Selbst ist die Fabrik Welche Firmen auf eigene Kraftwerke setzen

Angesichts des geplanten Atomausstiegs fürchten Industriebetriebe Strompreiserhöhungen und Blackouts. Eine wachsende Zahl von Unternehmen setzt deshalb auf eigene Kraftwerke. Diese decken mitunter den gesamten eigenen Strombedarf.
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Papierfabrik Spremberg: Als der Versorger Vattenfall die Preise für Prozesswärme stark anhob, entschloss sich die Papierfabrik zum Bau eines eigenen Kraftwerks, das auch Strom erzeugt. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 140 Millionen Euro. Die Anlage hat eine Nennleistung von 110 Megawatt (thermisch) und 19,5 Megawatt (elektrisch). Zum Vergleich: Ein Kernreaktor kommt auf gut 1000 Megawatt (elektrisch), ein modernes Windrad auf etwa drei. Das Spremberger Kraftwerk soll ab 2012 mit Gewerbeabfall befeuert werden.

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Daimler: Das Heizkraftwerk am Standort Sindelfingen liefert seit 1960 Strom und Wärme. Derzeit modernisiert der Konzern die Anlage für 38 Millionen Euro. Sie hat eine elektrische Nettoleistung von 24 Megawatt und deckt etwa 37 Prozent des Strombedarfs im Werk.

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BMW: Im Werk Leipzig ist seit 2009 ein 3-Megawatt-Blockheizkraftwerk in Betrieb...

Foto: BMW
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...die Abwärme des Motors versorgt die Heizungsanlage und dient der Produktion in der Lackiererei.

Foto: BMW
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Warsteiner: Die Brauerei hat ein 2,3 Megawatt-Blockheizkraftwerk auf dem Firmengelände errichtet. Es deckt nach Firmenangaben 10 Prozent des Strombedarfs.

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Cargill: Eine Dampfturbine, ein Dampfkessel sowie ein Blockheizkraftwerk (14 Megawatt) versorgen das Werk in Krefeld. Dort erzeugt das Unternehmen Stärke für die Lebensmittelindustrie. Die CO2-Emissionen sind im Zuge von Modernisierungen der eigenen Kraftwerkskapazitäten laut Unternehmensangaben um 30 Prozent gesunken.

Foto: REUTERS
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Peri: Der Hersteller von Schalungs- und Gerüstsystemen baute im Zuge der Werkserweiterung bei Ulm für fünf Millionen Euro ein Biomasseheizkraftwerk. Es hat eine elektrische Leistung von 600 Kilowatt.

Foto: PERI
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Leipa: Die Papierfabrik hat in Schwedt an der Oder 164 Millionen Euro in ein Kraftwerk mit 25 Megawatt elektrischer Leistung investiert. Darin verwertet Leipa auch auf dem Gelände anfallende Gewerbeabfälle.

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BASF: Der Chemiekonzern gehört zu den Vorreitern bei der Selbstversorgung mit Strom und Gas. Am Stammsitz in Ludwigshafen erzeugt das Unternehmen die gesamte Menge Strom und Wärme selbst, die es für die Produktion benötigt.

Foto: BASF
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Durch einen Kanal strömt 600 Grad heißes Kraftwerksabgas zu einem Kessel, in dem es zur Dampferzeugung genutzt wird. Diese "Weiterverwertung" des Abgases aus der Stromproduktion ermöglicht einer wachsenden Zahl von Firmen den wirtschaftlichen Bau eines eigenen Kraftwerks.

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