"Frauenpower", "Vegawatt" und Co. Das sind die verrücktesten Stromtarife

Die Liberalisierung des Strommarktes treibt seltsame Blüten. Um sich von der grauen Masse abzuheben, haben manche Anbieter Tarife für zum Teil sehr spitze Zielgruppen entwickelt, wie die Übersaicht von manager-magazin.de zeigt.
1 / 6

Der Klassiker am Elektrizitätsmarkt: Ökostrom. Doch wer meint, sich mit dessen Bezug von der Masse wirklich abzuheben, irrt. Inzwischen gibt es auch Tarife für...

Foto: Getty Images
2 / 6

Veganer: Anbieter wie Vegawatt versprechen, dass kein Tier für die Stromherstellung leiden muss. Gar nicht geht zum Beispiel Strom aus Biogas, das mit Gülle erzeugt wird. Oder Wasserkraft, bei der Fische in den Turbinen sterben. Solarenergie ist da schon besser.

3 / 6

Atomkraft-Freunde: Der Anbieter Maxatomstrom brüstete sich 2014 damit, zu 100 Prozent Elektrizität aus den geschmähten Reaktoren zu liefern. Doch die Resonanz in der Nuklear-Community war offenbar zu gering, das Angebot verschwand wieder vom Markt. Inzwischen setzt das Unternehmen Max Energy auf Wasserkraft. In die Lücke ist derweil das Unternehmen Enermy gestoßen. Angesichts des laufenden Atomausstiegs in Deutschland kommt der Saft aus der Schweiz.

Foto: Daniel Karmann/ dpa
4 / 6

Gleichberechtigungs-Antreiber: Kunden des Tarifs "Frauenpower" liefert Enermy Strom aus Unternehmen, in denen Top-Managerinnen das Sagen haben. Das sind laut dem Unternehmen derzeit beispielsweise die "Alpiq AG mit Frau Jasmin Staiblin an der Spitze oder der BKW AG mit Frau Suzanne Thoma". Beide Firmen haben ihren Sitz in der Schweiz. (Foto: Panel auf der Konferenz f.Con von manager magazin.)

Foto: manager magazin
5 / 6

Kritiker staatlicher Institutionen: Mit dem "Staatsfrei-Tarif" spricht Enermy radikalliberale Verbraucher an. Kunden bekommen nach Angaben des Anbieters nur Strom aus Kraftwerken, die in Privatbesitz sind. Erzeugt wird die Elektrizität... (im Bild: Bundesfinanzministerium)

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/ dpa
6 / 6

zu 100 Prozent aus Müll. Hinter vielen der skurrilen Tarife steckt Enermy-Geschäftsführer Jesco Von Kistowski, ein ehemaliger RWE-Manager.

Foto: picture alliance / DPA