Knapp 2,3 Millionen Euro ausgeschüttet Die Tour-de-France-Fahrer im Prämien-Ranking

Die einen verdienen Millionen, die anderen einen Mindestlohn - schon die reguläre Bezahlung der Tour-de-France-Fahrer offenbart weite Unterschiede. Auch bei den Prämien werden die Teams höchst unterschiedlich bedacht. Wer was bekommt und wie viel bei den Fahrern landet - eine Übersicht:
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Mit dem erwartbaren, aber doch unerwarteten Sieg eines Fahrers des britischen Teams Sky ist am Sonntag die Tour de France zu Ende gegangen. Nicht der Seriensieger der vergangenen Jahre, Christopher Froome (rechts), sondern sein walisischer Kollege Geraint Thomas (Mitte) trug das "maillot jaune", das gelbe Trikot des Gesamtführenden, nach Paris - und verpasste sich und seinem Team damit einen warmen Geldregen.

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Allein für Thomas' Sieg überweist der Veranstalter Amaury Sport Organisation, kurz ASO, 500.000 Euro an Sky. Weitere Prämien werden für seine zwei Etappensiege, für seine im gelben Trikot verbrachten Renntage und auch für Christopher Froomes dritten Rang in der Gesamtwertung fällig. Insgesamt kommt die Equipe laut verschiedenen Medienberichten so auf 738.630 Euro, die üblicherweise auf die acht Fahrer eines Teams und andere Mannschaftsmitglieder aufgeteilt werden.

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Bei den Fahrern selbst kommt ein vergleichsweise kleiner Teil der Siegprämien an, rechnet etwa das Radsportblog "The Inner Ring"  vor: Abgezogen würden etwa Beiträge, mit denen die Fahrergewerkschaft CPA und die Anti-Doping-Organisation CADF finanziert würden, dazu Steuern und mögliche Strafzahlungen wegen Fehlverhaltens im Rennen. Nach weiteren Abgaben blieben so von 10.000 fiktiven Euro pro Fahrer etwa 571 Euro übrig.

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Auf Platz 2 im Prämienranking steht das deutsche Team Sunweb, das vom gleichnamigen Reiseveranstalter finanziert wird. Sunwebs Prämientopf - 245.280 Euro - besteht zu überwiegenden Teilen aus den 200.000 Euro, die der Veranstalter ASO dem Holländer Tom Dumoulin für dessen zweiten Platz im Gesamtranking zugesprochen hat.

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Der Holländer Steven Kruijswijk (Foto) und der Slowene Primoz Roglic sind überraschend unter die Top 5 der Tour gefahren - ihr Team Lotto NL-Jumbo profitiert zudem von Etappensiegen des Sprinters Dylan Groenewegen. Macht insgesamt 190.980 Euro.

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Deutschlands zweiter Rennstall bei der Tour, die Mannschaft Bora-Hansgrohe um den slowakischen Topsprinter Peter Sagan, schafft es ebenfalls unter die Mannschaften mit mehr als 100.000 Euro Prämie. Für Sagans grünes Trikot und seine Etappensiege überweist die ASO 125.900 Euro an das Team, das für seine Finanziers Dunstabzüge und Sanitäreinrichtungen bewirbt.

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Mit Movistar (im Bild) und dem Team UAE Emirates werden zwei weiteren Mannschaften mehr als 100.000 Euro ausgezahlt - bei einigen anderen Teams reichen die Prämien indes nicht einmal, um die teure Ausrüstung eines Fahrers zu bezahlen:

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So erhalten die pinkgewandeten Fahrer vom Team EF Education First - Drapac presented by Cannondale magere 14.420 Euro aus dem Prämientopf - etwas mehr, als ein Profirad kostet. Der Werbenutzen des Engagements in Frankreich dürfte allerdings wesentlich höher gewesen sein: EF-Fahrer Lawson Craddock hatte schon auf der ersten Etappe einen Bruch in der Schulter erlitten und die Rundfahrt unter den Augen der Sportwelt trotzdem beendet.

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