Schmähpreis Plagiarius Das sind die dreistesten Plagiate

Hundeleinen, Bürostühle, Teekannen: Kaum ein Produkt ist vor Piraterie sicher, Plagiate sind ein Milliardengeschäft. Die dreistesten Klone sind jetzt mit dem Schmähpreis Plagiarius ausgezeichnet worden - sehen Sie hier die dreistesten Fälschungen.
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Globalisierung, Internet und leichtgläubige (Online-)Schnäppchenjäger - das sind die Haupttreiber für die schnelle Ausbreitung von Produkt- und Markenpiraterie. Während die Fälscher abkassieren, sind die (Image-)Schäden für die Originalhersteller und die Sicherheitsrisiken für die Verbraucher groß.
Seit 1977 vergibt der Verein Plagiarius e.V. den gleichnamigen und gefürchteten Negativ-Preis an Hersteller und Händler besonders dreister Plagiate. Sein Ziel: Die Menschen für die teils kriminellen Geschäftspraktiken von Produkt- und Markenpiraten sensibilisieren. Die Trophäe: ein Zwerg mit goldener Nasse. Sehen Sie die zehn dreistesten, ausgezeichneten Plagiate ...

Foto: Plagiarius
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Platz eins geht an anonyme Online-Anbieter, die Hundeleinen des deutschen Herstellers Flexi Bogdahn fälschten (links im Bild das Original) und auf Amazon über Drittanbieter verkauften. Das Unternehmen hat seit Sommer 2016 mit schweren Umsatzeinbußen zu kämpfen. Zudem beschweren sich zahlreiche Kunden, weil sich die Leine der Fälschung nach nur ein paar Tagen nicht mehr einziehen lässt. Auf Amazon werden die Fälschungen immer noch angeboten, US-Behörden konnten die Täter bisher nicht ermitteln.

Foto: Aktion Plagiarius
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Platz zwei belegt die chinesische Shenzhen Chunshan Trading Company. Das Unternehmen hat den Bürostuhl "Silver" der Firma Interstuhl Büromöbel (Original links) nachgeahmt. (Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieser Übersicht war irrtümlicherweise die Firma Steinbach und Vollmann genannt worden, die mit den hier abgebildeten Produkten nichts zu tun hat. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.)

Foto: Aktion Plagiarius
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Der dritte Platz geht an die Fälscher eines Druckmessgeräts der Firma Wika (Original links). Im Jahr 2015 wurden bei einer Razzia in Vietnam bereits zahlreiche Wika-Fälschungen beschlagnahmt. Doch das hielt die Fälscher nicht auf: Bei einer zweiten Razzia im Jahr 2016 wurden Geräte sichergestellt, die dieses Mal mit dem Schriftzug Vika versehen wurden.

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Neben den drei Preisträgern wurden sieben gleichrangige Produkte "ausgezeichnet". Darunter die Pilotjacke des dänischen Herstellers Mascot. Das Plagiat (r.) hat etwas grellere Farben, ansonsten ist mit dem bloßen Auge kein Unterschied feststellbar.

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Schwarzer Griff, statt silberner Griff - ansonsten sieht alles gleich aus. Ein Plagiat (r.) des Transportgeräts "Starcarrier" wurde über eine Firma in Slowenien vertrieben.

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Auf einem Basar in Dubai wurden die Design-Plagiate dieser knallgrünen Isolierkanne entdeckt. Die Nachahmer kopierten das Design des Original-Herstellers Helios (l.), vertrieben das Produkt aber illegal unter der Verwendung des Namens der Schweizer Marke Zepter. Wer sich hinter der Firma "Prima Germany" verbirgt, ist nicht bekannt.

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Ein besonders dreistes Plagiat ist dieser orangefarbene Gemüseschneider. Das Original(l.) kommt aus Deutschland, die Kopie wird über ein Handelsunternehmen in Prag vertrieben.

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Gleiches Modell, hellere Farbe? Die beiden Taschen sehen sich zum Verwechseln ähnlich -stammen jedoch von unterschiedlichen Herstellern. Das Original "Taschelini" (l.) stammt aus Erbach in Deutschland, das Plagiat wird in China hergestellt und in Japan verkauft.

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Auch der Nussknacker "Naomi" wurde dreist kopiert. Das Plagiat (r.) wird über einen chinesischen Online-Händler vertrieben.

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Gleich zwei Waschtischmischer der deutschen Firma Hansgrohe (Originale l.) wurden von zwei verschiedenen chinesischen Firmen kopiert.

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