Terroralarm in Sydney Café der Angst

Seit Stunden werden in einem Lindt-Café im Zentrum von Sydney Dutzende Menschen gefangen gehalten. Der bewaffnete Täter soll aus radikalislamischen Motiven handeln. Die Ereignisse in Bildern.
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Ein Moment der Erleichterung nach Stunden der Angst: Seit dem frühen Vormittag (Ortszeit) hält in Sydney ein Unbekannter mehrere Menschen in einem Café in der Innenstadt gefangen. Diese junge Angestellte des Lindt-Cafés konnte sich nach mehreren Stunden Geisalnahme am frühen Abend in die Freiheit retten.

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Im Lindt-Café werden mehr als ein Dutzend Menschen festgehalten. Die Polizei geht von weniger als 30 Menschen aus. Der Täter zwingt die Geiseln, eine Fahne ans Fenster zu halten.

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Der mutmaßliche Geiselnehmer auf einer Videoaufnahme: Die Ermittler wissen bislang nicht, wer der Mann ist. Klar ist offenbar nur, dass er ein Schusswaffe hat und mehrere Geiseln aufforderte, bei australischen Medien anzurufen, um seine Forderungen öffentlich zu machen. Demnach will er in einer Live-Übertragung mit dem australischen Premierminister Tony Abbott sprechen.

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Die Fahne im Fokus: In weißen Buchstaben steht darauf auf Arabisch das muslimische Glaubensbekenntnis: "Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist der Bote Gottes." Das allein hat nichts mit Radikalismus zu tun. Die Farbwahl Weiß auf Schwarz signalisiert, dass es sich um Kriegszeiten handelt, in denen Muslime bedroht werden. Oft verwenden dschihadistische Gruppen diese Symbolik. Lesen Sie hier einen Hintergrund zur Symbolik. Berichten zufolge verlangte der Geiselnehmer nach einer Flagge der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

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Das Café Lindt liegt am Martin Place, mitten im belebten Geschäftsviertel der Stadt. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort und hat die Umgebung rund um das Café abgesichert. Hier sichern Mitglieder eines Spezialkommandos eine Straße nahe dem Café.

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Dutzende Firmen haben am Martin Place ihren Sitz. Benachbarte Bürogebäude wurden evakuiert, hier verlassen Angestellte die Gefahrenzone. Der Täter wählte ein sogenanntes weiches Ziel: nicht gesichert, voller Menschen, mitten in der Stadt.

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Am Martin Place versammelten sich Dutzende Zuschauer, die den Verlauf der Geiselnahme beobachteten. Vielen, die aus den umliegenden Bürohäusern evakuiert worden waren, blieb auch gar nichts anderes übrig als dort auszuharren, schreibt SPIEGEL-ONLINE-Korrespondentin Verena Töpper aus Sydney. Die U-Bahn in die östlichen Vororte war zwischenzeitlich komplett eingestellt, die Taxidienste seien völlig überlastet.

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Treffpunkt Hyde Park: Mitarbeiter, die ihre Büros verlassen mussten, wurden aufgerufen, sich im nahe gelegenen Hyde Park zu versammeln.

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Fünf Geisel konnten mittlerweile in die Freiheit gelangen. Hier geben die Einsatzkräfte den Entkommenden Anweisungen, wohin sie laufen sollen.

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Zunächst waren männliche Geiseln frei gekommen.

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Die beiden Männer rannten Richtung Spezialkommando...

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... und brachten sich dann hinter den Einsatzkräften in Sicherheit.

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Diese junge Frau rette sich in die Freiheit, der Schürze zufolge handelt es sich um eine Mitarbeiterin des Lindt-Cafés. Die Polizei scheint davon auszugehen, dass sich die Geiselnahme bis in die Nacht (Ortszeit) hinziehen könnte.

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Ein TV-Reporter vor der Absperrung: Viele Australier fragen sich nun, warum dies ausgerechnet in ihrem Land geschieht. Im ganzen Land sei man fassungslos, schreibt Australien-Korrespondentin Verena Töpper. Lesen Sie einen Bericht zu der Reaktion der Australier hier.

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Schaulustige in Sydney: Einige haben Selfies vom Einsatzort gemacht und in sozialen Netzwerken verbreitet. Die Bilder haben in Australien einen Aufschrei ausgelöst: Wie kann man nur so taktlos sein? Lesen Sie die Reaktionen hier.

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Ministerpräsident Tony Abbott bei einer Pressekonferenz: Der Vorfall sei "sehr beunruhigend", die australischen Sicherheitskräfte seien aber bestens trainiert und ausgerüstet, um damit umzugehen, so Abbott.

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Polizei-Verhandler stünden jetzt in Kontakt mit dem Täter, sagte die stellvertretende Polizeichefin Catherine Burn. "Das mag eine Weile dauern." Oberste Priorität sei es, den Zwischenfall friedlich zu beenden. Die Polizei sei noch dabei, Herkunft und Motivation des Mannes zu klären.

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Polizisten patrouillieren auch in Sydneys Innenstadt, hier vor der berühmten Harbour Bridge. Seit dem 12. September gilt in Australien erhöhte Terrorgefahr. Nach Geheimdiensterkenntnissen hatten Extremisten geplant, in Australien einen beliebigen Passanten auf der Straße zu enthaupten und die Gräueltat per Video im Internet zu verbreiten. Die australische Polizei startete daraufhin die größte Anti-Terror-Razzia ihrer Geschichte und entzog mindestens 60 bekannten Extremisten die Pässe, damit sie nicht zur Unterstützung des IS nach Syrien reisen.

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