Steilvorlage für die Abendshows der Comedians im US-Fernsehen.

Foto: Tannen Maury/ dpa
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Sie kann TV-Duell, er nicht: Am 19. Oktober ging in Las Vegas die dritte und letzte Debatte zwischen den Spitzenkandidaten über die Bühne. Am Ende hieß die Siegerin zum dritten Mal Hillary Clinton, Donald Trump zerriss frustriert seinen Spickzettel.

Foto: CHIP SOMODEVILLA/ AFP
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Trumps Anhänger sind nicht einfach gegen Clinton - sie wollen sie im Gefängnis sehen, halten ihr Verhalten in der E-Mail-Affäre für strafbar. Schlachtruf bei Trump-Wahlveranstaltungen: "Lock her up, lock her up."

Foto: David Becker/ AFP
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Wer kuschelt da mit Michelle Obama? Der Vorgänger ihres Mannes, George W. Bush, bei der Eröffnung des ersten Museums für afro-amerikanische Geschichte und Kultur in Washington am 24. September. Das Foto wurde zum Sinnbild für die Hoffnung, dass trotz der tiefen Feindschaft zwischen Demokraten und Republikanern Brückenschläge möglich sind.

Foto: Jim Lo Scalzo/ dpa
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Kein TV-Journalist dürfte den eigenen Marktwert in diesem Wahlkampf so gesteigert haben wie Megyn Kelly. Die Moderatorin vom konservativen Sender Fox News legte sich mit den alten mächtigen Männern der Republikaner an. Ob im Schlagabtausch mit Donald Trump oder Newt Gingrich - Kelly hatte stets das letzte Wort. Respekt.

Foto: Victoria Will/ AP
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Go, Cubs, Go! Im November geschah ein Baseball-Wunder: Nach 108 Jahren gewannen die Chicago Cubs erstmals wieder die World Series - gegen die Cleveland Indians. Hillary Clinton, die in Chicago geboren wurde, zeigte sich parteiisch.

Foto: Andrew Harnik/ AP
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Danke, Michelle! Die First Lady war eine der wichtigsten Helferinnen für Hillary Clinton in diesem Wahlkampf, weil sie bei drei wichtigen Wählergruppen viel besser ankommt als die Kandidatin: bei Frauen, Schwarzen und jungen Leuten.

Foto: JEWEL SAMAD/ AFP
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Am 28. Oktober, knapp zwei Wochen vor dem Wahltag, wurde das Rennen erneut auf den Kopf gestellt, von diesem Mann: FBI-Chef James Comey gab bekannt, dass neue E-Mails untersucht würden, die einen Bezug zur Causa Clinton haben könnten. Die Demokraten warfen Comey, der Republikaner ist, vor, aus Wahl-Kalkül einen Verdacht gestreut zu haben.

Foto: Pablo Martinez Monsivais/ AP
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Trump und Clinton als Horror-Deko an Halloween: Ende Oktober hatten die meisten US-Bürger längst schon genug vom US-Wahlkampf, Kürbis-Meisterschnitzer Hugh McMahon verlieh der Kult-Frucht in New York ein gar furchterregendes Antlitz.

Foto: EDUARDO MUNOZ/ REUTERS
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Seine Zeit geht zu Ende: US-Präsident Barack Obama wächst den Amerikaner in seinen wenigen verbleibenden Amtswochen noch einmal richtig ans Herz. Hier hält er zum letzten Mal eine Rede beim Correspondents Dinner in Washington. Schon jetzt legendär: sein Mic Drop am Schluss, "Obama out". Miss you already, Mr. President!

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