Zahlreiche Branchen profitieren von US-Wahl Waffen, Öl, Pharma - diese Firmen gewinnen mit Trump

Donald Trump als US-Präsident - was bedeutet das für die Wirtschaft? Der Immobilien-Milliardär hat sich auch in den Unternehmen zuletzt viele Feinde gemacht, aber auch manche Freunde. Wir zeigen, wer unter Trump profitieren und wer verlieren könnte.
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So sieht der Wahlsieger aus - was kommt jetzt auf die Wirtschaft zu? Für manche Branchen hat Donald Trump klare Sympathien erkennen lassen - andere zittern jetzt um ihre Geschäfte.

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Diese Branchen könnten von einem Trump-Sieg profitieren

Pharmaunternehmen: Hillary Clinton hatte geplant, die Preise für Medikamente in den USA zu deckeln - diese Bedrohung für die Gewinnmargen der Pharmariesen ist unter Präsident Trump nun vom Tisch. Im US-Gesundheitssektor dürfte sich die Angst vor Preissenkungen legen - Preise zu begrenzen, entspricht nicht Trumps Wirtschaftsverständnis. Aktien von Bayer und FMC waren am Mittwoch die größten Gewinner im Dax, Papiere des Pharma-Riesen Pfizer legten in Europa um 4 Prozent zu. Neben der Pillenbranche freut sich auch die Waffenlobby über Präsident Trump ...

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Waffen: Trump wird von der mächtigen Waffenlobby NRA unterstützt. Das ist nicht weiter verwunderlich - der Präsidentschaftskandidat hat wiederholt einer noch stärkeren Bewaffnung der Bürger das Wort geredet - wenn alle bewaffnet seien, könnten sich auch alle besser vor Amokläufen oder Anschlägen schützen. Waffenhersteller Smith & Wesson legte am Tag nach der Wahl um 10 Prozent zu.

Aus anderen Gründen haben Rheinmetall-Aktien am Mittwoch an der Spitze des MDax um fast 4 Prozent zugelegt. Trump will die Außenpolitik ausschließlich an US-Interessen ausrichten. Das könnte am Ende andere Nato-Partner stärker fordern. Sie müssten selbst mehr Geld für Waffen ausgeben und ihre Rüstungsetats kräftig erhöhen. Rheinmetall ist vor allem auf dem europäischen Markt aktiv.

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Kohle: Frei heraus hat Trump erklärt, den Minenarbeitern in West Virginia und anderswo ihre Jobs zurückbringen. Schwächere Umweltauflagen als unter der Obama-Regierung sollen dieses Ziel ermöglichen. Aktien des angeschlagenen Kohlekonzerns Peabody schnellten nach Trumps Sieg um 20 Prozent in die Höhe.

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Fracking: Während Hillary Clinton vergleichsweise strenge Regeln fürs unkonventionelle Bohren nach Erdgas propagiert, will Trump die Branche nicht an die Kette nehmen. Der Förderboom könnte unter Trump somit weitergehen. Die Firmen könnten allerdings auch unter besseren Bedingungen für die Kohle leiden.

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Landwirtschaft: Große Agrarkonzerne dürften mit einem Präsidenten Trump gut klar kommen. Er hat sich gegen Beschränkungen für gentechnisch verändertes Saatgut und gegen höhere Grundbesitzsteuern ausgesprochen. So legte Bayer nach dem Trump-Sieg um 3 Prozent zu. Die Leverkusener wollen US-Saatgutkonzern Monsanto übernehmen.

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Öl: Trump zeigt praktisch keine Ambitionen, den Verbrauch fossiler Brennstoffe wie Öl zu drosseln. Stattdessen will er Steuern und Abgaben für die Branche senken. Die Firmen und ihre Angestellten bleiben allerdings skeptisch gegenüber Trump - und spenden ihm laut "Wall Street Journal" weniger als Hillary Clinton. Schlecht für die Branche: Der Ölpreis gab kurzfristig nach, weil Investoren Nachteile durch Trumps Sieg für die Weltwirtschaft befürchten.

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Bauwirtschaft: Trump will Verkehrsprojekte in dreistelliger Milliardenhöhe fördern. Dafür würde er vermutlich klassische Konjunkturpakete auflegen. Heidelcement-Aktien gehörten zu den Gewinnern nach der Wahl.

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Und diese Branchen fürchten einen Trump-Sieg

Reedereien: Als erklärter Freihandels-Gegner ist Trump faktisch ein Feind der Schifffahrtsbranche. Mehr Zölle, weniger Handelsabkommen - all dies ist Gift für diese Industrie.

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Erneuerbare Energien: Trump hat staatlich verordneten Ausbauplänen für Windkraft, Solar und Co. eine klare Absage erteilt. Vor allem den so genannten Clean Power Plan der Regierung Obama will er kippen. Damit verlöre der rasante Boom der erneuerbaren Energien in den USA zumindest an Schwung. Europäische Aktien aus der Erneuerbare-Energien-Branche verloren bereits deutlich, darunter die Windradbauer Nordex und Vestas um mehr als 5 Prozent.

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Auto: An der Mailänder Börse brachen Fiat Chrysler um 8 Prozent auf 5,90 Euro ein. Der Hersteller sei mit einem Umsatzanteil von 48 Prozent wie kein anderer in Europa vom amerikanischen Markt abhängig, erklärte die Citibank.

Auch die deutschen Hersteller Volkswagen, BMW und Daimler gerieten unter die Räder und verloren bis zu 5,8 Prozent. Trump will die illegale Einwanderung über die mexikanische Grenze eindämmen und plant Strafzölle auf Waren des südlichen Nachbarstaates. Die deutschen Konzerne haben in der Hoffnung auf kostenfreie Exporte in die USA massiv in Produktionsstätten in Mexiko investiert.

Trump hatte im Wahlkampf auch einen Kleinkrieg mit Ford geführt. Der Präsidentschaftskandidat unterstellte dem Unternehmen, alle seine Angestellten entlassen zu wollen und die Produktion in Mexiko wieder aufzubauen. Ford weist das zurück. Dennoch plant Trump einen Strafzoll von 35 Prozent auf importierte Autos. Darunter würden auch Wagen von US-Herstellern fallen, die sie in anderen Ländern für den US-Markt fertigen lassen.

Auch Elektroautobauer Tesla verlor etwa 5 Prozent. Investoren befürchten, dass Trump Steuervorteile für die Batteriewagen abschafft.

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