Aderlass an der Wall Street Mit diesem Fehler vergraulen Hedgefonds ihre wichtigsten Kunden

1 / 7

Die großen Hedgefonds an der Wall Street, in London und anderen Finanzzentren weltweit machen eine schwierige Zeit durch. Erstmals seit 2009 zogen Investoren in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen Mittel aus den Fonds ab, berichtet die "Financial Times". Allein im ersten Quartal 2016 sank das verwaltete Vermögen der Fonds um 15 Milliarden Dollar auf 2,86 Billionen Dollar, so die Zeitung mit Verweis auf Daten von Hedge Fund Research (HFR). Das ist der größte Aderlass seit sieben Jahren.

Foto: TIMOTHY A. CLARY/ AFP
2 / 7

Hauptgrund für die Investorenflucht ist nach Angaben der Zeitung der Unmut der Anleger über das Gebührensystem der Fonds, welches diesen hohe Verdienste beschert, selbst wenn sie, wie zuletzt häufig der Fall, eher mäßig bis schlecht performen. Ein breiter Hedgefonds-Index von HFR sei im ersten Quartal um 0,7 Prozent gefallen, heißt es in der "FT".

Foto: AP/dpa
3 / 7

Hedgefonds wie etwa Pershing Square von Bill Ackman, der zuletzt ebenfalls keine guten Ergebnisse geliefert hat, halten sich bei der Berechnung der Entgelte dennoch meist an die sogenannte 2/20-Formel: Sie kassieren 2 Prozent des verwalteten Vermögens als Managementgebühr und zusätzlich 20 Prozent der Profite. Das stößt Investoren inzwischen zunehmend sauer auf.

Foto: Brendan McDermid / REUTERS
4 / 7

Nachdem 2014 bereits öffentlichkeitswirksam der kalifornische Pensionsfonds Calpers den Hedgefonds den Rücken gekehrt hatte, tun es ihm nun verschiedene Großanleger gleich. (im Bild: Kalifornier fordern Mindestlohn)

Foto: Nick Ut/ AP
5 / 7

Laut "FT" zieht das 1,5 Milliarden Dollar schwere Pensionsprogramm der Stadt New York beispielsweise Gelder von Investmentgesellschaften wie Perry Capital und Brevan Howard ab. Ebenso haben Staatsfonds aus aller Welt Mittel abgezogen, um die eigene Wirtschaft gegen den Ölpreisverfall zu stützen, so die Zeitung.

Foto: Yana Paskova/ Getty Images
6 / 7

Die Zeitung zitiert eine Vertreterin des New Yorker Pensionsfonds mit der Forderung, die Hedgefonds-Manager sollten sich als echte Partner erweisen und an die Menschen denken, deren Gelder sie verwalten. "Lasst sie ihre Ferienhäuser und Jets verkaufen und die Gelder an die Investoren zurückzahlen", sagt die New Yorkerin.

Ein Beispiel für eine Unterkunft, an die die Dame dabei gedacht haben könnte, ist das abgebildete Anwesen vor den Toren New Yorks, für das ...

7 / 7

... 2014 der Hedgefonds-Lenker Barry Rosenstein den Rekordpreis 147 Millionen Dollar gezahlt hatte.

Foto: REUTERS