Maersk, Eon und Co. Diese Konzerne zerschlagen sich selbst

Nach dem Fusions- kommt das Filetierungsfieber. Das dänische Maersk-Kongolomerat teilt sich entzwei - nicht der einzige derartige Fall.
1 / 11

Immer größer, immer mehr - die Ambition des Patriarchen Maersk Mc-Kinney Møller hat das dänische Konglomerat A.P. Møller-Maersk zu einem globalen Wirtschaftsimperium gemacht. Bis zu seinem Tod 2012 baute die weltgrößte Reederei die weltgrößten Containerschiffe auch noch selbst.

Doch jetzt läuft das Geschäft mit der Seefahrt ebenso schlecht wie das mit Öl, wo Maersk ebenfalls groß investiert hatte. Die Erben beschlossen jetzt die Spaltung, damit zwei Konzerne sich auf ihre jeweiligen Probleme konzentrieren können.

Foto: MICHAEL KOOREN/ REUTERS
2 / 11

Bereits vollzogen ist die Kernspaltung des deutschen Energieriesen Eon, dessen konventionelles Kraftwerksgeschäft seit September unter dem Namen Uniper börsennotiert ist. Eon-Chef Johannes Teyssen hofft die Anleger so von der Zukunft seines gebeutelten Konzerns überzeugen zu können. Umgekehrt macht es Rivale RWE, der die erneuerbaren Energien und das Netzgeschäft als Innogy ausgliedert.

Foto: DPA
3 / 11

Mündet der Boom in Fusionen und Übernahmen in eine Welle von Spaltungen und Verkäufen? Beides zusammen gedacht haben bereits die US-Chemiekonzerne Dupont und Dow, die an einer Allianz und anschließender Dreiteilung der jeweiligen Geschäfte mit Kunststoff, Spezial- und Agrochemie arbeiten. Das spielt auch für den aktuell laufenden größten Zukauf eines deutschen Konzerns eine Rolle ...

Foto: Laurent_Gillieron/ dpa
4 / 11

... denn Bayer will sich mit Monsanto im Agrargeschäft verstärken, das dann die gleiche Bedeutung wie die Pharmasparte hatte. Der Leverkusener Chemiekonzern hat selbst Spaltungserfahrung: Seit 2015 ist die Kunststoffsparte als Covestro selbständig, ein Jahrzehnt zuvor ging die Basischemie als Lanxess an die Börse.

Foto: Oliver Berg/ dpa
5 / 11

Der Schweizer Elektrokonzern ABB hat gerade einer Trennung vom Netzwerkgeschäft eine Absage erteilt und stattdessen nur die kleine Kabelsparte verkauft - entgegen der Forderungen des schwedischen Großinvestors Cevian. Mit dem ...

Foto: © Michael Buholzer / Reuters/ REUTERS
6 / 11

... hat auch der deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp zu tun, der nach Cevians Willen seine Renditebringer wie die Aufzugsparte von der Last der Stahlkrise befreien soll. Ein Zusammenschluss des alten Kerngeschäfts mit dem von Tata Steel Europe ist bereits in Vorbereitung.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
7 / 11

Selbst Volkswagen kehrt das Streben nach Größe teilweise um. Der Konzern soll als Holding mit drei Unternehmen für Autoproduktion, den eigenen Komponentenwerken und dem Wachstumsgeschäft für neue Mobilitätsdienste steuerbarer werden. In einem Jahrzehnt könnte man auch getrennte Wege gehen. Weiter ist da bereits die Konkurrenz ...

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa
8 / 11

Wer hätte gedacht, dass Fiat einmal als Vorbild für Volkswagen dienen könnte? Die in die Niederlande abgewanderten Italiener haben nicht nur Ferrari abgespalten, sondern zuvor bereits das Industriegeschäft mit Lastwagen und Landmaschinen.

Foto:

Daniel Dal Zennaro/ AP/dpa

9 / 11

2015 gab es bereits einige große Zellteilungen von Weltkonzernen. Meg Whitman durfte die Börsenglocke als Chefin von Hewlett Packard läuten. Die gibt's doch schon lange? Ja, aber Hewlett Packard Enterprise mit Fokus auf Firmenkunden ist neu, das Verbrauchergeschäft heißt jetzt HP Inc. und ist eine andere Firma. Etwas verwirrend, zugegeben.

Foto: Getty Images
10 / 11

Ebenso auf Druck von Investoren löste sich Ebay auf. Der Bezahldienst Paypal ist jetzt selbständig.

Foto: REUTERS
11 / 11

Der Siemens-Konzern muss den Beschäftigten immer wieder versichern, dass die profitable Medizintechnik noch dazugehört. Mit der gesellschaftsrechtlichen Ausgliederung sind die Voraussetzungen für eine Trennung jedoch da. Siemens hat damit bereits eine Reihe von Erfahrungen gesammelt. Vor der Lichttechniksparte Osram gingen auch Infineon, Epcos und andere Firmen von Bord.

Foto: Rene Ruprecht/ dpa