Übernahmen 2016 Von AT&T und Bayer bis Tesla

Die Aktionäre des US-Saatgutkonzerns Monsanto dürften heute der 66 Milliarden Dollar schweren Übernahme durch Bayer zustimmen. Auch für andere Unternehmen wurden 2016 gewaltige Summen geboten. Doch nicht alle Deals glückten.
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23. Mai: Chinesische Investoren greifen nach dem kriselnden Spezialmaschinenbauer Aixtron aus Herzogenrath bei Aachen. Der chinesische Fonds Fujian Grand Chip Investment bietet insgesamt gut 670 Millionen Euro. Aixtron baut Maschinen für die Halbleiterbranche. Doch Ende des Jahres blockiert US-Präsident Barack Obama den Deal wegen "Risiken für die nationale Sicherheit" der USA. Es ist erst das dritte Veto dieser Art seit 1990.

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16. Juni: Der chinesische Haushaltsgerätehersteller Midea legt seinen Übernahmeplan für den Industrieroboter-Bauer Kuka vor. Midea bewertet das Unternehmen mit 4,6 Milliarden Euro. Bis August erwerben die Chinesen rund 95 Prozent an Kuka.

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25. Juli: Der US-Telekomkonzern Verizon kündigt den Kauf des Web-Geschäfts von Internet-Pionier Yahoo für 4,8 Milliarden Dollar an. Der Deal gerät ins Wanken, nachdem bekannt wird, dass Yahoo bereits 2014 Daten von mindestens einer halben Milliarde Nutzer gestohlen wurden. Verizon wurde nicht darüber informiert. Noch ist unklar, ob es dennoch zur Übernahme kommt.

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1. August: Tech-Superstar Elon Musk baut sein Imperium aus. Der Elektroautohersteller Tesla kauft die Ökostromfirma SolarCity für rund 2,6 Milliarden US-Dollar. Kritiker werfen Tesla-Chef Musk Interessenkonflikte vor, da er zugleich größter Anteilseigner bei SolarCity ist. Zwei seiner Cousins hatten die Firma gegründet.

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3. August: Der Fernbus-Marktführer Flixbus kündigt die Übernahme des Konkurrenten Postbus an. Das Münchener Unternehmen steigert seinen Marktanteil damit auf etwa 80 Prozent. 2015 beförderten Fernbusse in Deutschland rund 20 Millionen Fahrgäste.

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14. September: Der Chemiekonzern Bayer sichert sich für einen nachgebesserten Preis von rund 66 Milliarden Dollar nach monatelangem Feilschen den US-Biotech- und Saatguthersteller Monsanto (im Bild Monsanto-Mitarbeiter im indischen Bangalore). Die bisher größte Übernahme durch ein deutsches Unternehmen macht Bayer zur weltweiten Nummer eins im Geschäft mit Agrarchemie. Zwar fehlen für den Deal noch zahlreiche Genehmigungen, weshalb ein Abschluss erst Ende 2017 erwartet wird. Eine Zustimmung der Aktionäre bei einer Versammlung am Dienstag gilt aber als sicher.

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28. September: Im boomenden Paketgeschäft streckt die Deutsche Post ihre Fühler jetzt auch nach Großbritannien aus. Mit dem britischen Konkurrenten UK Mail Group einigt sich das Unternehmen auf eine Übernahme. Den Kauf lässt sich die Post 242,7 Millionen britische Pfund (280 Millionen Euro) kosten.

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22. Oktober: Die größte Übernahme des Jahres kommt im Herbst: Der Telekom-Konzern AT&T schluckt Time Warner und stößt damit weit ins Mediengeschäft vor. Der Kaufpreis liegt bei 85,4 Milliarden US-Dollar zuzüglich mehr als 20 Milliarden Dollar Schulden. Zu Time Warner gehören der Pay-TV-Sender HBO, der Nachrichtensender CNN und das Hollywood-Studio Warner Bros.

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21.Oktober: Der Tabakkonzern British American Tobacco (BAT) will sich den Camel-Hersteller Reynolds American komplett einverleiben. BAT hält bereits 42,2 Prozent an Reynolds. Den Kauf der noch ausstehenden Anteile lässt sich BAT (Lucky Strike, Dunhill) insgesamt rund 47 Milliarden US-Dollar kosten. Der Kaufpreis soll teils in bar, teils in Aktien bezahlt werden.

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8. November: Der US-Elektroautohersteller Tesla setzt beim massiven Ausbau der Produktion auf deutsche Technik: Der Konzern kauft den Maschinenbauer Grohmann Engineering aus Prüm (Rheinland-Pfalz), der auf Anlagen für automatisierte Produktion spezialisiert ist. Ein Kaufpreis wird nicht bekannt.

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9. Dezember: Medienmogul Rupert Murdoch startet einen neuen Anlauf, den britischen Bezahl-TV-Anbieter Sky komplett zu übernehmen. Die Firma wird mit insgesamt 18,5 Milliarden Pfund bewertet.

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