SAP kauft Qualtrics für acht Milliarden Die milliardenschwere Einkaufstour von SAP

1 / 8

Für acht Milliarden Dollar - umgerechnet sieben Milliarden Euro – will SAP das US-Unternehmen Qualtrics erwerben, einen Spezialisten für die Datenerhebung zu Kunden, Mitarbeitern, Produkten und Marken, mit dem SAP sein Geschäft mit Unternehmenssoftware in der Cloud stärken will. Es ist in Euro gerechnet der größte Unternehmenskauf der Walldörfer bisher überhaupt – und es ist einer von mehreren in einer bereits seit einigen Jahren andauernden Einkaufstour. Im Bild: Qualtrics-Gründer Ryan Smith, der als CEO des Unternehmens auch künftig an Bord bleiben wird.

Foto: Getty Images
2 / 8

Der erste große Deal in der laufenden Wachstumsstrategie von SAP war 2010 der Erwerb von Sybase für 5,8 Milliarden Dollar. Sybase ist laut SAP der größte Anbieter von Unternehmenssoftware und -services, der sich vollständig auf die mobile Datennutzung spezialisiert hat. Damit startet SAP die Ausrichtung auf einen neuen Nutzertypen: den Außendienstmitarbeiter.

Foto: Coolcaesar/wikimedia
3 / 8

2011 kündigt SAP die Wachstumspläne offiziell an: Der Konzern will versuchen, neue Märkte wie Brasilien, Indien, Russland und insbesondere China zu erschließen – insbesondere durch Käufe mittelgroßer Unternehmen, wie es auf der Website heißt. Ebenso soll sich das Wachstum auf den expandierenden Cloud-Markt erstrecken, in dem vor allem Konkurrent Salesforce rasant zulegt. Zudem befindet sich SAP im Dauerwettstreit mit dem alten Rivalen Oracle in den USA. Ende 2011 geben die Walldörfer die Übernahme von SuccessFactors bekannt, eines führenden Anbieters von Cloud-Anwendungen.

Foto: ddp/Kris Tripplaar/Sipa USA
4 / 8

Es folgen Deals im Jahrestakt: 2012 kauft SAP den Cloud-Spezialisten Ariba in Sunnyvale, Kalifornien, wobei die Amerikaner bei der Transaktion mit rund 4,3 Milliarden Dollar bewertet werden. Ariba sei gemessen am Umsatz der zweitgrößte Cloud-Anbieter weltweit, so SAP. Mit dem Unternehmen erhalte der Dax-Konzern eine führende Position im wachsenden Markt der unternehmensverbindenden, cloudbasierten Geschäftsnetzwerke und biete durchgängige Beschaffungslösungen in der Cloud an.

Foto:

DANIEL ROLAND/ AFP

5 / 8

2013 erwirbt SAP den Schweizer Anbieter von E-Commerce-Technologien Hybris. Über den Kaufpreis schweigen sich die Parteien zwar aus, ein SAP-Sprecher sagt aber, es sei zum Zeitpunkt des Deals im Juni die bis dato größte Übernahme in jenem Jahr. Zwar hat auch SAP bereits eigene E-Commerce-Lösungen im Programm. Hybris bringe jedoch eine deutliche Erweiterung: „Es geht um Echtzeit-Interaktion mit Milliarden Kunden“, so der seinerzeitige SAP-Co-Chef Jim Hagemann Snabe (Bild).

Foto: Uwe Anspach/ picture alliance / dpa
6 / 8

2014 setzt SAP eine neue Topmarke, als der Konzern für 8,3 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 6,5 Milliarden Euro) die Firma Concur Technologies mit Sitz in den USA erwirbt. Es ist gerechnet in Dollar bis heute der größte Firmenkauf in der SAP-Geschichte. Concur ist spezialisiert auf Reisekostensoftware, bietet also Programme zum Buchen und Abrechnen von Dienstreisen an. Auch dieser Deal soll das Cloud-Geschäft von SAP stärken.

Foto: Michael Hanschke/ dpa
7 / 8

2016 übernimmt SAP Roambi und sichert sich damit ein Tool, mit dem sich Analysedaten auf mobilen Geräten darstellen lassen. Zielgruppe sind einmal mehr auch Beschäftigte im Außendienst: Mitarbeiter mit Kundenkontakt, Verbraucher und Manager können damit Daten unabhängig von Zeit und Ort abrufen, bearbeiten und austauschen, so SAP.

8 / 8

Bereits Anfang dieses Jahres hatte SAP einen weiteren Milliardendeal verkündet. Der Kauf des Cloud-Anbieters Callidus Software für 2,4 Milliarden Dollar diente offenbar direkt der Positionierung gegen den großen Cloud-Konkurrenten Salesforce. Die Callidus Cloud bietet unter anderem Lösungen für Human Resource Management, Vertrieb und Marketing. Genutzt wird sie Medienberichten zufolge von beinahe 6000 Unternehmen.

Foto: ddp/Kris Tripplaar/Sipa USA
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.