Seehofer bietet Rücktritt an Gestritten, gerungen, gegangen

Getrennt berieten CDU und CSU über die Streitfragen der Asylpolitik. Nach acht Stunden zog Parteichef Horst Seehofer in München plötzlich Konsequenzen. Die Bilder der vergangenen Nacht.
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Nach außen locker, doch innerlich angespannt: Seit Wochen streiten CDU und CSU über die Frage, ob bestimmte Flüchtlinge direkt an der deutschen Grenze zurückgewiesen werden dürfen. So sieht es der "Masterplan Migration" von Innenminister Horst Seehofer vor. Doch die Kanzlerin will keine nationale, sondern eine europäische Lösung.

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Ende vergangener Woche verhandelte sie auf einem EU-Gipfel in Brüssel mit mehreren Staaten, vereinbarte Abkommen über die Rücknahme von Flüchtlingen. Doch es war unklar, ob die CSU darauf eingeht, sich damit zufrieden gibt. Beide Parteien tagten am Sonntag in ihren Spitzengremien dazu - getrennt. Merkel und die Parteikollegen - wie Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer - in Berlin, Seehofer in München.

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In der Berliner CDU-Parteizentrale zeigte sich früh, dass die Parteispitze hinter der Kanzlerin und ihrem europäischen Ansatz steht.

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Auf zu den nächsten Gesprächen: Horst Seehofer in der Münchner CSU-Parteizentrale mit seinen Leibwächtern.

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Um 19 Uhr wollte der CSU-Chef dann eigentlich vor die Kameras treten, die Presse über seine Entscheidung in der Asylfrage informieren.

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Immer wieder wurde das Statement verschoben. Der Grund: die vielen Wortmeldungen der CSU-Politiker im Vorstand.

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Schließlich sickerte durch: Seehofer will seine Ämter als CSU-Parteivorsitzender und Innenminister aufgeben.

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CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (links) soll angeblich versucht haben, Seehofer von seinem Plan abzuhalten. Die CSU-Sitzung wurde unterbrochen, Seehofer beriet sich im kleinen Kreis mit der Parteispitze.

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Anschließend bestätigte Seehofer sein Rücktrittsangebot - und sagte zugleich, als "Zwischenschritt" werde man an diesem Montag ein Gespräch mit der CDU führen, "in der Hoffnung, dass wir uns verständigen". "Alles Weitere" werde anschließend entschieden.

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Und die Kanzlerin? Angela Merkel hatte sich bei der Aufzeichnung eines ZDF-Sommerinterviews nicht konkret dazu geäußert, ob es eine Lösung im Streit mit der CDU geben könnte. Der CDU-Parteivorstand machte mehrfach deutlich, in der Asylfrage hinter ihr und der europäischen Lösung zu stehen.

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