S&K, Wölbern, Infinus und Co. 2013, das Jahr der Geldverbrenner

In kaum einem Jahr zuvor gab es so viele Skandale am Kapitalanlagemarkt, wie 2013. manager magazin online lässt die krassesten Fälle Revue passieren - ein Rückblick des Grauens für viele Anleger.
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Wo sind die Millionen? Der Fall um die Bankerin Gabi K. ist nur das jüngste Beispiel einer Reihe von Anlageskandalen in diesem Jahr ...

Foto: Corbis
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Im Februar gab es zum Beispiel eine bundesweite Razzia gegen die Frankfurter Immobiliengruppe S&K und deren Partnerunternehmen. Den Verantwortlichen wird bandenmäßger Betrug vorgeworfen. Mit einem Schneeballsystem sollen sie tausende Anleger um einen dreistelligen Millionenbetrag gebracht haben. Wie kürzlich bekannt wurde, könnte der Gesamtschaden bei bis zu 200 Millionen Euro liegen. Von den Beschuldigten gab es zu den Vorwürfen bislang keine Stellungnahme.

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Hauptsitz der Firma S&K war diese Jugenstil-Villa in Frankfurt am Main. Als eines der wichtigsten Partnerunternehmen fungierte das Hamburger Emissionshaus United Investors, das über geschlossene Fonds Anlegergelder in die S&K-Geschäfte schleuste. Daneben betrieb die Firmengruppe auch Geschäfte mit Lebensversicherungspolicen.

Foto: Bernhard L. Lacroix
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Im Rahmen der Razzia gegen S&K gab es bundesweit 130 Durchsuchungen. Vermögenswerte von mehr als 100 Millionen Euro wurden sichergestellt, darunter Immobilien, Autos, teure Uhren, Unterhaltungselektronik und Konten. Sechs Beschuldigte wurden festgenommen. Wenige Tage später kamen zwei weitere Personen in Haft.

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Unter den Beschuldigten befinden sich auch die S&K-Gründer und -Chefs Stephan Schäfer (l.) und Jonas Köller, die bemüht waren, sich ein betont seriöses Image zu geben. Nachdem die Firma von der Justiz hochgenommen worden war, ergötzte sich die Boulevard-Presse jedoch am mondänen Lebenstil der S&K-Leute, mit viel Luxus und teuren Partys.

Foto: S&K Gruppe
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Einige Monate später kulminierte in Hamburg der nächste Anlageskandal. Der Arzt und Investor Heinrich Maria Schulte, Inhaber und Chef des Fondsemissionshauses Wölbern Invest, wurde verhaftet. Die Büros von Wölbern Invest in der Hamburger Hafencity sowie Schultes Privaträume wurden durchsucht. Laut Staatsanwaltschaft wird Schulte Untreue in mehr als 300 Fällen vorgeworfen.

Foto: Wölbern Invest
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Der Kopf von Wölbern Invest soll aus den Fonds seines Unternehmens insgesamt 137 Millionen Euro unrechtmäßig abgezweigt haben. 37 Millionen davon seien auf Schultes Privatkonto geflossen, so die Ermittler. Schultes Strafverteidiger wollte sich dazu gegenüber manager magazin online nicht äußern. Der Mediziner hatte bereits früher Vorwürfe zurückgewiesen, er habe unrechtmäßig Gelder aus den Fonds genommen.

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Auch bei Wölbern wurden umfangreiche Materialien sichergestellt. Laut Staatsanwaltschaft trugen die Beamten allein 100 Kisten mit je sechs Ordnern darin aus den Büros in der Hafencity. Ob es hilft ist offen. Informationen von manager magazin online zufolge liegen die Millionen, die in den Fonds von Wölbern Invest fehlen, gut abgeschirmt im Ausland. Dorthin geschleust wurden sie über eine Firma namens Wölbern Invest B.V. in den Niederlanden.

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Razzia, die dritte: Das Jahr endete wie es begonnen hatte. Mehr als 400 Beamte durchsuchten Anfang November in Deutschland und Österreich die Räumlichkeiten der Dresdener Infinus-Gruppe, sowie von deren Partnerfirmen. Sechs Personen wurden festgenommen. Durch falsche Angaben in Verkaufsprospekten sollen die Beschuldigten bis zu 25.000 Anleger betrogen haben. Betroffen sei ein Anlagevolumen von rund 400 Millionen Euro, so die Staatsanwaltschaft. Die Firma Infinus wies die Vorwürfe unmittelbar nach der Razzia per Pressemitteilung zurück. (im Bild: das an der Razzia beteiligte Landeskriminalamt in Dresden)

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Medienberichten zufolge soll Infinus bei Investments in Gold mit Provisionen getrickst und dadurch die eigene Bilanz aufgebläht haben. Zudem ging es den Berichten zufolge um ein Provisionskarussell beim Verkauf von Versicherungspolicen, das betrieben worden sein soll.

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Betrug ist bei Schiffsfonds zwar in der Regel nicht im Spiel, viel Geld verloren haben Anleger in diesem Bereich aber 2013 ebenfalls. Im Herbst meldete manager magazin online die 300. Pleite eines Schiffs aus einem geschlossenen Fonds im Laufe der gegenwärtigen Marktkrise, die schon mit der Lehman-Pleite 2008 begonnen hatte.

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Zahllose weitere Fonds befinden sich in Schieflage. Deren Anleger erhalten keine Auszahlungen und müssen stattdessen in vielen Fällen sogar Nachschüsse leisten. Ob das hilft, um die Fonds dauerhaft am Leben zu halten, ist in den meisten Fällen noch offen.

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