Viel Energie, wenig Kapital Die größten Unternehmen in Sachsen

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in der Wahlnacht: Die CDU bleibt stärkste Partei, ist aber auf Koalitionspartner angewiesen. Der Stimmengewinn der AfD hat laut ersten Analysen vielfältige Gründe: Einer Umfrage von Infratest Dimap zufolge trauen manche Wähler der Partei zu, ostdeutsche Interessen am ehesten zu vertreten. Doch wie steht es um die Wirtschaft in Sachsen? Hier finden Sie einen Überblick.

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Sachsen (im Bild Kurfürst August der Starke als "Goldener Reiter" in Dresden) war einmal das Herz der deutschen Industrie. Nach dem Zweiten Weltkrieg, der deutschen Teilung und 40 Jahren DDR ist jedoch kaum Kapital im Freistaat geblieben - und in den 30 Jahren seit dem Mauerfall ist die wirtschaftliche Kontrolle eher weiter nach Westen gewandert.

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Der Gasnetzbetreiber VNG aus Leipzig meldet 11,2 Milliarden Euro Umsatz für 2018 und zählt damit als einziges Ost-Unternehmen (außerhalb Berlins) zu den 75 größten in Deutschland. Die VNG AG gehört jedoch mehrheitlich dem Stromkonzern EnBW aus Karlsruhe, und der wiederum dem Land Baden-Württemberg. Den Rest der Anteile halten Kommunen.

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Zweitgrößtes sächsisches Unternehmen ist mit 2,8 Milliarden Euro die LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft - auch kein Ausweis wirtschaftlicher Entscheidungsmacht, weil ...

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... es sich um ein Unternehmen mit kommunalem Versorgungsauftrag handelt, ebenso wie bei den Technischen Werken Dresden, die auf 2,6 Milliarden Euro Umsatz kommen; allein 1,2 Milliarden Euro davon in der Tochterfirma Drewag.

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Im Ranking käme jetzt mit 2,5 Milliarden Euro der Leipziger IT-Dienstleister Comparex - leider ohne Bild. Das Unternehmen ging jedoch ohnehin im Februar 2019 in der Schweizer SoftwareOne auf. Der Chemnitzer Energieversorger Envia Mitteldeutsche Energie setzte im vergangenen Jahr 2,2 Milliarden Euro um. Das Unternehmen gehört mehrheitlich der Essener Innogy, die selbst gerade von Eon aus Düsseldorf übernommen wird.

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Globalfoundries ist das stärkste, was von Multi-Milliarden-Investitionen in die Dresdener Halbleiterindustrie übriggeblieben ist. Die Gesellschaft setzt mit dem ehemaligen AMD-Werk knapp 1,5 Milliarden Euro um, ist jedoch eine bloße Tochter des gleichnamigen kalifornischen Konzerns, der wiederum zu 100 Prozent dem arabischen Emirat Abu Dhabi gehört.

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Mit 1,2 Milliarden Euro Umsatz schafft es Komsa (Kommunikation Sachsen) gerade noch so in das "Welt"-Ranking der 500 größten Unternehmen Deutschlands. Als echte Konzernzentrale reicht es in Sachsen aber für den ersten Platz. Das Unternehmen, 1992 von einem Schweden als Abenteuer Ost gegründet, ist eine Größe im Handel und Service mit Telekommunikations-Equipment.

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