Automarken im Image-Check Wer cool und umweltbewusst wirkt, sitzt am Steuer eines ...

Mercedes-Fahrer haben es besonders schwer, auch Audi- und BMW-Fahrer taugen in Deutschland kaum als Sympathieträger. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Unternehmensberatung Progenium. Dabei überraschen eine britische und eine japanische Marke.
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Progenium hat mehr als 2000 Bundesbürger im April und Mai 2018 befragt, wie sie sich die typischen Fahrer von insgesamt 20 Automarken vorstellen.Bewertet wurden die Autofahrer je Marke anhand verschiedener Merkmale - vom vermuteten Einkommen über Geschlecht bis hin zu Eigenschaften wie schlank oder dick, bescheiden oder arrogant. Dabei zeigt sich, dass zwei deutsche Marken trotz aller Mühen der letzten Jahre ein Imageproblem haben ...

Foto: DPA
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Der deutsche Durchschnittsfahrer ist laut Meinung der Befragten überwiegend männlich (zu 73 Prozent), 40 Jahre alt, verdient im Monat netto rund 2900 Euro und hat eher eine mittlere Berufsposition. Als allzu umweltbewusst gilt er nicht (51 Prozent gestehen ihm diese Eigenschaft zu) - dafür ist er tendenziell eher schlank (76 Prozent), halbwegs weltoffen (62 Prozent), attraktiv und sportlich (je 61 Prozent). Dem entspricht in vielen Punkten der typische Lenker einer Marke. nämlich ...

Foto: Volvo
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Volkswagen: Otto Normalfahrer fährt am ehesten VW. Gut, er ist laut Meinung der Befragten ein bisschen spießiger als der Rest: 43 Prozent geben ihm diese Eigenschaft, 57 Prozent halten ihn für weltoffen. Und er verdient mit 2300 Euro netto eher unterdurchschnittlich. Zudem halten ihn die Befragten mit 37 Jahren im Schnitt für etwas jünger als den Durchschnitt. Ähnlich bewerten die Befragten auch die Marke ...

Foto: Volkswagen
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Ford: Hinter dessen Steuer vermuten die Befragten zu 78 Prozent einen Mann - ein Ford ist also - wie VW (71 Prozent) eher ein Männer-Auto. Ford-Fahrer sind laut Meinung der Bevölkerung eher mittelalt (41 Jahre), mittelerfolgreich, und ihr Nettoeinkommen liegt mit 2300 Euro unterhalb des Durchschnitts. Zudem sind sie eher unattraktiv, nicht gerade sportlich und eher dicklich. Dafür gelten sie aber als sehr bescheiden (87 Prozent).

Foto: Ford
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Opel-Fahrer haben nach Meinung der Befragten nicht viel Geld: Auf rund 2000 Euro schätzen sie das Einkommen eines Opel-Lenkers. Zudem gelten sie im Vergleich zum Durchschnitts-Autofahrer als eher spießig (48 Prozent), unattraktiv (51 Prozent) und unsportlich (54 Prozent) und weniger fröhlich (61 Prozent) - und das alles trotz der „Umparken im Kopf“-Kampagne. Ein schlechtes Image lässt sich nicht schnell drehen, wie auch die Werte einer deutschen Luxusmarke zeigen ...

Foto: Adam Opel AG
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Mercedes strengt sich seit einem Jahrzehnt an, sich ein jüngeres und moderneres Image zu geben. Doch angekommen ist das bei vielen Deutschen noch nicht. Denn Mercedes-Fahrer (laut der Studie zu 96 Prozent männlich) gelten nach wie vor als spießig (70 Prozent), arrogant (82 Prozent), unsportlich (64 Prozent) und nicht umweltbewusst (71 Prozent). Dick sind sie laut Meinung der Befragten obendrein (53 Prozent), älter als der Durchschnitt (48 Jahre) und ziemlich ernst (73 Prozent). Doch wenigstens mehr Geld als der Durchschnitt haben sie, nämlich 3400 Euro Netto-Monatseinkommen. Etwas sympathischer schneiden die Premium-Konkurrenten ab ...

Foto: Daimler
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Auch Audi-Fahrzeuge werden nach Meinung der Befragten überwiegend von Männern gefahren (zu 95 Prozent). Immerhin sind diese halbwegs attraktiv (zu 71 Prozent) und sportlich (zu 73 Prozent) - aber echte Premim-Typen sind sie nicht: Ihr Einkommen ist durchschnittlich (2900 Euro netto), beruflich sind sie mittelerfolgreich. Und sie sind einigermaßen arrogant (zu 65 Prozent).

Foto: Audi
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BMW-Fahrer sind den Audi-Lenkern ähnlich - allerdings gelten sie als noch arroganter: 84 Prozent der Befragten schreiben ihnen diese Eigenschaft zu. Sie sind nach Befragten-Meinung auch deutlich jünger (34 Jahre gegenüber 39 Jahren bei Audi), schlanker (83 Prozent vs. 78 Prozent bei Audi) und sportlicher (76 Prozent vs. 73 Prozent). Interessant: Bei BMW-Fahrern vermuten die Befragten ein unterdurchschnittliches Einkommen (2600 Euro netto) - was dem Luxusmarken-Image nicht ganz entspricht). Voll und ganz der Erwartung diesbezüglich entspricht jedoch ...

Foto: BMW
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Porsche: Den Fahrern der Stuttgarter Sportwagenmarke gestehen die Befragten ein hohes Monatseinkommen zu (6200 Euro netto). Porsche-Lenker sind erwartungsgemäß vor allem Männer (97 Prozent), älter (45 Jahre) und beruflich in einer hohen Position (zu 70 Prozent). Sie gelten als sportlich (74 Prozent) - allerdings auch als nicht umweltbewusst (zu 87 Prozent) und arrogant (87 Prozent). Und wie schneiden die Fahrer teurer Elektroautos ab? Nach Meinung der Befragten nicht überall glänzend ...

Foto: Porsche
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Tesla-Fahrer sind, so vermuten die Befragten, vor allem Männer (zu 95 Prozent). Sie verdienen gut (4700 Euro Netto-Monatseinkommen), sind 41 Jahre alt und haben einen hohen beruflichen Status (zu 67 Prozent). Zudem gelten sie als weltoffen (zu 76 Prozent), attraktiv (zu 79 Prozent), ziemlich umweltbewusst (77 Prozent), sportlich (80 Prozent) und schlank (90 Prozent). Nur bescheiden sind sie nicht: 66 Prozent der Befragten halten die Tesla-Lenker für arrogant.

Foto: STAN HONDA/ AFP
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Bei Toyota werden hinter dem Toyota-Volant überwiegend Männer vermutet (zu 72 Prozent) - doch diese gelten als bescheiden (zu 92 Prozent), weltoffen (zu 77 Prozent) und werden als sehr umweltbewusst (79 Prozent) eingeschätzt. Schlank (83 Prozent) und fröhlich (80 Prozent) sind sie laut Meinung der Befragten auch noch eher. Wer cool und umweltbewusst wirken will, sollte also einen Toyota in Betracht ziehen. Zwei Wermutstropfen hat das Toyota-Image jedoch: Beruflich gelten Toyota-Fahrer als mittel erfolgreich (zu 75 Prozent) und verdienen unterdurchschnittlich (2000 Euro Monatseinkommen).

Foto: Toyota
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Mini: Wer jung und cool rüberkommen will, tut dies wohl am ehesten in einem Fahrzeug der britischen BMW-Tochtermarke. Der Mini gilt als Frauenauto: 92 Prozent der Befragten vermuten eine Lenkerin hinter dem Mini-Lenkrad, die im Schnitt nur 30 Jahre alt ist. Mini-Fahrerinnen werden als sehr weltoffen (zu 85 Prozent), attraktiv (zu 87 Prozent) schlank (98 Prozent) und sportlich (87 Prozent) wahrgenommen. Beruflich ist sie überwiegend in einer mittleren Position tätig(das meinen 84 Prozent der Befragten) - ihr Einkommen gilt als unterdurchschnittlich (2200 Euro netto/Monat). Ähnlich liegt das bei der Kleinwagenmarke ...

Foto: Mini
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Smart: Die Daimler-Tochter gilt ebenso als sehr weiblich: Zu 80 Prozent vermuten die Befragten eine Frau hinter dem Smart-Steuer. Sie wird ein wenig älter ist als die Mini-Fahrerin eingeschätzt (33 Jahre vs. 30 Jahre bei Mini). Smart-Lenkerinnen gelten als weltoffen (84 Prozent stimmten zu), attraktiv (75 Prozent), schlank (94 Prozent) und fröhlich (89 Prozent) - bescheiden sind auch noch, vermuten 73 Prozent der Befragten. Die Smart-Pilotinnen vermuten die Befragten überwiegend in einer mittleren berufliche Position (zu 80 Prozent) - mit einem unterdurchschnittlichen Monatseinkommen von 2100 Euro. Wie schneiden Exotenmarken ab? Die italienische Sportwagenmarke ...

Foto: Daimler
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Ferrari gilt - wenig überraschend - als Männerdomäne: 98 Prozent vermuten eher einen Mann als eine Frau am Steuer des Sportwagens. Der Ferrari-Fahrer verdient nach Meinung der Umfrageteilnehmer extrem gut - sein Monatseinkommen taxieren die Befragten auf satte 18.100 Euro netto. Er ist etwas älter als der Durchschnitt und beruflich sehr erfolgreich (76 Prozent gestehen ihm eine hohe berufliche Position zu). Sympathieträger sind die Ferraristi aber keine: Sie gelten als spießig, besonders arrogant (zu 95 Prozent) und als gar nicht umweltbewusst (96 Prozent schätzen sie so ein). Ganz anders bewerten die Befragten die Fahrer der Billigmarke ...

Foto: AP
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Dacia: Auch hier sitzen überwiegend Männer am Steuer (zu 75 Prozent), denen allerdings ein deutlich unterdurchschnittliches Monatseinkommen (1900 Euro) und ein bescheidender Berufserfolg zugeschrieben wird: 37 Prozent halten die berufliche Position von Dacia-Fahrern für niedrig, 60 Prozent für mittel. Sie gelten als etwas umweltbewusster als der Durchschnittsfahrer quer über alle Automarken (61 Prozent vs. 51 Prozent) - aber auch als deutlich bescheidener (87 Prozent vs. 60 Prozent). Das passt ja durchaus zur Dacia-Positionierung als Aldi unter den Automarken.

Foto: Dacia
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Zu den sonstigen Ergebnissen: Hinterm Volant der französischen Automarken Peugeot und Renault vermuten die Befragten überdurchschnittlich viele Frauen - mit eher niedrigem Monatseinkommen von 2000 bis 2100 Euro. Sie gelten als überdurchschnittlich bescheiden. Fahrern (zu 98 Prozent Männer) der britischen Marke Jaguar wird ein besonders hohes Einkommen von 6700 Euro zugetraut - und zu 81 Prozent eine hohe berufliche Position. Sie gelten aber auch als arrogant (zu 84 Prozent), nicht umweltbewusst (zu 83 Prozent) und ernst (64 Prozent).

Foto: Peugeot