Elektromobilität Deutsche Autobauer erhöhen das Tempo für ihre Tesla-Fighter

Der kalifornische Elektroauto-Pionier Tesla will in zehn Jahren auch E-Busse und E-Trucks bauen - die deutschen Autohersteller beschleunigen derweil ihre Elektroauto-Pläne: Daimler, Audi, BMW, aber auch VW und Opel investieren nun kräftig in Elektroautos. Bis 2020 sollen zahlreiche Stromer-Modelle marktreif sein und Tesla den Saft abzapfen. Wir zeigen, wer wann losfahren will.
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Angriff auf die deutschen Premiumauto-Bauer: Teslas schnellstes Model S beschleunigt künftig von 0 auf 100 Stundenkilometer in 2,7 Sekunden. Damit der 152.000-Euro-Wagen das spurtstärkste Serienfahrzeug überhaupt. Die Reichweite beträgt nach Herstellerangaben bis zu 613 Kilometer - bei gemäßigtem Tempo.

Foto: Tesla
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Auch Teslas SUV Model X ist künftig schneller (0 auf 100: 3,1 Sekunden, Reichweite 542 Kilometer). Damit wirken die Pläne der deutschen Edelkarossen-Hersteller für eigene Elektroautos schon leicht veraltet, wie unsere Übersicht zeigt:

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So setzt Audi-Chef Rupert Stadler seine Marke unter Strom: Bis 2020 sollen die Ingolstädter drei Elektroauto-Modelle am Start haben. Bis 2025 sollen Elektroautos ein Viertel des Audi-Gesamtabsatzes ausmachen. Den Prototypen des ersten geplanten Tesla-Fighters aus Bayern hat Stadler bereits auf der IAA 2015 vorgestellt ...

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... mit dem den E-Tron Quattro, der ab Ende 2018 erhältlich sein wird, bläst Audi zum Kampf auf Teslas Model X. Die Serienversion des E-Audis soll den Namen Q6 e-tron bekommen und wird ab 2018 in Brüssel gebaut ...

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... mit einer Batterieladung soll der Audi unter Alltagsbedingungen mehr als 500 Kilometer weit fahren und in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Zu den Preisen schweigt sich Audi noch aus, sie dürften sich aber am direkten Konkurrenten, Teslas Elektro SUV Model X, orientieren. Details zu den weiteren zwei geplanten E-Modellen verriet Stadler aber noch nicht. Geheimnisvoll, aber entschlossen ...

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... gibt sich auch Daimler: Aktuell haben die Schwaben nur die E-Version der kompakten B-Klasse (im Bild) anzubieten. Das soll sich schnell ändern: Im September wird Daimler in Paris einen neuen Elektroauto-Prototypen mit 500 Kilometern Reichweite vorstellen. Das E-Modell ...

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... soll noch vor 2020 auf den Markt kommen. Gerüchten zufolge plant Mercedes bereits eine ganze Elektroauto-Familie. Laut Daimler-Chef Dieter Zetsche haben die Schwaben die Entwicklung von E-Autos beschleunigt und ihre Planung angepasst. Das verriet er jüngst der "Wirtschaftswoche". Daimler wolle seine "Aktivitäten rund um die Elektromobilität deutlich ausweiten", erklärte Zetsche.

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Auch BMW arbeitet aktuell an einem Tesla-Fighter - zunächst offenbar auf Limousinenbasis. Mit dem Sportwagen BMW i8, der Elektro- und Benzinmotor kombiniert, haben die Bayern einen eingermaßen umweltfreundlichen Sportwagen im Programm. Dessen Technik könnte BMW auch für eine Limousine nutzen ...

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... in Arbeit ist Fachpresse-Artikeln zufolge eine viertürige E-Limousine mit dem Arbeitstitel i5. Sie soll früheren Berichten zufolge wie der i8 einen Hybridantrieb erhalten. Gegenüber dem manager magazin sprach BMW-Chef Krüger von einer Stromauto-Offensive - und kündigte ein weiteres Elektroauto der i-Familie an.

Foto: BMW
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Porsche fährt zu Ende des Jahrzehnts gegen Teslas Model S und dessen geplanten neuen Roadster an. Der vorerst Porsche Mission E getaufte Stromer der Zuffenhausener bietet 600 PS und soll mit einer Akkuladung 500 Kilometer weit kommen. Bis 2019 oder 2020 soll der Elektro-Porsche auf der Straße sein: Der Autobauer will zu diesem Zweck rund 1600 Jobs für Auto- und IT-Spezialisten zusätzlich schaffen, um die Mission E zu erfüllen.

Foto: Porsche
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In 15 Minuten, so verspricht Porsche, lässt sich die Batterie zu 80 Prozent laden. Fix ist, dass das Auto in Serie gebaut wird - vor 2019 wird es aber nicht erhältlich sein.

Foto: Porsche
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Auch die große Mutter von Porsche, der Volkswagen-Konzern, setzt auf eine großangelegte Elektroauto-Offensive. In weniger als zehn Jahren soll ein Viertel des Konzernabsatzes von Elektroautos stammen, Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller will dann über alle Marken hinweg 30 E-Modelle anbieten. Einen Vorgeschmack auf künftige Fahrzeuge ...

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... gab VW-Markenchef Herbert Diess Anfang 2016 in Las Vegas. Auf der dortigen Elektronikmesse CES stellte er VWs E-Auto-Studie BUDD-e vor. Medienberichten zufolge will VW 2019 mit einem Serienfahrzeug in den Markt starten. Das soll mit 500 Kilometern Reichweite punkten - und obendrein noch günstig sein. Schlagen will VW damit etwa ...

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... Opel, denn die Rüsselsheimer bereiten einen Blitzstart bei reinen E-Autos vor. Bereits im Jahr 2017 wird Opel den Ampera-e auf den Markt bringen - ein fünftüriges Elektroauto. Für den Wagen verspricht Opel eine größere Reichweite als die meisten anderen Elektroautos und einen erschwinglichen Preis. Anhaltspunkte dafür gibt es bereits in den USA ...

Foto: Adam Opel AG
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... dort bringt die GM-Marke Chevrolet Anfang 2017 den Chevrolet Bolt auf den Markt, dessen Technologie Opel in großen Teilen für den Ampera-e nutzen wird. Der Bolt will mit einer Reichweite von 320 Kilometern und Preisen ab 37.500 Dollar (rund 33.000 Euro) auf Kundenfang gehen.

Foto: GM
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Chevrolet und Opel zielen mit ihren kompakten Stromern direkt auf Teslas neuesten Streich - das Model 3. Anfang März hat Tesla-Chef Elon Musk (im Bild) den kompakten E-Wagen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Teslas drittes, deutlich günstigeres Modell soll Ende 2017 in den Handel kommen ...

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... 35.000 Dollar soll der Wagen kosten, mit dem Tesla-Chef Elon Musk die Mittelklasse aufrollen will - und der eine Reichweite von mindestens 340 Kilometern im Akku hat. Auffällig an dem Wagen sind sein ausladendes Coupé-Heck und der lamellenfreie Kühlergrill, sogar die Basisversion ist in 6 Sekunden auf 100 km/h. Für den Wagen liegen Tesla bereits hunderttausende Reservierungen vor.

Foto: Tesla
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Doch erstmal muss Tesla die Produktion seines Elektro-SUV Model X in den Griff kriegen. Da lagen die Kalifornier zuletzt leicht unter Plan. Der bullige Wagen mit den auffälligen Flügeltüren ist den USA ab 80.000 Dollar zu haben. Auto-Pilotfunktionen und diverse Assistenzsysteme gibt es gegen vergleichsweise moderate Aufpreise.

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Zwei Größenklassen unterhalb des Model X lädt auch der US-Hersteller Ford nach: Noch in diesem Jahr wollen die Amerikaner den Focus Electric aufpolieren - mit deutlich mehr Reichweite und kürzeren Ladezeiten. Bis 2020 investiert Ford 4,5 Milliarden Dollar in 13 neue Modelle mit Elektro- und Hybridantrieb. Ob diese Autos Tesla in seiner Nobel-Nische gefährden können, wird sich zeigen.

Foto: Ford
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Auch aus Japan bekommt Tesla Gegenwind: Nissan packt seinem Elektroauto Leaf mehr Reichweite in den Unterboden - wohl nicht ganz zufällig gerade jetzt. Der Kompaktwagen hat eine neue Batterie an Bord, mit der das Auto nach offizieller NEFZ-Messung rund 250 Kilometer weit elektrisch fährt. Gegen das Model 3 zieht der Leaf zwar nach wie vor den Kürzeren. Doch der Reichweiten-Abstand ist merklich kleiner geworden.

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