Hohe Preise, geringe Renditen So drückt die Urbanisierung auf Europas Wohnungsmärkte

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Viele Menschen auf engem Raum: Die Urbanisierung, der Trend also, dass Menschen es vorziehen, in Metropolregionen oder Ballungszentren zu leben, ist kein rein deutsches Phänomen. Es lässt sich europa- sowie weltweit beobachten. Die Folge davon sind angespannte Wohnimmobilienmärkte mit hohen Preisen und - für Investoren - geringen Renditen in vielen Großstadtlagen.

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Die Immobiliengesellschaft Catella hat die Wohnimmobilienmärkte von knapp 60 Großstädten in Europa unter die Lupe genommen. Ergebnis: Die allgemein hohe Nachfrage führt zu hohen Preisen und niedrigen Renditen. Musterbeispiel in Deutschland ist München, mit den höchsten Wohnungspreisen sowie -mieten unter allen hiesigen Großstädten.

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Auch künftig wird sich an der hohen Nachfrage, die die Wohnimmobilienrenditen unter Druck setzt, kaum etwas ändern, glaubt Catella-Researchchef Thomas Beyerle. Als Ursache dafür nennt er nicht nur das niedrige Zinsniveau, das für günstiges Kapital auf den Immobilienmärkten sorgt, sondern vor allem die anhaltende Urbanisierung. Ein extremes Beispiel dafür sei Schweden, so Beyerle. Dort stehe die Hauptstadt Stockholm (Foto) extrem im Fokus. Folge: Wohnimmobilieninvestments bringen in der schwedischen Metropole mit 1,5 Prozent die geringste Rendite unter allen 59 betrachteten Standorten.

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Ähnlich niedrige Renditen gibt es beispielsweise in der Schweiz, wo Zürich (Foto) sowie Genf laut Catella auf Werte von 2,2 Prozent kommen. Ansonsten liegen die Renditen in vielen Großstädten anderer Länder meist zwischen 4 und 5 Prozent.

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Insbesondere in Osteuropa sowie in den baltischen Ländern (im Bild: Riga in Lettland) erreichen die Renditen allerdings höhere Werte, was nach Angaben Beyerles an dem dort nach wie vor größeren Investmentrisiko für die Käufer liegt.

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Die höchsten Wohnimmobilien in Europa hat Catella in Krakau (7,44 Prozent) sowie ...

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... in Warschau (Foto, 6,15 Prozent) ermittelt. In Polen gebe es zwar eine rege Neubautätigkeit, so Catella-Researchchef Beyerle. Zugleich sei es in dem Land jedoch in letzter Zeit sowohl politisch als auch wirtschaftlich unruhiger geworden, was bei Investoren womöglich zur Zurückhaltung führe.

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Auch Prag in der Tschechischen Republik bewegt sich mit einer Wohnimmobilienrendite von 5,3 Prozent auf vergleichsweise hohem Niveau.

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Mit einer Wohnimmobilienrendite von 2,75 Prozent in der Spitzengruppe dagegen ist London. Ein Grund dafür: Die britische Hauptstadt ist nicht nur national sondern auch international ein Hotspot, der stetig neue Einwohner anlockt. Catella maß in London mit 40,78 Euro pro Quadratmeter die europaweit mit großem Abstand höchsten Wohnungsmieten. Auf Platz zwei folgt Bern in Schweiz - mit einer Quadratmetermiete von 34,10 Euro.

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