So lassen sich Milliardenverluste aushalten Powersätze für die Deutsche Bank

Die kernigsten Aussagen von Deutsche-Bank-Chef John Cryan zum dritten Verlustjahr in Folge, übersetzt.
1 / 7

Drei Jahre mit roten Zahlen in Folge, ungeduldige Aktionäre - man muss Deutsche-Bank-Chef John Cryan nicht beneiden; aber auch nicht bemitleiden, obwohl Cryans Mimik das dauernd signalisiert. Sein rhetorisches Talent zur Krisenkommunikation ist von geradezu entwaffnender Kraft, es macht ihn praktisch unangreifbar. Hier sind die wichtigsten Powersätze...

Foto: RALPH ORLOWSKI/ REUTERS
2 / 7

"Wir haben Fortschritte gemacht, sind aber mit unseren Ergebnissen auf gar keinen Fall zufrieden."

Nein, wer wäre auch zufrieden, wenn das Geschäft immer weiter schrumpft? Aber die Selbstkritik senkt auch den möglichen Anspruch. Redlich bemüht, als Schulnote vielleicht ein "ausreichend" - gerade genug, um versetzt zu werden.

Foto: Getty Images
3 / 7

"Wir müssen diszipliniert bleiben, um unsere Kostenziele zu erreichen - und an manchen Stellen noch disziplinierter werden, als wir es zuvor schon waren. Dass wir sparen können, haben wir schon bewiesen."

Besser kann man es nicht sagen, wenn die Kostenquote von 98 Prozent der Erträge auf 93 Prozent gesunken ist.

Foto: Getty Images
4 / 7

"2018 wird wieder ein Jahr harter Arbeit. Es war immer klar, dass dies mehr als zwei oder drei Jahre dauern würde."

Ist nicht jedes Jahr ein Übergangsjahr? Nebenbei bemerkt schafft Cryan es noch fast unbemerkt, die Hürde im Vergleich zum Neujahrsempfang im Januar zu senken. Da sagte er: "Wir haben immer gesagt, dass dieser Umbau nicht in ein oder zwei Jahren abgeschlossen sein würde."

Foto: RALPH ORLOWSKI/ REUTERS
5 / 7

"Ein Unternehmen muss Gewinne machen, um sie zu verteilen."

Wer möchte da widersprechen? Außer vielleicht, wenn es um Boni geht, meine ich.

Foto: Getty Images
6 / 7

"Der Teilbörsengang der DWS ist auf einem guten Weg. Wir rechnen damit, die Transaktion im frühestmöglichen Fenster abzuschließen."

Ausverkauf? Da müssen wir gar nicht bis zu unserem chinesischen Großaktionär schauen.

Foto: Getty Images
7 / 7

"Unsere Erträge sind zuletzt vor allem als Ergebnis des herausfordernden Handelsumfelds gesunken. Man muss kein großer Optimist sein um zu sagen, dass das Umfeld langfristig nicht so widerwärtig bleiben kann."

Wirklich schlimm, dieses Umfeld mit Aktienkursrekorden. Man müsste mehr wildes Auf und Ab wie beim Bitcoin an die Börse bringen, damit die Bank daran verdient. Apropos großer Optimist ... überhaupt ein Optimist wäre schon ganz gut für die Deutsche Bank. John Cryan jedenfalls ist keiner.

Foto: DPA
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.