Autofahrer-Umfrage Was Deutsche vom vernetzten Auto erwarten

Die Vernetzung von Autos ist eines der wichtigsten Themen der Branchenmesse IAA. Deutsche Autofahrer zeigen sich in einer Umfrage eher nüchtern: Sie wollen dank Car-IT vor allem störungsfrei vorwärtskommen. Doch eine Technik löst tatsächlich Faszination aus.
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Sie rufen via Internet die neuesten Verkehrsdaten ab und zeigen die günstigsten Spritpreise im Touchscreen-Monitor an: Auf der IAA preisen die Autohersteller die möglichen Vorteile vernetzter Navigationssysteme besonders laut an. Dabei mögen es deutsche Autofahrer oft eine Nummer einfacher. Das legt eine Umfrage des IT-Dienstleisters CSC nahe, deren Ergebnisse manager magazin online exklusiv vorliegen.

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Schneller informiert: CSC befragte 1000 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger zu ihrer Meinung über Zukunftstechniken im Straßenverkehr. Deutsche Autofahrer erwarten vom vernetzten Auto mehr Sicherheit und besseres Fortkommen: Gleich 90 Prozent aller Befragten halten es für wichtig, dass Unfall- und Gefahrenstellen dank IT-Vernetzung schneller weitergemeldet werden.

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Besserer Verkehrsfluss: Mehr als drei Viertel aller Befragten ist es wichtig, dass ihre Navigation ständig an die Verkehrssituation angepasst wird. Fast ebenso viele hoffen darauf, dass in Zukunft die Grünphasen von Ampeln an den tatsächlichen Verkehr angepasst werden. Rund 60 Prozent wollen sich automatisch zur nächsten Werkstätte leiten lassen, um Motorproblemen vorzubeugen.

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Geringes Interesse an Cloud-Daten: Die Verbindung der bordeigenen Navis mit Internet-Diensten ist für viele weniger entscheidend. Nur ein Viertel aller Befragten hält es für wichtig, unterwegs auch auf seine in der Cloud gespeicherten Musikstücke oder Filme zugreifen zu können. Automatische Statusmeldungen in sozialen Netzwerken sind überhaupt nur 20 Prozent aller Befragten wichtig. In China ist das anders: Da werden technische Spielereien schnell zu kaufentscheidenden Kriterium.

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Autonomes Fahren fasziniert: Mehr als die Hälfte aller Befragten würde die Kontrolle über Gas, Lenkung und Bremse aus der Hand geben. 51 Prozent halten es für wichtig oder sehr wichtig, dass ihr Auto künftig bei Bedarf selbständig die Steuerung übernimmt. "Das hat auch uns überrascht", meint Berthold Puchta, Autoexperte von CSC. "Es sollte die Automotive-Branche motivieren, nicht nur Entertainment-Angebote, sondern auch das autonome Fahren konsequent voranzutreiben."

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Geringe Zahlungsbereitschaft: Doch allzu viel ausgeben wollen die Autokäufer für die schöne, vernetzte Autowelt nicht. Knapp ein Drittel ist überhaupt nicht bereit dazu, dafür einen Aufpreis zu zahlen. Rund 32 Prozent aller Befragten wollen für ein gut vernetztes Fahrzeug maximal 1000 Euro drauflegen. Nur jeder neunte Befragte will dafür mehr als 2000 Euro zahlen.

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Viele Sicherheitsbedenken: Zwei Drittel fürchten, dass ihr vernetztes Auto aufgrund eines Hacker-Angriffs liegen bleiben könnte. 60 Prozent rechnen gar mit einem Unfall, der durch Hacker verursacht wird. Und sieben von zehn Befragten meinen, dass ihr Auto durch die Vernetzung anfälliger für Pannen wird. „Der Durchbruch des vernetzten Autos kann nur gelingen, wenn die Branche die Sicherheitsbedenken glaubhaft entkräften kann,“ meint CSC-Manager Puchta folgerichtig.

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Favorit Sprachsteuerung: Ins Zeug legen müssen sich die Hersteller auch noch beim Bedienkomfort: Mehr als ein Drittel aller Befragten will das vernetzte Auto am liebsten via Sprache steuern - und zwar über ein fest im Auto installiertes System. Fest installierte Touchscreens im Auto sagen 27 Prozent aller Befragten zu. Nur jeder zehnte will sein Smartphone zur Steuerung des vernetzten Autos verwenden - und 28 Prozent der Befragten ist die Art der Steuerung egal.

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