SIHH 2018 Das sind die neuen Luxusuhren

1 / 47

Neuauflage der ‚Bestie’: 1972 wagte Audemars Piguet einen Tabubruch – mit knapp 39 Millimetern war die 'Royal Oak’ unverschämt groß, statt rund eher kantig und als Stahlversion unerhört teuer. 1993 folgte der nächste Schock: die 'Royal Oak Offshore’ wuchs auf 42 Millimeter an, erhielt den Spitznamen 'the beast’ und setzte neue Maßstäbe. Zu ihrem 25. Geburtstag wird die Originalversion des Edelstahl-Chronographen wieder aufgelegt. Der einzige Unterschied steckt in dem Automatikkaliber. Statt wie bis 2007 das zugelieferte Werk von Jaeger-LeCoultre zu verbauen, arbeitet in der Neuauflage ein eigenes Manufakturkaliber. 25.000 Schweizer Franken (etwa 21.500 Euro).

Foto: Audemars Piguet
2 / 47

Neues Outfit: 'Royal Oak Offshore Tourbillon Chronograph’ nennt sich der 45 Millimeter große Kraftprotz von Audemars Piguet. Sein Imponiergehabe kann er sich auch leisten: immerhin hat sein manufaktureigenes Handaufzugskaliber auch eine 7-tägige Gangreserve. In Edelstahl für 275.000 Schweizer Franken (ca. 235.000 Euro) oder in Rotgold 310.000 Schweizer Franken (etwa 265.000 Euro).

Foto: Audemars Piguet
3 / 47

Sonne und Mond: Beide kreisen abwechselnd auf dieser mysteriösen Uhr. Während der Tagesstunden verweisen Sonnenstrahlen auf die Stunden und ein gebläuter Zeiger im unteren Halbkreis auf die Minuten. Nachts erscheint statt der Sonne der Mond und dient somit der Tag-Nachtanzeige. Cartier hat dieses Handaufzugskaliber ausgeklügelt und nennt die 40 Millimeter große Rotgold-Kreation 'Rotonde de Cartier Mysterious Day & Night’. Kostenpunkt ca. 63.000 Euro.

Foto: Cartier
4 / 47

Hohes Kreisch-Potenzial: Christophe Claret kreierte diesen Hingucker, in dem sich eine afrikanische Natter um das Handaufzugswerk schlängelt. Zudem besitzt die 'Maestro Pantherophis' eine eingebaute Memo-Funktion: Ein roter Rubin auf dem Zifferblatt erinnert bei 4 Uhr an wichtige Termine. Obwohl hier 346 Einzelteile agieren, wird eine erstaunlich hohe Gangreserve von sieben Tagen garantiert. 42 Millimeter misst das schwarz beschichtete Titan-Modell, von dem nur 28 Exemplare zu je ca. 95.000 Euro hergestellt werden.

Foto: Christophe Claret
5 / 47

Absoluter Seltenheitswert: Bisher wagte noch keine Manufaktur, ein Tourbillon in einen Regulator zu integrieren. Nach über zwei Jahren Entwicklung traut sich Ferdinand Berthoud nun, diese anspruchsvollen Komplikationen in der 'Chronomètre FB 1R.6-1’ zu vereinen. Das Manufakturkaliber mit Handaufzug arbeitet mit einem traditionellen Kette-Schnecke-Getriebe, zeigt die Minuten mit einem dezentralen Zeiger an, die Stunden über eine Scheibe und die Sekunden über einen goldenen Zentralzeiger. Mindestens 53 Stunden Gangreserve meistert dieses Ausnahmeobjekt und die besonders präzise, was durch ein COSC-Chronometer-Zertifikat bescheinigt wird. Ebenso innovativ zeigt sich das Gehäusematerial: Mit Karbon vaporisierter Edelstahl, der 1200-mal härter als Keramik ist. Anders formuliert: es ist unmöglich, dem Hightech-Material Kratzer zuzufügen. Nur 20 Sammler-Exemplare werden produziert für je 238.500 Euro.

Foto: Ferdinand Berthoud
6 / 47

Stilvolle Ergänzung: Die Erfolgs-Serie 'Laureato’ von Girard-Perregaux, deren Design auf die 1970er-Jahre zurückgeht, erhält eine sinnvolle Bereicherung. Den stylischen 'Laureato Chronographen’ mit einem aufwendigen Clou-de-Paris-Zifferblatt im Panda-Stil – so nennen Uhrenfreaks die Aufmachung aus dunklen Totalisatoren auf hellem Zifferblatt. Die Manufaktur fertigt das Automatikwerk inhouse und verwendet dafür veredelte Dubois Depraz Module. Neben mehreren Farbvarianten stehen zwei Gehäusegrößen zur Wahl: entweder 38 oder 42 Millimeter aus Edelstahl für 13.900 oder 14.600 Euro.

Foto: Girard-Perregaux
7 / 47

Weniger ist mehr – damit ist Greubel Forsey erneut der Zeit voraus. Um den Faktor 1800 geringeren Energieverbrauch und 96 Prozent weniger Platz benötigt der patentierte und neu konzipierte Nano-Mechanismus für die springende Sekunde. Das hauseigene Forschungslabor EWT (Experimental Watch Technology) entwickelte über zehn Jahre lang diese puristische Konzept-Uhr 'Nano Foudroyante EWT’ und ist damit ihrem großen Ziel ein Stück näher – die erste mechanische Armbanduhr der Welt zu kreieren, die sagenhafte 180 Tage Gangreserve meistert.

Foto: Greubel Forsey
8 / 47

Freak-Show: Ein Telegraphen-Relais aus dem letzten Jahrhundert möchte man meinen. Korrekt ist jedoch, dass dieses Upper-Class-Faktotum von Hautlence 170.000 Euro kostet und sein automatisches Manufakturkaliber drei Patente besitzt. Zum einen für die springende Stundenanzeige, zum anderen für die Hemmung, die Schwerkraftfehler gekonnt ausgleicht. Und drittens für die zwei Federhäuser, die separat die Hemmung sowie die Stunden- und Minutensprünge mit Energie versorgen. 'Vortex Gamma Magma’ heißt dieses Konstrukt mit Gangreserveanzeige und sichtbarer Hemmung, die auf den ersten Blick einem Tourbillon ähnelt – also nicht verwirren lassen. Das Gehäuse ist aus dem Verbundwerkstoff HLLightColor gefertigt, der an orange glühende Lava erinnern soll.

Foto: Hautlence
9 / 47

Kesses Viereck: Als unabhängige Luxusmarke traut sich Hermès, eine durchdachte Herrenuhr abseits vom Mainstream-Einerlei zu lancieren und setzt damit neue Designmerkmale. Der Architekt Marc Berthier entwarf die quadratische Dress Watch 'Carré H’ aus mattem Titan. Hinter dem anthrazitfarbenen Zifferblatt und leuchtgrünen Sekundenzeiger kommt ein hauseigenes Automatikwerk zu Einsatz. Und damit sich das Gehäuse mit der Kantenlänge von 38 Millimeter angenehm ans Handgelenk schmiegt, sind die Gehäuserückseite und der Saphirglasboden sogar gewölbt. 5900 Euro.

10 / 47

Klassiker: Das Segment der diskreten Dress Watches bedient IWC mit der 'Da Vinci Automatic Edition 150 Years’, die die Marke zum diesjährigen Firmenjubiläum lanciert. Ein Automatikwerk ist in 40 Millimeter Edelstahl verbaut. Zur Wahl stehen sowohl ein weißes als auch ein blaues Zifferblatt mit einer Auflage von je 500 Exemplaren. 9500 Euro.

Foto: IWC
11 / 47

Comeback: Inspiriert vom Urahn 'Polaris’, den 1968 Jaeger-LeCoultre erstmals auflegte, kommt zur diesjährigen SIHH eine komplett Relaunch-Kollektion mit fünf sportlich-eleganten Modellen. Die Einstiegsvariante 'Polaris Automatic’ mit drei Zeigern, manufaktureigenem Kaliber und 41-Millimeter-Edelstahlgehäuse startet bei 6700 Euro. Als Highlight...

Foto: Jaeger-LeCoultre
12 / 47

... der Linie dient die 'Polaris Memovox’. Der legendäre 'Wecker’ wurde vor 50 Jahren als Taucheruhr konzipiert, die sowohl mit Vibration als auch mit Klingeln einen Alarm auslöst. Genau dieses Modell legt Jaeger-LeCoultre jetzt neu auf: 42 Millimeter groß, bestehend aus Edelstahl, drehbarer Innenlünette, reichlich Super-Luminova und vor allem mit dem automatischen Manufakturkaliber 956 inklusive Weckfunktion und Datum. Die Auflage ist auf 1000 Exemplare limitiert zu je 12.800 Euro.

Foto: Jaeger-LeCoultre
13 / 47

Familienzuwachs: Die Nobelmanufaktur A. Lange & Söhne gönnt seiner 'Saxonia’ Familie ein neues Mitglied, das unverkennbar ein charakteristisches Merkmal besitzt – das exzellent ablesbare Großdatum. Zudem ist die 'Saxonia Grossdatum’ mit einem schwarz galvanisierten Zifferblatt aus massivem Silber, einer separaten Sekunde sowie markanten Stunden- und Minutenzeigern angereichert. Antrieb leistet in dem Automatikwerk ein Platin-Rotor und überzeugt mit einer konstanten 72-stündigen Laufzeit. Fast schon zierliche 38,5 Millimeter misst das Gehäuse. 24.500 Euro für die Weißgoldvariante.

Foto: Lange Uhren
14 / 47

Raffinierte Weltneuheit: Mit dem 'Triple Split’ hält A. Lange Söhne erneut Uhrenliebhabern eine Spezialität vor die Nase – den weltweit ersten mechanischen Schleppzeiger-Chronographen, der mehrstündige Vergleichszeitmessungen erlaubt. Was nach technischer Spielerei klingt, macht durchaus Sinn. Mit ihm lassen sich gleichzeitig mehrere Zwischenzeiten, und zwar bis zu je zwölf Stunden messen, um beispielsweise ein spannendes Wettrennen zweier Rivalen zu stoppen. Dank der Tachometerskala lässt sich zudem die Geschwindigkeit ermittelt. Ebenso erlaubt dieser Vorzeige-Chronograph Additionsmessungen. Dass bei so viel Action eine Gangreserve von sogar 55 Stunden garantiert ist, die zudem angezeigt wird, erstaunt umso mehr. Das Handaufzugskaliber L.132.1 wurde komplett neu entwickelt, besteht aus 567 Komponenten und das benötigt Platz – auf 43,2 Millimeter Diagonale kommt das Weißgoldgehäuse. Nur 100 Exemplare werden für je 139.000 Euro gefertigt.

Foto: Lange Uhren
15 / 47

Erfrischend neu, erfrischend anders: Das ist Montblancs Retro-Kollektion 1858. Von links: Viel los ist auf der Weltzeituhr 'Geosphere 1858’. Ihr Automatikwerk treibt eine zweite Zeitzone an, zeigt die Zeiten sowohl auf der nördlichen als auch auf der südlichen Welthalbkugel und besitzt eine 24-Stundenskala mit Tag-/Nachtanzeige für 5190 Euro. Der tarngrüne Hingucker nennt sich '1858 Monopusher Chronograph Limited Edition 100’ und besitzt einen ausgeklügelten Handaufzug, der konstant 55 Stunden tickt. Auf 100 Stück ist der 40 Millimeter schlanke Edelstahl-Chronograph limitiert und kostet 28.000 Euro. Mit einem Textilarmband im Nadelstreifen-Look ist der '1858 Automatic Chronograph’ ausgestattet. Er misst 42 Millimeter, besteht aus Edelstahl und kostet 3990 Euro. Mit 2490 Euro noch preiswerter entpuppt sich der Zwei-Zeiger-Purist '1858 Automatic’. Das Besondere an diesem Militär-Veteranen ist seine Kombination aus Edelstahl und Bronze. Montblancs...

Foto: Montblanc
16 / 47

... Weltzeituhr 'Geosphere 1858’ besitzt eine weitere Zusatzausstattung, die im Preis inklusive ist: eine Armbandmanschette aus Sfumato-Kalbsleder zum Wechseln.

Foto: Montblanc
17 / 47

Bezahlbare Eleganz: Die 'Star Legacy Automatic Date’ von Montblanc kostet 2690 Euro. Dafür erhält man auch ein solides Automatikwerk mit Datumsanzeige in einem anschmiegsamen 39 Millimeter großen Edelstahlgehäuse inklusive Saphirglasboden und echtem Alligatorlederarmband.

Foto: Montblanc
18 / 47

Anderes Kaliber: Mit dem neuen P.6000 verzichtet Panerai jetzt gänzlich auf zugelieferte Werke von Eta. Zwar handelt sich bei dem Handaufzugskaliber nicht um ein manufaktureigenes, dafür jedoch um eines aus dem Konstruktions-Labor der Richemont-Gruppe, was die Sache preislich attraktiv macht. Zum ersten Mal setzt es jetzt Panerai in der 'Luminor Base Logo 3 Days Acciaio 44mm’ ein und bietet die Zwei-Zeiger-Uhr für 4600 Euro. Eine weitere Neuerung sind die Textilarmbänder im lässigen Jeans-Look.

Foto: Panerai
19 / 47

Weltrekord: Schon 2014 lancierte die Highend-Manufaktur Piaget den flachsten Handaufzug der Welt. Dass es nicht one lucky shot war, zeigt sich jetzt mit der 'Altiplano Ultimate 910P'. Sie gilt mit 4,3 Millimeter Gesamthöhe als aktuell flachste Automatikuhr der Welt. Um das zu erreichen, entwickelte die Uhrmacher über drei Jahre lang ein Kaliber, das sich neben den Zeigern ansiedelt und nicht wie üblich dahinter. Der Aufzugsrotor ist in peripherer Position eingebaut, in der er das Werk umkreist. Zudem besitzt der tiefergelegte Zeitmesser keine Grundplatine, sondern verwendet dafür den Gehäuseboden. Kaum zu glauben, dass hier 291 Komponenten ihren Platz auf 41 Millimeter Diagonale finden und sogar konstant 50 Stunden Energie liefern. Zur Wahl stehen eine Rot- und eine Weißgoldvariante, die preislich bei etwa 23.000 Euro liegen.

Foto: Piaget
20 / 47

Weniger geht nicht: Noch ist sie ein Entwicklungsprojekt und steht nicht zum Verkauf – die weißgoldene Konzept-Uhr 'Ultimate Concept’ von Piaget, die inklusive Gehäuse auf nur sagenhafte 2 Millimeter Höhe kommt. Unter den Handaufzügen ist das ein neuer Weltrekord. Ebenso rekordverdächtig ist das minimale Gesamtgewicht von nur 21,7 Gramm.

Foto: Piaget
21 / 47

Weltpremiere: Die kleine belgische Uhrenmarke Ressence, die erst 2011 gegründet wurde, macht den großen Manufakturen vor, wie man sinnvoll Mechanik mit Smart-Tech vereint. In der 'Type 2 e-Crown Concept’ stellt sich die korrekte Uhrzeit automatisch ein. Dafür sorgt ein elektromechanisches Modul, das die Zeitzone auf das mechanische Automatikkaliber überträgt. So muss der Träger bei Zeitzonen- oder Sommer-/Winterzeitenwechsel nie seine Uhr nachregulieren. Ressence besitzt auf das Konstrukt aus 500 Komponenten ein Patent. Ab Juni soll dieser Selbstbestimmer in den Handel kommen, dann steht auch der Preis fest.

Foto: Ressence
22 / 47

Seltene Kombination: Diamanten mit Keramik vereint Richard Mille in seiner neuen Damenuhr 'RM 07-01’. Um das Finish zu perfektionieren, kommen schwarzer Onyx-Besatz, Rotgold und ein Automatikwerk hinzu, das teils aus Titan besteht. Den Preis möchte die Marke noch nicht verraten.

Foto: Richard Mille
23 / 47

Für Polo-Freunde: Die RM 53-01 ihrerseits ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von Richard Mille und Polo-As Pablo Mac Donough. Die sportliche Uhr besitzt ein aufgehängtes Tourbillonkaliber, das durch das neuartige Saphir-Verbundglas des TPT-Karbon-Gehäuses bewundert werden kann.

Foto: Richard Mille
24 / 47

Materialschlacht: Roger Dubuis startet mit einer Kooperation mit Lamborghinis Rennsportabteilung Squadra Corse ins neue Jahr. Das Ergebnis ist eine wahre Materialschlacht aus Roségold, Titan, Karbon und Kautschuk auf 45 Millimetern und nennt sich 'Excalibur Aventador S’. Extra dafür konstruiert wurde das Handaufzugskaliber, das an Lamborghini Motoren erinnert. Statt einer Tankanzeige verfügt der Bolide über eine für die Gangreserve. Nur 28 Exemplare zu je 216.000 Euro.

Foto: Roger Dubuis
25 / 47

Trendig: Dass bei der Traditionsmanufaktur Vacheron Constantin jetzt andere Zeiten anbrechen, zeigt die komplett neue Kollektion 'Fiftysix’. Sechs Modelle, mal ganz schlicht, mal mit mehreren Funktionen, erscheinen im trendigen Retro-Design der 1950er-Jahre und zum ersten Mal in ihrer 263-jährigen Geschichte bietet die Manufaktur in einer klassischen Kollektion auch Edelstahl-Versionen an. Die 'Fiftysix Automatik’ mit drei Zeigern und Datum misst schlanke 40 Millimeter Durchmesser. Weniger Aus Roségold 19.800 Euro, aus Edelstahl 11.900 Euro.

Foto: Vacheron Constantin
26 / 47

Begleiter fürs Global Business: die überarbeitete 'Overseas Dual Time' kombiniert einen sportiven Look mit ausgeklügelten Funktionen: der Pfeil-Zeiger verweist auf eine zweite Zeitzone und die 12-Stunden-Anzeige kann über die Krone in beide Richtungen eingestellt werden. Darüber wird die Tag-/Nachtanzeige für die Heimatzeit ebenso synchronisiert wie der Datumszeiger mit der lokalen Ortszeit. Der Reisebegleiter arbeitet automatisch nonstop 60 Stunden, trägt mit 41 Millimeter auch nicht zu sehr auf und ein Metall-, ein Kautschuk- sowie ein Alligatorlederarmband zum Wechseln sind im Preis inklusive. In Edelstahl 25.200 Euro.

Foto: Vacheron Constantin
27 / 47

Kleine Sensation: Punktete Baume & Mercier bisher dank zugelieferter Werke mit preisfairen Modellen, überrascht die Marke jetzt mit dem eigenen Automatikwerk BM12-1975A. Das Kaliber ist resistent vor Magnetfeldern, meistert dank einer Silizium-Spiralfeder und -Hemmung eine Gangreserve von fünf Tagen und arbeitet so präzise, dass es als COSC-Chronometer zertifiziert wurde. Sein Debüt feiert das Werk in der 'Clifton Baumatic', die mit klassischen Design und porzellanartigem Zifferblatt sowohl Anzugträger als auch Youngster auf der Retro-Welle anspricht. 40 Millimeter Diagonale aus Edelstahl, 2450 Euro. Wer eine COSC-Zertifizierung wünscht, darf 150 Euro drauflegen.

Foto: Baume & Mercier
28 / 47

Schwebezustand: Bei Cartiers 'Rotonde Skeleton Mysterious Double Tourbillon' scheint das Tourbillon zu schweben. Entwickelt wurde das Handaufzugskaliber schon 2013, kommt jedoch zum SIHH in einer neuen skelettierten Version mit Platingehäuse. Das Tourbillon meistert eine Drehung um die eigene Achse in 60 Sekunden, während sich sein Käfig ein Mal in fünf Minuten dreht. 215.000 Euro.

Foto: Cartier
29 / 47

Retro modern interpretiert: Seiner Ikone aus den 1970er-Jahren, der Laureato, gönnt Girard-Perregaux jetzt ein kratzresistentes Keramikgehäuse und -armband und tauft sie auf den Namen 'Laureato Skeleton Ceramic'. Um das automatische Manufakturkaliber mit Tourbillon auch beim Tragen besser bestaunen zu können, ist es skelettiert. 42 Millimeter hohe Uhrmacherei für 37.200 Euro.

Foto: Girard-Perregaux
30 / 47

Smart casual: Hermès stellt dieses Jahr nicht nur erstmals auf dem SIHH aus, sondern lanciert auch seine erste Titan-Uhr. 'Arceau Chrono Titane' heißt der etwas schräge Chronograph mit seinen verdrehten Ziffern und asymmetrischen Bandanstößen. Das Automatikwerk kommt von Eta, das cognacfarbene Kalbslederband aus der eigenen Ledermanufaktur. 4200 Euro.

Foto: Hermès
31 / 47

IWC-Jubilar: 2018 wird IWC 150 Jahre alt und feiert das mit einer Jubiläumskollektion mit 27 limitierten Modellen. Das Highlight: erstmals stellt die Manufaktur eine Armbanduhr mit digitaler Stunden- und Minutenanzeige vor. Angelehnt ist die 45 Millimeter große 'Tribut To Pallweber Edition 150 Years' an eine Taschenuhr von 1884. Das komplett neu entwickelte Handaufzugskaliber meistert eine Gangreserve von 60 Stunden. Drei Farbversionen werden angeboten, darunter 250 Rotgold-Modelle mit weißem Lack-Zifferblatt zu rund 38.000 Euro.

Foto: IWC
32 / 47

Liebhaberstück: Die 'Portugieser Constant-Force Tourbillon Edition 150 Years' ist ein weiteres Technik-Highlight von IWC. Das neu konzipierte Manufakturkaliber mit Handaufzug und einer Gangreserve von 96 Stunden kombiniert zum ersten Mal ein Konstantkraft-Tourbillon mit einer Mondphasenanzeige, die erst nach 577,5 Jahren um einen Tag korrigiert werden muss. Der patentierte Konstant-Kraft-Mechanismus überträgt absolut gleichmäßige Impulse auf das Ankerrad, wodurch die Uhr mit besonders hoher Präzision punktet. Nur 15 Exemplare werden aus Platin mit weißem Zifferblatt und 15 weitere im blau gefertigt. Rund 250.000 Euro.

Foto: IWC
33 / 47

Doppeldeutig: Ihre berühmte Polo-Uhr, die Reverso, lanciert die Manufaktur Jaeger-LeCoultre jetzt mit einem zweifarbigen Armband aus der argentinischen Ledermanufaktur Casa Fagliano. Doppeldeutig bleibt das Rotgold-Modell 'Reverso Tribute Duoface' auch mit seinen zwei Gesichtern: die Vorderseite kommt im angesagten Design der schiefergrauen Zifferblätter mit Stunden-, Minuten- und Sekundenanzeige,...

Foto: Jaeger-LeCoultre
34 / 47

... auf der Rückseite mit silberfarbenen Clous-de-Paris Dekor wird eine zweite Zeitzone mit einer Tag-/Nachtanzeige verkündet. Dazwischen arbeitet ein Manufakturkaliber mit Handaufzug. Trotz der Vielseitigkeit misst die elegante Dress Watch nur 10,9 Millimeter Höhe. 100 limitierte Exemplare zu je 21.000 Euro.

Foto: Jaeger-LeCoultre
35 / 47

Zum Andenken: Mit der Sonderkollektion '1815 Homage to Walter Lange' erinnert A. Lange & Söhne an den Mann, der 1990 die Feinuhrmacherei zurück nach Glashütte brachte und während des letzten SIHH verstarb. Die Funktion der springenden Zentralsekunde mit einem Start-/Stopp-Mechanismus wurde 1867 von Walter Langes Urgroßvater Ferdinand Adolph Lange erfunden. Auf Wunsch lässt sich die Sekunde anhalten und starten, um die Uhrzeit präzise einstellen zu können oder um den Puls zu messen. Das neu entwickelte Handaufzugskaliber L1924 erinnert an das Geburtsjahr von Walter Lange und meistert 60 Stunden Gangreserve. Mit einer Diagonale von 40,5 Millimetern werden 145 Modelle in Weißgold, 90 in Rotgold und 27 in Gelbgold zu je 47.000 Euro erscheinen. Zudem existiert ein Unikat der '1815 Homage to Walter Lange': Es besitzt ein schwarzes Emaille-Zifferblatt und besteht aus Edelstahl, einem Material, das die Manufaktur bisher nur für exklusive Sonderanfertigungen verwendet. Es soll versteigert und der Erlös einem wohltätigen Zweck gespendet werden.

Foto: A. Lange & Söhne
36 / 47

Tierisch: Auf Edel-Spielzeug mit Sonderfunktionen hat sich MB&F spezialisiert. Vornehmer ausgedrückt handelt es sich um mechanische Automaten, so auch bei der jüngsten Co-Kreation 'Kelys & Chirp': bei leichtem Druck auf den Schwanz der Schildkröte läuft sie langsam los und nach ein paar Sekunden erscheint ihr kleiner Freund...

Foto: MB&F
37 / 47

... ein kleiner Vogel taucht auf, flattert mit den Flügeln und trällert munter darauflos. Anschließend watschelt die 24 Zentimeter lange Schildkröte weiter. Angst vor Abstürzen braucht man nicht zu haben: Ein cleveres Sicherheitssystem mit Rutschkupplung erkennt Tischkanten und stoppt das Edelstahl-Tierchen. Kreiert hat dieses tierische Wunderwerk MB&F zusammen mit Nicolas Court und der Manufaktur für Spieluhren und Singvogeldosen Reuge. Jedes der 18 Exemplare in Blau, Rot, Gelb und Grün kostet 49.900 Euro.

Foto: MB&F
38 / 47

Rennbolide als Multitalent: beim 'TimeWalker Rally Timer Chronograph Limited Edition 100' knüpft Montblanc an legendäre Stoppuhren für Autorennen aus den 1930er-Jahren seiner Manufaktur Minerva an. Allerdings ist dieses maskuline Statement von 50 Millimetern mehr als ein Monopusher-Chronograph mit Tachymeterskala. Dank eines cleveren Klipp-Systems ist er als Armband- und Tischuhr mehrfach einsetzbar. Angetrieben wird der Bolide von einem Manufakturkaliber mit Handaufzug und bietet 50 Stunden Gangreserve. Damit die TimeWalker nicht zu schwer aufträgt, besteht das Gehäuse aus leichtem Titan und besitzt einen Glasboden. Das Gehäuse lässt sich um 180° drehen, damit der Träger schnell im optimalen Blickwinkel die Zeit ablesen kann. 37.000 Euro.

Foto: Montblanc
39 / 47

Nostalgiker: Als Hommage an die 1930er-Jahre der Minerva-Manufaktur legt Montblanc den stilvollen '1858 Chronograph Tachymeter Limited Edition 100' im Vintage-Design neu auf. Voll im Trend liegt das Bronzegehäuse, das eine individuelle Patina entwickelt. Antrieb leistet ein Manufakturkaliber mit Handaufzug. 27.500 Euro.

Foto: Montblanc
40 / 47

Panda-Look: Im Rennen um lässige Retro-Chronographen nimmt Montblanc eine Pole-Position ein. Das Design des 'TimeWalker Manufacture Chronograph' aus dunklen Totalisatoren auf hellem Zifferblatt bezeichnen Kenner als Panda. Retro-konform gibt sich auch das perforierte Sfumato-Lederarmband. Mit Automatikwerk, 43 Millimeter Edelstahlgehäuse und kratzfester Keramiklünette für 4990 Euro.

Foto: Montblanc
41 / 47

Skandal-Uhr: H. Moser & Cie bezeichnet seine Neuheit selbst als Frankenstein-Uhr. Und tatsächlich, beim genauen Hinsehen entpuppt sich die 'Swiss Icons Watch' wie Frankenstein als ein kurioses Sammelsurium: die Lünette erinnert an die Rolex GMT Master II, das Zifferblatt an die Nautilus von Patek Philippe, der Kronenbügel und die Ziffern an Panerais typische Luminor, die Tourbillon-Brücke an Girard-Perregaux, das Logo an IWC, die Cabochon-Krone an Cartier und das Gehäuse an Hublot usw. Kurzum ein Einzelstück aus kopierten Charakteristika berühmter Uhrenikonen. Eigentlich sollte das Einzelstück im Anschluss an den SIHH versteigert und der Erlös an die Fondation pour la Culture Horlogère Suisse (Stiftung für Schweizer Uhrmacherkultur) gespendet werden. Aber daraus wird nichts: "Die Swiss Icons Watch wird nicht weiter präsentiert und wird auch nicht verkauft", ließ der CEO Edouard Meylan keine 24 Stunden nach der Vorstellung der Uhr kleinlaut wissen und löschte dazu alles auf seiner Homepage. Hintergrund dürfte wohl die eine oder andere Abmahnung aus anderen Uhrenhäusern sein.

Foto: H. Moser & Cie
42 / 47

Vollgas: Wer zum 1500 PS starken Bugatti Chiron noch das passende Superlativ fürs Handgelenk sucht, kann aufatmen. Mit der 'Bugatti Type 390' vollzieht Parmigiani eine bisher nie dagewesene Konstruktion, in der sich ein automobiles und uhrmacherisches Konzept konsequent vereinen. Das zylinderförmige Handaufzugskaliber ist auf einer Achse oberhalb des Zifferblatts quer eingebaut. An der linken Seite befindet sich ein fliegendes Minutentourbillon, das mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde recht flott unterwegs ist. Die Konstruktion versteht sich als Pendant zum W16-Motor des Bugatti. Analog zu den beiden Benzintanks sorgen zwei Federhäuser für eine 80-stündige Energieversorgung. In Rotgold oder Weißgold je zehn limitierte Schnäppchen-Exemplare: sie kosten nämlich nur rund zehn Prozent des 2,86 Mio. Euro teuren Sportwagens – 295.000 Euro.

Foto: Parmigiani
43 / 47

Relaunch: Vor 17 Jahren präsentierte die Edelmanufaktur Parmigiani die tonneauförmige Kollektion Kalpa. Dieses Jahr erleben drei Modelle ein Revival mit neuen Formkalibern, die nicht wie üblich rund sind, sondern sich der Gehäuseform anpassen. Mit dabei der 'Kalpa Chronor' mit dem weltweit ersten Chronographen-Automatikwerk PF365 aus massivem Gold, der sich durch einen Safirglasboden verlockend zur Schau stellt. Mit 36.000 Schwingungen pro Stunde ist das Kaliber besonders flott getaktet, was für eine hohe Ganggenauigkeit sorgt und es mit einem COSC-Chronometer-Zertifikat adelt. Trotz der Hochleistung meistert es eine Laufzeit von konstant 65 Stunden. Nur 50 limitierte Exemplare werden auf den Markt kommen, wobei man den Preis anfragen muss.

Foto: Parmigiani
44 / 47

Handwerkskunst für Uhrenkenner: Römische Ziffern, diskretes Edelstahl, mit 9,6 Millimetern extraflach und mit 40 Millimetern angenehm zu tragen. Zudem überzeugt die 'Classico Manufacture Grand Feu' von Ulysse Nardin mit einem schwarzen Emaille-Zifferblatt, das von Hand gefertigt wird. Ebenso das automatische Manufakturkaliber UN-320 mit Datum-Schnellstellung in beide Richtungen sowie der berühmten und patentierten Silizium-Unruhspirale und -Ankerhemmung, die durch einen Saphirglasboden zu beobachten sind. Etwa 8500 Euro inklusive Fünf-Jahres-Garantie.

Foto: Ulysee Nardin
45 / 47

Military-Style: Meist ist dieser Stil in Taucher- und Pilotenuhren anzutreffen. Eine große Ausnahme offeriert jetzt Ulysse Nardin mit der Marine Torpilleur Military – eine U-Boot-Uhr aus Edelstahl im coolen Retrostil aus den Anfängen des vergangenen Jahrhunderts. Sowohl das kontraststarke Design dank selbstleuchtender Ziffern und Zeigern als auch die 44 Diagonale garantieren eine exzellente Ablesbarkeit zu jeder Tages- und Nachtzeit. Antrieb leistet das manufaktureigene Automatikwerk mit 60 Stunden Gangreserve. Mit an Bord ein COSC-Chronometer-Zertifikat. 300 limitierte Sammlerexemplare, Kostenpunkt etwa 7900 Euro.

Foto: Ulysee Nardin
46 / 47

Diskreter geht es kaum: Seit 2006 lanciert Vacheron Constantin eine besonders exklusive Sammlerserie – die Collection Excellence Platine. Nur wenige Exemplare erscheinen aus massivem Platin, in der sogar die Steppnaht des Armbandes bis hin zum Zifferblatt aus dem Edelmetall bestehen. Auf dem diesjährigen SIHH wird der 'Traditionelle Vollkalender Collection Excellence Platine' vorgestellt, der mit einem manufaktureigenen Automatikwerk die Mondphase und das Mondalter anzeigt, zudem den Wochentag, das Datum und den Monat. Trotz der vielen Funktionen ist der Gesamtauftritt noch übersichtlich, fast schon dezent, was auch an der Gehäusegröße von 41 Millimetern liegt. In einer Auflage von nur 100 Exemplaren für je 68.000 Euro.

Foto: Vacheron Constantin
47 / 47

Ein Kosmos für die Damenwelt: Auf der 'Planétarium' aus dem Hause Van Cleef & Arpels ist eine 38 Millimeter große Mini-Galaxie nicht nur abgebildet: hier kreisen tatsächlich die drei Planeten Merkur bestehend aus rosa Perlmutt, die Venus aus grünem Emaille und die Erde aus einem Türkis samt begleitendem Mond in Form eines Diamanten um eine rotgoldene Sonne - und zwar in Echtzeit. Die Uhrzeit auf dem blauen Planeten zeigt eine Sternschnuppe an. Auf der Rückseite der Weißgolduhr mit Automatikwerk zeigen zwei weitere Displays das Datum, den Monat und das Jahr an. Preis auf Anfrage.

Foto: Van Cleef & Arples
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.