US-Haushaltsnotstand Erste Konzerne leiden

Die Haushaltseinigung ist gescheitert. In den USA greifen die Regeln für einen Haushaltsnotstand. Mittlerweile sind auch Firmen betroffen. Ein Überblick.
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"Diesmal ist es anders" Der aktuelle Streit ginge über das übliche politische Haushaltsgerangel hinaus, sagt US-Präsident Barack Obama. Die Fronten zwischen Demokraten und Republikanern scheinen verhärtet. Wie sich der Kongress unter diesen Vorzeichen zudem bis zum 17. Oktober über eine Erhöhung der Schuldenobergrenze einigen soll, steht noch in den Sternen.

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Regierung lahmgelegt: Die Einigung wurde in dieser Woche verpasst. Die Regierung der Supermacht USA stellt ihren Betrieb zu einem guten Teil ein. Mindestens 800.000 Staatsbedienstete sind im Zwangsurlaub. Davon betroffen sind ...

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Sehenswürdigkeiten und Museen: Viele Touristenattraktionen in Washington D.C. mussten schließen, darunter das Lincoln Memorial (im Bild), die Kongressbibliothek und eine Vielzahl Museen. Doch auch die Wirtschaft leidet mittlerweile unter dem Verwaltungsstillstand. Erste Konzerne wie ...

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zum Beispiel United Technologies haben bereits einige tausend Mitarbeiter in den Zwangsurlaub geschickt. Der Konzern beliefert auch das US-Militär, etwa mit dem Kampfhubschrauber "Black Hawk". Bei der Fertigung müssten staatliche Inspektoren anwesend sein. Da diese nun fehlten, stehe die Produktion in manchen Fabriken still. Auch der Rüstungskonzern ...

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... BAE Systems rechnet damit, dass 10 bis 15 Prozent seiner 34.500 Mitarbeiter in den USA von dem Stillstand in Mitleidenschaft gezogen würden. Dabei sind es keineswegs nur Rüstungsfirmen, die als direkte Lieferanten der US-Regierung in die Bredouille geraten. Auch bei ...

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... bei den Flugzeugbauern Boeing (im Bild eine Fabrik nahe Washington) und Airbus kommt es nach einem Bericht des "Wall Street Journal" zu Lieferverzögerungen für Verkehrsmaschinen, weil Beamte der US-Luftfahrtaufsicht FAA ebenfalls in Zwangsurlaub sind.

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Finanzbehörden: Auch die meisten der 90.000 Beschäftigten der Bundessteurbehörde müssen in Zwangsurlaub ...

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... anders liegt die Sache im Verteidigungsbereich. Hier sind laut Verteidigungsministerium nur die Zivil-Beschäftigten von der Regelung betroffen. Allerdings sieht der US-Geheimdienstdirektor James Clapper die nationale Sicherheit in Gefahr, da 70 Prozent aller Geheimdienstmitarbeiter im Zwangsurlaub seien, wie er in einer Anhörung erklärte.

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Immerhin: Nicht alle Bundesbeschäftigte sollen in den Zwangsurlaub. Postbedienstete und sogenanntes "active-duty"-Personal, das sich beispielsweise um die Wiederherstellung überfluteter Straßen kümmert, ist von den Sparmaßnahmen ausgenommen, heißt es.

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Federal Reserve: Die Fed bleibt indes auch unter den Notstandsregeln offen, da sie nicht von finanzielen Zuweisungen des Kongresses abhängt. Auch von ihr finanzierte untergeordnete Behörden sollen offen bleiben ...

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... anders liegt die Sache bei der US-Umweltbehörde EPA. Sie macht - bis auf einige wenige Leute - dicht, die für den Fall einer Umweltkatastrophe die Stellung halten.

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Supreme Court: Auch das oberste Gericht der USA soll offiziellen Angaben zufolge erst einmal nicht dicht machen, ebenso wie andere Bundesgerichte. Sollte es bis zum 15. Oktober noch immer keine Einigung geben, drohen allerdings auch hier Konsequenzen.

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