Die Staatskarossen der Staatenlenker In diesen Panzer-Dienstwagen fahren Putin, Trump & Co. vor

Für Wladimir Putin ist ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen: Russlands Präsident kann nun bei Paraden und Empfängen endlich mit einer landeseigenen Staatskarosse vorfahren. Auch andere Staatenlenker setzen auf Fahrzeuge aus heimischer Produktion - mit Panzerung und ein paar Waffen aufgerüstet. Die aufsehenerregendsten Staatskarossen im Überblick.
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Viel Chrom, reichlich Radstand, Panzerung und Standartenhalter: Russlands Präsident Wladimir Putin kann nun endlich in einer standesgemäßen, im eigenen Land gefertigten Staatskarosse vorfahren. Kortezh, übersetzt Ehrengeleit oder Gefolge, heißt das Fahrzeug, das Premiere feierter bei Putins Einführung in seine vierte Amtszeit als russischer Präsident. Der Wagen soll einen von Porsche entwickelten ...

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... 12-Zylinder-Turbomotor mit über 800 PS unter der Haube haben - und neueste Sicherheitstechnik bieten, über die bislang allerdings noch nichts bekannt ist. Doch er dürfte wohl bestens gepanzert sein und auch Angriffen mit biologischen Waffen standhalten. Entwickelt wurde der Wagen vom staatlichen Forschungsinstitut NAMI in Zusammenarbeit mit der Autohersteller-Holding Sollers. Eine abgespeckte Version der Staatskarosse soll als Basis dienen für eine ganze russische Modellfamilie an Luxusautos ...

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... die ab 2019 unter dem Markennamen Aurus verkauft werden sollen. Putin drängt schon lange auf eine eigene Staatskarosse. Bereits 2012 wurde ihm eine Limousine des Herstellers Zil, der die früheren russischen Staatskarossen stellte, präsentiert. Putin akzeptierte den Wagen nicht. Nun hat der russische ein neues, staatstragend-pompöses Dienstauto - das sogar um drei Monate früher als ursprünglich angekündigt präsentiert wurde. Damit kommt Putin US-Präsident Donald Trump zuvor ...

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... denn Trump muss aktuell noch mit dem Cadillac One (im Bild) seines Vorgängers Barack Obama Vorlieb nehmen. Erst im Spätsommer soll die neueste Version des "Presidental State Car", inoffiziell "The Beast" genannt, fertig sein. Trumps neue Karosse soll Schätzungen zufolge etwa 1,3 Millionen Euro kosten. Schüsse, Raketen, Angriffe mit chemischen Waffen - all das soll das neue "Beast" aushalten können. Zudem wird der Wagen selbst Tränengasgranaten abfeuern können.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel fuhr im vergangenen Sommer zum G20-Gipfel in Hamburg in einem Mercedes-Maybach S 600 Guard vor. Es ist einer von drei Wagen, die die Kanzlerin nutzt. Neben dem Mercedes gehören auch noch ein Audi A8 L Security und ein BMW 760Li High Security zu ihrem Fuhrpark. Und sie alle sind gut gesichert. Der Mercedes (4,1 Tonnen) beispielsweise wiegt deshalb fast doppelt so viel wie der normale S 600 (2,2). Er verfügt nicht nur über den höchstmöglichen Schutz vor Schusswaffen, sondern hält auch Angriffe durch Sprengstoff ab.

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Chinas Präsident Xi Jinping setzt ebenfalls auf eine Staatskarosse aus landeseigener Fertigung, den Hongqi HQE. Hongqi, übersetzt "Rote Flagge", ist eine Marke eines der größten Autokonzerne des Landes, FAW. Außen mag der Wagen altmodisch wirken, doch unter der Karosserie des Hongqi steckt jedoch moderne Technik - wie alle Staatskarossen ist auch der Honqi kugelsicher. Der Motor ist ein Sechsliter-V12 mit rund 400 PS. FAW bietet die knapp sechs Meter lange Limousine auch zum Kauf an - für schlappe 590.000 Euro.

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Auch Japans Staatschef Abe lässt sich in einem Produkt aus heimischer Fertigung chauffieren, und zwar einem ausgesprochen exklusivem: Nur vier Exemplare des besonders gesicherten Toyota Century Royal entstanden im Jahr 2006. Im Oktober 2017 hat Toyota eine neue Generation des außerhalb Japans weithin unbekannten Luxusliners vorgestellt, die ab Sommer ausgeliefert werden soll. Damit dürfte auch Abe neue, kugelsichere Staatskarossen mit etwas zeitgemäßerer Optik erhalten.

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Großbritanniens Premierministerin Theresa May lässt sich bei offiziellen Anlässen häufig in einem Jaguar XJ Sentinel herumfahren. Die Flotte dieser Modelle nutzte schon Mays Vorgänger David Cameron. Die Autos sind nicht nur kugelsicher, sie halten auch aus kurzer Distanz eine Explosion von bis zu 15 Kilogramm TNT aus. Der Boden ist zusätzlich gegen Granaten geschützt.

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Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat einen Panzer-SUV als Staatskarosse zur Verfügung - aus Frankreich, bien sûr. Zu seiner Vereidigung im Mai 2017 ließ sich Macron in einem Citroën DS7 Crossback chauffieren - der zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht an Kunden ausgeliefert wurde. Doch Macron durfte bereits mit einer gepanzerten Version des neuen Modells über die Champs-Elysées fahren - und zeigte sich durch das offene Dach des Wagens.

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Italiens Präsident und Premierminister fahren zu offiziellen Anlässen in verschiedenen Lancia-Modellen vor. Taufrisch sind die Autos nicht mehr, denn Lancia produziert schon seit Jahren keine Oberklasselimousinen mehr. Im Einsatz sind etwa ein Lancia Thema, der nahezu baugleich mit dem Chrysler 300 ist und dessen Fertigung 2014 eingestellt wurde. Zum Fuhrpark gehören auch noch zwei Lancia Thesis und der bereits 1960 entworfene Lancia Flaminia presidenziale, der vor allem für ganz besondere Anlässe wie den Nationalfeiertag verwendet wird. Außerdem noch in der Flotte: ein Maserati Quattroporte.

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Wenigstens punkto Automobile ist der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit Angela Merkel einig: Erdogan lässt sich wie die deutsche Bundeskanzlerin in einen Mercedes-Maybach S 600 Pullman Guard herumfahren - auch bei Staatsbesuchen im Ausland. Eine Besonderheit der Modellreihe: Die Heckscheibe ist nicht gepanzert, dafür sorgt ein hinter den Sitzen angebrachtes Stahlschott für umfangreichen Schutz im Kopfbereich der Fahrgäste.