Blick in die nahe Zukunft So sähe Deutschland ohne Merkel aus

Kaum zu glauben: Es wird eine Zukunft geben, in der Deutschland nicht von Angela Merkel regiert wird. So sähe das aus.
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Und Tschüs! Diese Geste sähen manche gerne. Mit dem Zittern um die SPD, aber auch mit dem Aufkommen junger Talente in der CDU (Daniel Günther, Tobias Hans - merken Sie sich diese Namen und bringen sie in die richtige Reihenfolge!) naht plötzlich eine neue Perspektive: Dieses Land könnte ja auch jemand anderes regieren. Wie aber sähe Deutschland ohne Angela Merkel aus? Wir zeigen es Ihnen ...

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Nämlich so: Die Autoindustrie als Wirtschaftszweig Nummer 1, Autos als höchster Ausdruck der individuellen Identität - das kann kein glückliches Land werden. Fahrverbote braucht da niemand mehr auszusprechen, um den Frust noch zu steigern. Die Fahrer verbieten sich das Fahren schon gegenseitig.

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Ein Deutschland ohne Merkel wäre durchaus erfolgreich, wenn man Überschüsse im Handel als Erfolg betrachtet. Reichlich 5 bis 10 Prozent des (ziemlich hohen!) Bruttoinlandsprodukts dürfte der Leistungsbilanzüberschuss betragen. Dafür bekäme das Land aber auch stetig Kritik, die Weltwirtschaft in Unwucht zu bringen. Außerdem wüsste niemand so recht etwas mit den resultierenden Kapitalzuwächsen anzufangen. Die deutschen Sparer würden ihre Billionen regelmäßig auf Umwegen in irgendwelche Finanzblasen stecken und sich dann ärgern, wenn diese platzen.

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Trotzdem hätte Deutschland in der Zeit nach Merkel noch seine Neider. Der Arbeitsmarkt würde bei all den unsicheren Minijobs zwar immer noch nicht das Attribut "Wunder" verdienen. Im internationalen Vergleich aber könnten sich die Deutschen über ihre Beschäftigungslage glücklich schätzen - mindestens bis zur nächsten Rezession, wahrscheinlich aber noch darüber hinaus. Auch dass Roboter ihnen die Arbeit abnehmen könnten, brauchen sie kaum zu fürchten - obwohl das in manchen Fällen wohl besser für sie wäre ...

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Eines der größten Probleme in Nach-Merkel-Deutschland wäre die Überalterung der Gesellschaft. Die Geburtenrate dürfte kaum über moderate 1,5 bis 1,6 Kinder pro Frau steigen - und selbst wenn, würde es Jahrzehnte dauern, um den Trend eines rasch steigenden Anteils alter Leute zu beenden. Einen angemessenen Umgang mit den Millionen Pflegebedürftigen zu finden - damit täte sich dieses Land schwer.

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Neben diesen Fundamentaldaten zählt auch noch die B-Note. Deutschland dürfte wohl immer einige schöne Ecken zählen, manche davon sogar ausgesprochen schön - zumeist aber dort, wo kaum jemand wohnt oder arbeitet. Für die Lebensqualität in den Innenstädten sehen führende Futurologen jedoch Visionen, die an düsterste Dystopien erinnern. Allein schon die nötigen Kosten für Antidepressiva dürften in die Milliarden gehen.

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Auf eine Sache ist Verlass: Eine vernünftige Opposition bekommen die Deutschen nicht zustande. Zeitweise könnte zwar der Eindruck einer lebhaften Demokratie aufkommen, doch das wäre nur eine sehr oberflächliche Wahrnehmung. Programmatische Alternativen, die das Volk begeistern und zu echter Mitwirkung an der Zukunft hinreißen? Ob mit oder ohne Merkel, vergessen Sie es.

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Das Wetter. Es gibt ja kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. An diesen Spruch dürften sich die Deutschen der Nach-Merkel-Ära klammern. Tatsächlich hat so ein gemäßigt kontinental-ozeanisches Klima mit ausgeprägten Jahreszeiten, regelmäßig Niederschlag ja auch viel für sich. Aber so sehr lässt sich der Klimawandel gar nicht beschleunigen, dass es hier so angenehm wäre wie in der Toskana oder Kalifornien. In Massen würden die Menschen regelmäßig ins Ausland reisen - und sei es nur, um sich "Zu Hause ist es doch am Schönsten" vorzulügen.

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Doch Hand aufs Herz: So richtig vorstellen können wir alle uns das nicht, oder? Die Nation baut auf Beständigkeit und Altbewährtes. Und die Bundeskanzlerin heißt Dr. Angela Merkel.

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