Tote bei Amoklauf in Florida Wie Waffenfirmen die US-Politik mit Millionen Dollars füttern

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Ein beinahe vertrautes Bild: Erneut hat ein Schütze in den USA wild um sich geschossen und zahlreiche Menschen getötet. Ein 19-Jähriger lief mit einem halbautomatischen Gewehr durch seine ehemalige Highschool in Parkland, Florida, erschoss 17 Menschen und verletzte viele weitere.

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Nun werden Waffengegner einmal mehr schärfere Gesetze gegen den in den USA weitgehend freien Besitz von Schusswaffen fordern - und damit vermutlich nichts erreichen. Zu stark ist der Einfluss der Waffenlobby auf die US-Politik.

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Dieser Einfluss kommt nicht von ungefähr: Die Lobbyverbände der Waffenfans und -Hersteller - allen voran die mächtige National Riffle Association (NRA) - statten die Politik in den USA regelmäßig mit Millionenspenden aus.

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Einen wichtigen Verbündeten haben die Waffenfreunde beispielsweise im Weißen Haus: Den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump 2016 unterstützte allein die NRA nach Daten von opensecrects.org mit insgesamt 30 Millionen Dollar. Der spätere Wahlsieger dankte es der NRA: Als Gastredner auf dem Jahrestreffen der Organisation garantierte Trump den Zuhörern erst kürzlich "das heilige Recht auf Selbstverteidigung".

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Bemerkenswert: Lediglich gut zehn Millionen Dollar der NRA-Spenden wurden für Maßnahmen pro Trump ausgegeben - etwa 20 Millionen Dollar dagegen flossen in die Verhinderung von Konkurrentin Hillary Clinton.

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Ohnehin fließt der größte Teil der Politik-Spenden von Seiten der amerikanischen Waffenlobby an republikanische Politiker. Im 2016er Wahlzyklus beispielsweise erhielten der US-Site Politico zufolge die Kampagnen republikanischer Abgeordneter insgesamt 5,9 Millionen Dollar, während auf die demokratischen Bewerber lediglich 106.000 Dollar entfielen, und zwar ebenfalls insgesamt.

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Laut Politico erhielten 2016 mehr als die Hälfte der 435 Mitglieder des US-Repräsentantenhauses Gelder von Waffenlobby-Organisationen wie der NRA oder den Gun Owners of America. Unter den insgesamt 232 Abgeordneten, die auf diese Weise finanziell bedacht wurden, befanden sich allerdings lediglich neun Demokraten, so das Magazin. Der weitaus größte Teil der Spenden floss also an republikanische Parlamentarier.

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Größter Profiteur unter den Abgeordneten war dem Magazin zufolge der Sprecher des Hauses, der Top-Republikaner Paul Ryan (rechts), auf den allein im vergangenen Wahlzyklus mehr als 170.000 Dollar an Spenden aus der Waffenlobby entfallen seien.

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Die Gelder, die beispielsweise die mächtige NRA an die Politik spendet, um eine Verschärfung der Waffengesetzgebung zu verhindern, kommen indes nicht allein von den an die fünf Millionen US-amerikanischen Waffenfreunden, die Mitglied des Verbandes sind. Auch Waffenhersteller wie die US-Firmen Smith & Wesson oder Sturm Ruger nehmen über solche Organisationen vielmehr Einfluss auf das Geschehen.

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Was zudem kaum bekannt ist: Einer der größten Lieferanten von Handfeuerwaffen in die USA ist Deutschland - und hiesige Firmen statten die US-Politik über die Lobbyverbände ebenfalls mit Geldern aus. Wie jüngst das ARD-Magazin "Monitor" berichtete, spendete beispielsweise die amerikanische Sigarms sowie deren Schwesterfirma Blaser USA bis 2013 zusammen zwischen 275.000 und 550.000 Dollar an die NRA. Beide Firmen ...

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... agieren unter dem Dach der deutschen L&O Holding mit Sitz in Emsdetten, zu der auch die hiesige Waffenschmiede Sig Sauer gehört.

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Laut "Monitor" spendete Sig Sauer zudem im vergangenen Wahlkampf 100.000 Dollar an den US-Branchenverband NSSF, der ebenfalls den Kandidaten Donald Trump unterstützte.

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Ebenfalls in den USA aktiv ist Heckler & Koch mit Stammsitz in Oberndorf am Neckar. 40 Prozent seiner Verkäufe macht das Unternehmen schon in den Vereinigten Staaten, Tendenz steigend. Demnächst will Heckler & Koch ein neues Werk bauen. Der Standort: Columbus, Georgia, USA.

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