Studie globaler Automarkt 2015-2021 Diese Zahlen erklären, warum Fiat-Chrysler auf Brautschau ist

Sinkende Wachstumsraten in den Schwellenländern, steigende Investitionen in Zukunftstechnologien: Der Autobranche stehen harte Zeiten bevor, zeigt eine Studie der Unternehmensberatung AlixPartners. Das erhöht den Druck zu Unternehmensfusionen.
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Wie Brautschau mit italo-amerikanischem Drängen geht, macht FCA-Chef Sergio Marchionne vor: Seit Monaten sucht er mit ziemlich eindeutigen öffentlichen Ansagen (mehr dazu) einen Fusionspartner für Fiat-Chrysler. GM hat erstmal abgewunken, lässt sich aber von Investmentbanken beraten (mehr dazu). Was Marchionne zu diesen Schritten treibt, zeigt eine Studie, die manager-magazin.de exklusiv vorliegt ...

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... die Unternehmensberatung AlixPartners beleuchtet in ihrem Report 'Global Automotive Outlook 2015' die vertrackte Lage zahlreicher globaler Autohersteller. Weltweit nimmt das Wachstum bei den Autoverkäufen ab, zugleich stehen der Branche hohe Investitionen bevor - und die können manche Hersteller nur mit Fusionen stemmen, meinen die Berater.

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''Die Wachstumsdynamik geht gerade in den Schwellenländern zurück'', sagt Studienautor Jens Wiese. ''Da kommt es auch zum Aufbau von Überkapazitäten, etwa in Brasilien und Russland.'' Zusätzlich zu den üblichen Investitionen in Modelle und Motoren stehen der Branche kostspielige Zukunftsthemen ins Haus - wie etwa der Elektroantrieb, das vernetzte Auto oder autonomes Fahren.

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In diesen Zukunftsfeldern müssen Autohersteller fit sein, wenn sie künftig Gewinne schreiben wollen. Laut Wiese macht es jedoch keinen Unterschied, ob sie diese Kompetenz für zwei oder zehn Millionen Fahrzeuge nutzen. Einige Massenhersteller taten sich schon bisher schwer, ihre Forschungsinvestitionen zu finanzieren - und sie geraten jetzt zusätzlich unter Druck.

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Fusionen bringen aber nur dann Vorteile, wenn beide Auto-Partner in ähnlichen Marktsegmenten unterwegs sind und dann ihre Fahrzeugarchitekturen kombinieren können. Auch die Unternehmenskulturen müssen zusammen passen. Unter besonderen Zugzwang ...

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... geraten laut AlixPartners-Managing Director Elmar Kades Autohersteller mit einem Unternehmenswert zwischen 25 und 100 Milliarden Dollar.

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Der niedrige Ölpreis sorgt zwar für eine kurze Verschnaufpause bei der Nachfrage nach alternativen Motorisierungen. Plugin-Hybride kommen aber sicher auf breiterer Front - und auch im Bereich Elektroantrieb und Brennstoffzelle müssen die Hersteller entsprechende Fahrzeuge entwickeln, meinen die Studienautoren Wiese und Kades von AlixPartners.

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So hat etwa Fiat lange keine neuen Modelle vorgestellt, was sich in einem gesunkenen Marktanteil bemerkbar machen kann. Fiats Kleinwagen 500 etwa wird seit 2007 nahezu unverändert gebaut. Von der Elektroantriebs-Version des Autos riet Marchionne selbst ab, weil FCA mit jedem verkauften Elektro-500er hohe Verluste macht. Für Massenhersteller wird es in den kommenden Jahren härter ...

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... denn starkes Wachstum gibt es künftig nur mehr im südlichen Asien, wie die Grafik von Alix zeigt. Da sollten die Pkw-Absatzzahlen bis 2021 jährlich noch immer um 6,6 Prozent zulegen. In China stiegen die Autoverkäufe seit 2007 im Schnitt um 16 Prozent, künftig werden es ''nur'' mehr 4,3 Prozent pro Jahr sein.

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Immerhin soll der Markt rund um Dienste für das vernetzte Auto kräftig wachsen. Die weltweiten Erlöse daraus verdoppeln sich bis 2018 auf 40 Milliarden Dollar, prognostiziert AlixPartners. Ein Selbstläufer wird das für die Autobranche allerdings nicht. ''Was heute schon als mobiler Dienst via Smartphone kostenlos angeboten wird, funktioniert nicht als Bezahldienst im Auto'', warnt Wiese.

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