Sanktionen gegen Russen und Ukrainer Die bestraften Milliardäre und Politiker

Ein paar Superreiche, Überläufer, Krim-Politiker und Putin-Vertraute: Die EU und USA wollen mit Sanktionen die Verantwortlichen für das Krim-Referendum bestrafen. Ein Überblick, welche russischen und ukrainischen Strippenzieher betroffen sind.
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Der Westen will mit den Sanktionen Verantwortliche für die Lage auf der Krim bestrafen. Von den EU-Sanktionen sind 13 Russen und 8 Krim-Spitzenpolitiker betroffen. Sie trügen alle Verantwortung für die Zuspitzung der Lage, heißt es. Die USA haben insgesamt 31 Personen auf ihre Sanktionslisten gesetzt, zwölf Namen sind deckungsgleich mit den EU-Sanktionen. Die wichtigsten Personen im Überblick.

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Die meisten von Russlands Superreiche bleiben von Sanktionen durch EU und die USA verschont. Mit einer Ausnahme: Der sechstreichste Russe Gennadi Timtschenko steht auf der US-Sanktionsliste, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Das US-Magazin Forbes schätzt Timschenkos Vermögen auf 15,3 Milliarden Dollar . Doch der Unternehmer reagierte schnell - und verkaufte seine Beteiligung am Rohstoffhandelskonzern Gunvor an seinen schwedischen Geschäftspartner. Damit könnte er dem Einfrieren seines Vermögens teilweise entgehen.

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Ebenfalls auf der US-Liste steht Juri Kowaltschuk. Er ist Chef und größter Anteilseigner der ebenfalls von den US-Sanktionen betroffenen Bank Rossiya. Kowaltschuks Vermögen wurde von Forbes zuletzt auf 1,4 Milliarden Dollar geschätzt. Die USA frieren nun die Vermögen der auf der Liste erwähnten Personen ein - und verhängen Visasperren.

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Als unerwünschte Personen in den USA gelten nun auch Arkadi Rotenberg (im Bild) und sein Bruder Boris, deren Vermögen laut Forbes zusammengerechnet 5,4 Milliarden Dollar beträgt. Die Rotenbers sind langjährige Judopartner von Präsident Wladimir Putin - und sollen bei den Olympischen Spielen in Sotschi zahlreiche Großaufträge erhalten haben. Der englischen Financial Times erzählte Rotenberg einmal , er kenne Putin seit sie als Jungen "durch die Straßen gelaufen" sind.

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Doch auf den Listen von EU und USA finden sich deutlich mehr Politiker als Geschäftsleute. Diese Bildkombination zeigt vier der wichtigsten Zielpersonen der Sanktionen, die auf beiden Sanktionslisten stehen: Dmitrij Rogosin, der russische Vizeregierungschef, Valentina Matwijenko, die Vorsitzende des russischen Föderationsrats, Sergej Axjonow, Regierungschef der Krim, und Wiktor Janukowitsch, der nach Russland geflüchtete Ex-Präsident der Ukraine.

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Betroffen von den Sanktionen ist der stellvertretende russische Ministerpräsident Dmitrij Rogosin - der wichtigsten Kreml-Männer in der Verteidigungs- und Außenpolitik. Rogosin gilt als Nationalist und war vier Jahre lang Nato-Botschafter. Laut der Financial Times ist er einer der Berater für die geplante Ausweitung des russischen Verteidigungsbudgets um 755 Milliarden Dollar in den kommenden zehn Jahren.

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Wladimir Konstantinow ist der Sprecher des Krim-Parlaments. Er sprach frühzeitig von einer Abspaltung der Halbinsel von der Ukraine.

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Der entmachtete ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch findet sich ebenfalls auf der Sanktionsliste der USA. Die EU hatte bereits Anfang März seine Konten gesperrt.

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Der selbsternannte Krim-Regierungschef Sergej Axjonow ist von US- und EU-Sanktionen betroffen. Er hatte schon vor Schließung der Wahllokale am Sonntag per Twitter mitgeteilt: "Das Referendum wird so verlaufen, wie es das Volk der Krim will, es wird unerbittlich sein und keinen Widerspruch dulden, die Krim wird Teil Russlands!"

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Auf den beiden Sanktionslisten der USA finden sich noch zahlreiche weitere Personen, die Putins innerem Machtzirkel zugerechnet werden - vom Chef des Militärgeheimdiensts bis hin zu Parlamentssprechern. Die Personen hat US-Präsident Obama per Regierungsdekret auf die Sanktionsliste gesetzt. Die EU hat noch einige hochrangige Militärs des russischen und ukrainischen Heers mit Sanktionen belegt.

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