Typologie der Schiffseigner Die Superreichen und ihre Super-Yachten

Oracle-Gründer Larry Ellison hat eine, Roman Abramowitsch sowieso. Aber gibt es auch so etwas wie den Durchschnittseigner eines solchen Dickschiffs? Eine Art Typologie? Wealth X und Camper & Nicholson haben die entsprechenden Zahlen gewälzt.
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Die Eigner von Super-Yachten, im Bild Larry Ellison, sind auf jeden Fall eine rare Spezies. Wealth X und Camper & Nicholson zählen dazu die "UHNWI", die Ultra High Net Worth Individuals. Zu diesem Zirkel zählt, wer mehr als 30 Millionen Dollar locker machen kann. Deren Zahl ist gar nicht so klein ...

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Weltweit gibt es 211.955 Ultrareiche (UHNWI). Das entspricht einem Anteil von 0,003 Prozent der Bevölkerung, rechnen die Studien-Autoren vor. Enger wird es da schon bei den Milliardären. Von ihnen gibt es weltweit 2.405. Und viele erfreuen sich nicht nur an teuren Autos, sondern auch an exklusiven Superyachten.

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3,1 Milliarden Dollar besitzt ein UHNWI aus der Schwergewichts-Milliardenklasse im Schnitt, davon sind 690 Millionen Dollar liquide - also in der Einkaufskasse. Dem steht ein durchschnittlicher Kaufpreis einer Superyacht in Höhe von 10 Millionen Dollar gegenüber.
In aller Regel sind es übrigens Motoryachten. 4740 motorisierte Yachten stehen 736 Seglern gegenüber, gemessen an der weltweiten Flotte. Und 2015 wurden 134 solcher Motorboote ausgeliefert. Bei Seglerschiffen lag diese Zahl nur bei 12.

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Die Freude am Motor zeigt sich übrigens auch in der Größe. 41 Meter beträgt die durchschnittliche Länge der Motoryacht, bei Seglern liegt sie bei 39 Metern.
Ausweislich der Orderbücher der Reedereien bleibt der Abstand erhalten. 153 Motoryachten wurden 2015 bestellt, aber nur 13 Segelboote. 49 Meter groß sollen die Segler im Schnitt werden, 50 Meter die Motorboote.

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Das Durchschnittsalter der hochvermögenden potentiellen Superyacht-Käufer liegt übrigens bei 63 Jahren. Gibt es auch junge Wilde an Deck? Unter 35 Jahren Jahre alt sind nur 1 Prozent der UHNWIs.
86 Prozent dieser Gruppe sind übrigens verheiratet, 55 Prozent haben ihr Vermögen selbst gemacht.

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Superyacht als Schnäppchen: Offenbar achten selbst die Superreichen auf den Preis ihrer Boote. Denn der durchschnittliche Preis der verkauften Motoryacht ist in den vergangenen Jahren gesunken. In Zahlen: 2011 wurden noch grob 16 Millionen Dollar gezahlt, 2012 14 Millionen, 2013 13 Millionen und 12 Millionen waren es 2014. Und 2015 eben nur noch 10 Millionen Dollar. Das Geld sitzt nicht mehr gar so locker.

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Die größten Verkäufe des Jahres 2015? Zum Beispiel mit 133,8 Metern die "Serene" (im Bild), eine italienische Yacht. Über deren Preis spricht man nicht.

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Oder eben auch die "Red Dragon" mit ihren 51,7 Metern Länge. Verkauft für 17.959.000 Dollar. Im Bild übrigens die "Twizzzle" - sie ist sogar jedem zugänglich. Der 203.000 Dollar pro Woche für die Charter ausgeben kann und mag.

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Wo kommen die Yachten her? Zumeist aus Europa, auf diese einfache Antwort lässt sich die Studie kondensieren. 31 Prozent stammen aus Italien, 13 Prozent aus den Niederlanden, 6 Prozent aus Großbritannien und 4 Prozent aus Deutschland. Die Türkei bringt es auf eine Anteil von 7 Prozent, die USA auf 17 Prozent.
Die Yacht im Bild gehört angeblich Andrey Melnichenko. Angesichts der 120 Meter länge ein spektakulär kurzer Name, nämlich A. Erbaut wurde sie übrigens in Deutschland, bei der Howaldtswerke-Deutsche Werft.

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Was für ein exklusives Geschäft! Dachte sich vermutlich auch Shandong Heavy Industry. Und kaufte 2012 prompt die italienische Ferretti-Gruppe. Shandong vertreibt unter anderem Nutzfahrzeuge für den chinesischen Markt.

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In Deutschland segelt man übrigens, sofern das nötige Kleingeld vorhanden ist. Motorboote? Lieber nicht.
Am Wind dann gern exklusiv, Hauptsache Hightech. Die Visione, die Yacht von Hasso Plattner, soll bei 45 Länge nur 100 Tonnen wiegen. Ein Nichts im Regatta-Geschehen.

Foto: Rolex / Carlo Borlenghi