Studie entlarvt Spritschlucker Diese Autos verbrauchen 50 Prozent mehr als angegeben

Offizieller und tatsächlicher Spritverbrauch liegen bei Autos seit langem weit auseinander. Doch die Schere öffnet sich immer weiter. Hier die Modelle, bei denen der Verbrauch um 50 Prozent (und mehr) über dem Soll liegt.
1 / 7

Peugeot 306, 307, 308: Mehrverbrauch 51 Prozent

Der Kompaktwagen hat sich beim Abstand zwischen offiziellem und realem Verbrauch enorm verschlechtert - in einem Jahr um 13 Prozentpunkte. Für die Franzosen ist das besonders ärgerlich. Denn der Konzern tut viel dafür, sein Image beim Verbrauch zu verbessern. So lässt Peugeot den Verbrauch seiner Fahrzeuge von der Umweltorganisation Transport & Environment überprüfen. Die Ergebnisse decken sich in etwa mit der Studie des ICCT.

Quelle: International Council on Clean Transportation (ICCT), November 2016

Foto: Peugeot
2 / 7

BMW 5er: Mehrverbrauch 52 Prozent

Die Verbrauchs-Abweichung beim Business-Flaggschiff aus München sprang im Jahr 2007 deutlich in die Höhe. Damals kam die "Efficient Dynamics"-Technologie auf den Markt. Besonders effizient ist diese offenbar auf dem Prüfstand, nicht auf der Straße.

Foto: BMW
3 / 7

Mercedes C-Klasse: Mehrverbrauch 54 Prozent

Daimler schneidet in der ICCT-Studie mit Abstand am schlechtesten ab. Was für ein Abstieg der Stuttgarter. Im Jahr 2001 waren sie in Sachen Verbrauchs-Ehrlichkeit noch führend. Bei der C-Klasse betrug die Abweichung gerade einmal 2 Prozent.

Foto: Daimler
4 / 7

Mercedes E-Klasse: Mehrverbrauch 56 Prozent

Das Brot- und Butter-Modell der Stuttgarter hat sich bei der Aussagekraft der Verbrauchsangaben weiter verschlechtert. Dabei punktet die Reihe in Umweltfragen an anderer Stelle: Die neuen Dieselmotoren gelten als ziemlich sauber, und zwar auch auf der Straße.

Foto: Daimler
5 / 7

Mercedes A-Klasse: Mehrverbrauch 56 Prozent

Der kompakte Mercedes hat für Daimler vor allem den Zweck, die CO2-Bilanz zu verbessern. Diese Aufgabe erfüllt der Wagen hervorragend - allerdings nur auf dem Papier.

Foto: Daimler
6 / 7

Audi A6: Mehrverbrauch 57 Prozent

Der E-Klasse-Konkurrent hat sich bei den Spritverbrauchs-Angaben zuletzt drastisch verschlechtert. Grund dürfte der Modellwechsel von 2014 sein. Zuvor betrug die Abweichung "nur" 43 Prozent.

Foto: Audi
7 / 7

Bemerkenswert im Ranking des ICCT ist, dass manche Hybridautos keineswegs wesentlich verlässlichere Spritverbrauchs-Angaben aufweisen. Zwei Toyota-Modelle liegen nur knapp unter der 50-Prozent-Marke. So verbraucht der Toyota Auris Hybrid 49 Prozent mehr als angegeben. Beim kleineren Yaris sind es immerhin noch 48 Prozent.

Foto: Toyota