Sommer der Rache Wie Tesla-Chef Elon Musk seine Kritiker vorführt

Vom Loser zum Abräumer: Tesla-Chef Elon Musk hat einen Lauf. Im Wochenrhytmus straft er Skeptiker Lügen, die der Firma und Elektroautos insgesamt einen schnellen Tod vorhersagten. manager magazin dokumentiert Musks Sommer der Rache.
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Aufbruch in eine neue Zeit oder Hype? Tesla sorgt in den USA derzeit für Aufregung. Das kalifornische Unternehmen mit Elon Musk an der Spitze will den Elektroautos mit einem Kraftakt zum Durchbruch verhelfen. Dazu gehört der flächendeckende Ausbau des Ladenetzes (Bild: Eröffnung einer der ersten Stationen in Kalifornien).

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Schon Ende des Jahres sollen Tesla-Besitzer dank des Ladenetzes komfortabel von Los Angeles bis New York fahren können. In 20 Minuten lässt sich Strom für drei Stunden Weiterfahrt laden. Die Elektrizität an den mit Solarenergie betriebenen Supercharger-Stationen gibt Tesla kostenlos ab - für immer.

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Das ist zumindest das Versprechen von Tesla-Chef Elon Musk. Der 41-Jährige hat derzeit einen Lauf. Von einem "Sommer der Rache" ist in den USA die Rede - Musk straft seine Kritiker und Elektroauto-Skeptiker mit immer neuen Aktionen und Ankündigungen Lügen.

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Der folgenreichste Coup gelang Musk im ersten Quartal des Jahres: Das Unternehmen verkaufte mehr Autos als erwartet und fuhr in die Gewinnzone. Obwohl Tesla die selbst gesteckten Ziele nur knapp übertraf, reagierte die Börse euphorisch - der Kurs hat sich zwischen Januar und Juli verdreifacht. Im August meldete der Autobauer erneut einen kleinen Quartalsgewinn (ex Sonderkosten) - die Aktie kletterte weiter und hat sich seit Januar bereits vervierfacht.

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Kurz nach der Gewinnmeldung für das erste Quartal des Jahres veröffentlichte das hoch angesehene Verbrauchermagazin Consumer Reports seine Bewertung des Model S - es erzielte die beste jemals vergebene Note. Der Wagen punktet bei der Kundschaft weniger als Ökomobil, sondern mit außergewöhnlichen Fahreigenschaften. Der Wagen beschleunigt schneller als seine Konkurrenten mit Verbrennungsmotor und liegt dank gleichmäßig verteilter Akkus besonders gut auf der Straße.

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Aufsehen erregt der überdimensionale Touchscreen, auf dem der Fahrer sämtliche Funktionen des Fahrzeugs kontrolliert.

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Weil das Auto Strom statt Benzin tankt, gaben Kritiker Tesla lange Zeit keine Chance. Der Markt sei dafür nicht vorhanden, Subventionen und Kredite des Staates rausgeschmissenens Geld. Ihren Höhepunkt erreichten die Schmähungen im Wahlkampf 2012...

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... damals beschimpfte Mitt Romney, Kandidat der Republikaner, Tesla als "Loser". Weiterhin orakelte er, Autos könnten niemals mit erneuerbaren Energien betrieben werden, weil man ja kein Windrad aufs Dach bauen könne.

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Der aktuelle Erfolg von Tesla ist hingegen eine Genugtuung für Präsident Barack Obama. Dass Tesla seinen 465-Millionen-Dollar-Kredit frühzeitig mit Zinsen zurück gezahlt hat, lässt sein Programm zur Förderung von sauberen Technologien in einem besseren Licht erscheinen. Zuvor hatte es einige Pleiten wie die des Solarherstellers Solyndra gegeben.

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Im kommenden Jahr will Tesla das nächste Fahrzeug, das Model X, auf den Markt bringen. Mit dem Allrad-Wagen will das Unternehmen auch das Rückruf-Risiko etwas minimieren, das sich aus der Tatsache ergibt, dass das Model S derzeit der einzige Wagen ist. Im August soll der Verkauf in Europa starten.

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