Konzeptwagen Prologue Audis wichtigstes Designstatement für Jahre

Sportliche Linienführung statt verwechselbarer Formen: Nichts weniger als eine Revolution will der neue Chefdesigner Marc Lichte bei Audi anzetteln. Der Konzeptwagen Prologue gibt nun einen Ausblick auf das Audi-Design der Zukunft - und zeigt, was Ingolstadt außen und innen ändern will.
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Diese Studie soll Audi den Weg in eine formschönere Zukunft weisen: Auf der Autoshow in Los Angeles enthüllte der Ingolstädter Hersteller ein Coupé, das laut Audi der "Urmeter der künftigen Designsprache" sein soll.

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Subtilität ist bei solchen Auftritten weniger angesagt. "Prologue", also Vorspiel, nennt Audi die wuchtige Studie, die einen Vorgeschmack auf das künftige Audi-Design geben soll. Statt vieler voluminöser Rundungen hat der neue Audi einige markante Knicke...

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...die Karosserie ist flacher als der aktuelle Audi A8, mit 5,10 Metern ziemlich lang - und der Kühlergrill zieht sich stärker in die Breite als bei aktuellen Modellen. Das betont die vier Räder. Audi stehe schließlich für den Quattro-Antrieb, meint der neue Chefdesigner...

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...Marc Lichte: Der 45-jährige wechselte im Februar von VW zur Volkswagen-Tochter Audi. Die Studie Prologue soll die komplett neue Designlinie von Audi ankündigen. Nicht nur Fachleute, auch die VW-Führung bemäkelte zuletzt die Ingolstädter Formengebung. Verwechselbar und wenig ausdrucksstark sei das Audi-Design zuletzt gewesen, räumt selbst Lichte ein.

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"Audi steht für Sportlichkeit, für Leichtbau und für den permanenten Allradantrieb Quattro", sagt Lichte. Die Studie Prologue bringe dieses Know-How in eine neue Form. Lichte will das sportlichste Auto im Luxussegment auf die Räder gestellt haben. Würde Audi einen A9 bauen, sähe er wohl ähnlich aus wie die Studie: Groß, mächtig - und etwas schwer.

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Das durchgehende Leuchtenband und die dickbackige C-Säule lassen auch das Heck durchaus wuchtig aussehen. Filigrane Formen finden sich ohnedies bei keiner Oberklasse-Limousine - die Autos sollen ja Gediegenheit und Status auch optisch vermitteln. Insofern passt sich das Prologue-Aussehen ins Segment ein. Erkennbar sein sollen die Autos aus Ingolstadt künftig an ...

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...stechenden, schmalen Scheinwerfern und markanten Lufteinlässen. Beibehalten wird der sogenannte Single-Frame-Kühlergrill - beim Prologue nimmt er fast die komplette Frontpartie ein. Auch innen soll eine neue Ära bei Audi anbrechen, verspricht Lichte ...

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Der Innenraum orientiert sich laut dem Autobauer an einer offenbar hellgrauen Lounge. Auffällig ist die Instrumententafel: Sie scheint aus einem einzigen großen Touchscreen zu bestehen. Neu dabei: Auch der Beifahrer erhält einen großen Bildschirm. Fahrer und Beifahrer werden anhand ihrer Smartphones identifiziert, die Audi-Software stellt Sitze und Klimaanlage nach ihren Vorlieben ein.

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Neuer Anfang: Seit Jahren stagnierte das Audi-Design, die einzelnen Modelle waren immer weniger voneinander zu unterscheiden. Das soll sich in Zukunft wieder ändern, wenn die neuen Autos nach dem Vorbild der Studie Prologue gestaltet werden.

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Audi-Technikchef Ulrich Hackenberg (li.) mit Chefdesigner Marc Lichte (re.): Hackenberg wurde von VW nach Ingolstadt beordert, um Audis Anspruch "Vorsprung durch Technik" wieder stärker mit aufsehenerregenden Neuerungen zu unterlegen. Lichtes Designstrategie drücke die "technologische Kompetenz und den Qualitätsanspruch" von Audi perfekt aus, erklärte Hackenberg.

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Doch die Designstudie setzt beim Motor auf ziemlich konventionelle Kost. Unterm Blech sitzt ein 4-Liter-V8-Motor mit 605 PS, der den Prologue in 3,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100 beschleunigt. Während das Design in die Zukunft weisen soll, blickt die Technik eher zurück.

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Bis die von Lichte verordnete Designrevolution voll bei Audi durchschlägt, wird es aber noch etwas dauern. Bei den 2015 startenden neuen Modellen konnte Lichte aus produktionstechnischen Gründen nicht mehr viel ändern. Gut zwei Jahre dauert es in der Branche üblicherweise, bis eine Idee für eine tiefgreifende Änderung in Serie umgesetzt wird.

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