Zwei Tage im Toyota Mirai Das haben unsere Redakteure bei der Wasserstoff-Expedition erlebt

Zwei Tage lang sind unsere Redakteure Wilfried Eckl-Dorna und Nils-Viktor Sorge im Wasserstoffauto Toyota Mirai durch Deutschland gedampft. Wir zeigen die Höhepunkte der zum Teil abenteuerlichen Fahrt in Bildern.
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Abfahrt im Hamburger Morgennebel: An der Vattenfall-Wasserstofftankstelle beginnt die zweitägige Expedition im Brennstoffzellenauto Toyota Mirai für die mm.de-Redakteure Wilfried Eckl-Dorna (l.) und Nils-Viktor Sorge.

Foto: manager magazin online
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Die Route soll über Berlin, Geiselwind bei Würzburg, Mainz und das Ruhrgebiet zurück nach Hamburg führen. Gute Planung ist alles - das Netz von Wasserstofftankstellen ist noch weit. An den grünen Standorten ist zapfen möglich, an den grauen sollen bald Tankstellen entstehen. Die roten Symbole stehen für Stationen, die nicht in Betrieb sind.

Foto: cleanenergypartnership.de
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Das Tanken selbst ist einfach. Es dauert nur wenige Minuten bis sich 700 Bar Druck aufgebaut haben und der Wasserstoff in die zwei Tanks des Mirai fließen kann.

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Wir wechseln uns ab - einer fährt, einer füllt den Live-Ticker. Unser erster Eindruck auf der Strecke nach Berlin. Sobald der Mirai etwa 120 Stundenkilometer oder schneller fährt, schnellt der Verbrauch deutlich in die Höhe. Die 300 Kilometer nach Berlin stellen bei zügiger Fahrweise jedoch kein Problem dar. Es ist beeindruckend und beinahe surreal, mit einem Auto über die Autobahn zu sprinten, aus dessen Auspuff lediglich Wasser kommt.

Foto: manager magazin online
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In Berlin warten die Tesla-Fahrer Hansjörg Eberhard von Gemmingen (2.v.l.) und Fabian Becker (3.v.l.) auf uns. Wir starten zu einer Vergleichsfahrt mit zwei Teslas: Wer kommt auf den 450 Kilometern nach Geiselwind eher ans Ziel - der wasserstoffbetriebene Toyota Mirai oder ein batterie-elektrischer Tesla? Alle Fahrzeuge haben eine offizielle Reichweite von etwa 500 Kilometern. Wer zu schnell fährt, schafft es möglicherweise gar nicht bis ans Ziel - weil Tank beziehungsweise Batterie leer ist.

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Das gilt allerdings nicht für Tesla-Fahrer Becker (rot markiert). Er darf als einziger zweimal auf der Strecke Strom nachtanken. Das kostet zwar Zeit, doch dafür kann er schneller fahren. Tesla-Fahrer von Gemmingen (violett) muss wie wir im Mirai (blau) mit einer Energieladung auskommen.

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Nun muss der MIrai zeigen, was er kann: Ist die große Reichweite wirklich die Stärke eines Brennstoffzellen-Autos?

Foto: Becker
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Tesla-Fahrer von Gemmingen hat seine Batterie schon auf 180.000 Kilometern beansprucht - und ist dennoch zuversichtlich, ans Ziel zu kommen.

Foto: Becker
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Als erster in Geiselwind kommt Schnellfahrer Becker an - mit deutlichem Vorsprung. Der Mirai und der andere Tesla liefern sich bis kurz vor Schluss ein enges "Rennen" - lange bei etwa 90 Stundenkilometer und manchmal im Windschatten von Lkws, um Energie zu sparen. Erst am Schluss spurten beide ans Ziel - doch wir im Mirai verpassen die Ausfahrt und erreichen somit nur Platz drei. Immerhin ist unser Tank trotz der zusätzlichen 20 Kilometer immer noch nicht leer!

Foto: Becker
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In Geiselwind warteten bereits zahlreiche User, die die Fahrt auf manager-magazin.de verfolgt hatten.

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Überraschung am Dienstag morgen: Der Mirai ist zugefroren. Er kommt aber schnell auf Touren und bringt uns nach Mainz.

Foto: manager magazin online
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Dort empfangen uns Kai Abkemeier (r.) und Wolfgang Schröder von Linde an der größten Power-to-Gas-Anlage der Welt, die nach dem Protonen-Austausch-Membran-Prinzip funktioniert. Die kleine Fabrik stellt Wasserstoff aus Wasser und Strom her und liefert damit den Treibstoff für den Toyota Mirai.

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Die Anlage soll gleichzeitig das Stromnetz stabilisieren: Immer wenn zu viel Elektrizität anfällt - etwa aus Windrädern bei Sturm - springt sie an und nutzt den Überfluss-Strom, um günstig Wasserstoff herzustellen. Das Verfahren ist immerhin so weit entwickelt, dass sich der Wasserstoff für etwa fünf Euro pro Kilogramm herstellen lässt (Tankstellenpreis: 9,50 Euro). Allerdings muss die Anlage dafür gut ausgelastet sein, und der benötigte Strom muss von Netzentgelten und anderen Abgaben befreit sein.

Foto: manager magazin online
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Von Mainz geht die Fahrt weiter in Richtung Lünen bei Dortmund. Dort wollen wir Daimler-Chef Dieter Zetsche und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) treffen. Sie eröffnen einen Batteriespeicher aus alten Elektroauto-Batterien. Wir wollen wissen, wie es die beiden mit dem Wasserstoff halten. Daimler hat die Einführung seiner Brennstoffzellenautos immer weiter verzögert - etwa auf den St. Nimmerleistag?

Foto: Hannelore Foerster/ Getty Images
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Doch ein langer Tankstopp weit abseits der Autobahn in Düsseldorf sowie der notorische Ruhrgebietsstau (das Foto zeigt dichten Verkehr am Vortag in Sachsen) durchkreuzen unseren Plan. Wir können den Termin nicht einhalten. Statt nach Lünen fahren wir bei Sonnenuntergang direkt nach Hamburg zurück, wo wir gegen 22 Uhr eintreffen.

Foto: manager magazin online