Steuern und Abgaben Die "Steueraxt" ist in Deutschland am schärfsten

Als "Steuerkeil" (Tax wedge) bezeichnet die OECD die Differenz zwischen den Lohnkosten eines Arbeitgebers und dem Geld, das dem Beschäftigten tatsächlich verbleibt. Auch Sozialabgaben fließen mit ein - und Deutschland hält sich hartnäckig in der Spitzengruppe der Länder mit der höchsten Steuer- und Abgabenlast.
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Platz 34 - Chile: In Chile beträgt die Differenz zwischen Brutto-Lohnkosten des Arbeitgebers und dem verfügbaren Netto-Einkommen eines kinderlosen, unverheirateten Durchschnittverdieners lediglich 7 Prozent. Damit hat Chile laut OECD den geringsten "Steuerkeil" unter 34 Industrieländern. Der Chilene Arturo Vidal muss das Gehalt seines Arbeitgebers Bayern München jedoch in Deutschland versteuern, und dort ist die Belastung um ein Vielfaches höher ...

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Platz 31 - Südkorea: Mit einer Steuer- und Abgabenlast von knapp 22 Prozent auf die Brutto-Arbeitskosten zählt Südkorea zu den arbeitnehmerfreundlichen Ländern. Von 50.000 Euro Bruttoverdienst kommen rund 39.000 Euro beim unverheirateten, kinderlosen Arbeitnehmer an. In Deutschland ist die Abgabenlast dagegen mehr als doppelt so hoch.

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Platz 30 - Schweiz: Das Leben in der Schweiz ist teuer - dafür sind die Gehälter vergleichsweise hoch und die Steuer- und Abgabenlast ist gering. Mit einer "Tax wedge" von 22,2 Prozent (darin sind Steuern und Sozialabgaben berücksichtigt) liegt die Schweiz nur knapp hinter Südkorea.

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Platz 27 - Großbritannien: Mit einem Steuerkeil von 30,8 Prozent ist die Steuer- und Abgabenlast im Vereinigten Königreich noch geringer als in den USA. Premier David Cameron, der derzeit wegen einer Offshore-Beteiligung in Erklärungsnot geraten ist, müsste in Ländern wie Frankreich oder Italien deutlich höhere Abgaben zahlen.

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Platz 26 - Kanada: Die neue Regierung unter Justin Trudeau hat gut lachen - mit einer "Tax wedge" von nur 31,6 Prozent liegt man noch unter den USA - und hat im Ernstfall Luft für Steuer- und Abgabenerhöhungen.

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Platz 25 - USA: Mit einer Steuer- und Abgabenlast von 31,7 Prozent liegen die Vereinigten Staaten noch deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von knapp 36 Prozent. Die "Tax Wedge" bezeichnet in diesem Ranking der OECD die Differenz zwischen Brutto-Lohnkosten und dem frei verfügbaren Netto-Einkommen eines unverheirateten, kinderlosen Durchschnittsverdieners.

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Platz 24 - Japan: Die Steuer- und Abgabenlast liegt bei knapp 33 Prozent - und damit deutlich unter der deutschen Belastung. War das "japanische Szenario" vor Jahren noch ein bedrohliches Wort für Deutschlands überalterte Gesellschaft, so können wir inzwischen froh sein, wenn es uns in 20 Jahren so geht wie den Japanern.

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Platz 16 - Luxemburg: Das kleine, aber feine Großherzogturm liegt mit einer "Tax Wedge" von 38,3 Prozent über dem OECD-Durchschnitt, aber deutlich unter den Steuer- und Abgabequoten der großen Euro-Länder. Zufall?

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Platz 14 - Griechenland: Mit knapp 40 Prozent Steuer- und Abgabequote liegt Hellas in der oberen Hälfte der OECD-Länder, die ihre Beschäftigten besonders stark belasten.

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Platz 13 - Spanien: In Spanien kommt man ebenfalls auf eine "Tax Wedge" von knapp 40 Prozent. Die größte Überraschung unter den Top Ten ist ...

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Platz 9 - Schweden: Der nordische Staat galt lange als Inbegriff des alle Bereiche des Lebens umfassenden Sozialstaates. Doch die Steuer- und Abgabenlast in Schweden ist mit 42,7 Prozent deutlich geringer als etwa in Ungarn, Italien oder in ...

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Platz 6: Frankreich: Mit einem Steuerkeil von 48,5 Prozent landet Frankreich unter den Top 6 der Industrieländer mit der höchsten Steuer- und Abgabenlast. Für den dringend notwendigen Reformprozess ist diese hohe Quote keine gute Voraussetzung.

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Platz 5: Italien: 49 Prozent Steuern und Abgaben auf die Brutto-Arbeitskosten - damit landet Italien gemeinsam mit Ungarn in den Top 5 der OECD. In den Top 3 finden sich unterdessen alte Bekannte ...

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Top 3 - Deutschland: Einem unverheirateten, kinderlosen Durchschnittsverdiener bleibt in Deutschland lediglich die Hälfte seines Bruttoeinkommens nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben übrig. Mit einer Abgabenquote von 49,4 Prozent, die im Jahr 2015 wieder leicht angestiegen ist, verteidigt Deutschland seinen Platz in der Spitzengruppe derjenigen Ländern, die seine Bürger mit besonders hohen Steuern und Abgaben belasten.

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Platz 2 - Österreich: Ein Feuerwerk wird nicht nur am Wiener Prater abgebrannt - auch der österreichische Fiskus und die Sozialkassen lassen es ordentlich krachen. Mit einer Quote von 49,5 Prozent toppt man sogar die deutschen Nachbarn. Spitzenreiter ist ...

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Platz 1 - Belgien: Belgien ist das einzige OECD-Land, in dem die Steuer- und Abgabenquote (Tax Wedge) über 50 Prozent liegt, und zwar bei aktuell 55,3 Prozent. Die zahlreichen Europa-Abgeordneten können dies gelassen sein - für sie gilt diese Steuer- und Abgabenquote nicht. Die OECD warnt vor der hohen Abgabenlast in Deutschland - den Bericht der OECD lesen Sie hier.

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