Fotoindustrie Gettys wichtigste Wettbewerber

Die Fotoindustrie weltweit wird auf rund fünf Milliarden Dollar geschätzt. Doch die Branche ist inzwischen heiß umkämpft, wobei Marktführer Getty Images in fast allen Nischen vertreten ist. Das sind die wichtigsten Wettbewerber.
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Getty Images
Der Konzern wurde erst 1995 von Mark Getty - Sohn des Öl-Milliardärs Paul Getty - und dem ehemaligen Investmentbanker Jonathan Klein gegründet. Mittlerweile dominiert Getty Images den Markt für Fotografie und verdient sein Geld vor allem mit der Lizenzierung und Rechteverwaltung. Einst an der Börse notiert, ist der Konzern seit 2008 im Mehrheitsbesitz von Finanzinvestoren. Ende 2012 zahlte die Private-Equity-Gesellschaft Carlye 3,3 Milliarden Dollar für die Mehrheit der Anteile.

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Corbis
Wichtigster Wettbewerber im klassischen Geschäft mit hochwertigen Fotografien ist Corbis. Das Unternehmen wurde 1989 vom Milliardär Bill Gates gegründet und sitzt, wie auch Getty Images, in Seattle. Beide Konzerne lieferten sich über viele Jahre Übernahmeschlachten um historische und zeitgeschichtliche Fotoarchive sowie kleinere Fotoagenturen und Branchendienstleister. Es heißt, das Corbis seit seiner Gründung in keinem Jahr Gewinne erwirtschaftet hat.

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Reuters und Associated Press
Im Segment der Nachrichtenfotografie sind die wichtigsten weltweiten Getty-Wettbewerber Reuters und Associated Press (AP). Daneben auch regionale Agenturen wie zum Beispiel in Deutschland die dpa. Ausnahme ist die französischen Nachrichtenagentur AFP, die mit Getty eng kooperiert.

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Shutterstock und Fotolia
Eine vergleichsweise junge Entwicklung in der Fotografie ist der rasant wachsende Markt für sogenannte Microstock-Fotografie. Damit werden oft von ambitionierten Hobby-Fotografen geschossene Fotos bezeichnet, die meist zeitlose Inhalte wiedergeben und für wenige Euro das Stück über Internetplattformen vertrieben werden. Marktführer in diesem Segment ist die Getty-Tochter iStockphoto. Wichtigste Wettbewerber sind die New Yorker Microstock-Plattformen Shutterstock und Fotolia.

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Instagram und Co.
Instagram ist die weltweit erfolgreichste Fotosharing-Plattform, auf der Smartphone-Nutzer ihre Bilder posten und mit anderen teilen können. Eine Milliarde Dollar zahlte Facebook-Chef Mark Zuckerberg im September 2012 für das Start-up. Damals hatte Instagram 30 Millionen Nutzer - ein Jahr später sind es rund 150 Millionen. Zum Vergleich: Auf so viele Fotos bringt es die Datenbank von Getty Images insgesamt. Neben Instagram gibt es hunderte weitere Foto-Sharing-Apps im Netz - darunter inzwischen auch Desktop-Klassiker wie Yahoos Flickr oder Googles Picasa.

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EyeEm
Wie sich mit den Inhalten von Hobby-Fotografen Geld verdienen lässt, das versucht derzeit eine Reihe von Start-ups zu beantworten: unter ihnen EyeEm. Als Instagram-Klon gestartet, wollen die Berliner ihre App künftig zu einem Fotografie-Marktplatz für die "Generation Smartphone" ausbauen. Dabei verbleiben die Rechte an den Fotos bei den Fotografen selbst, während Marken und Agenturen die Nutzungsrechte direkt von ihnen erwerben können. Bei den Investoren von Earlybird Venture Capital haben die EyeEm-Gründer jüngst sechs Millionen Euro Wagniskapital eingesammelt.

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TWoP
Soviel Geld hat das kleine Start-up The World of Pictures noch nicht zusammen. Bislang war die wichtigste Kapitalspritze für die Münchener eine Finanzierungsrunde beim Crowdfunding-Anbieter Innovestment. Was mit Blick auf das Geschäftskonzept allerdings durchaus passt: Denn Aufträge oder Anfragen für spezielle Fotografien können weltweit per Smartphone direkt an die im TWoP-Netzwerk registrierten Fotografen verschickt werden. Damit übertragen die Münchener das Crowdsourcing-Prinzip auf die Fotoindustrie.

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Pinterest, Facebook und Google
Anders als die bislang erwähnten Agenturen und Plattformen, sind drei der wichtigsten Spieler im Fotomarkt bislang vor allem als Aggregatoren unterwegs. So wurde Pinterest 2010 als Pinnwand für die im Netz gefundenen Lieblingsbilder seiner Nutzer gegründet. Ganz ähnlich funktioniert auch Facebook, dessen CEO Mark Zuckerberg das soziale Netzwerk auch schon mal als größte Fototauschplattform der Welt bezeichnet hat. Einen gigantischen Foto-Traffic im Netz bewirkt auch Google mit seiner Bildersuche. Das Problem: Keines der genannten Internetunternehmen verfügt über sämtliche Rechte der im Netz verlinkten Bilder, was die Monetarisierung erschwert.

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