In Schieflage Bei diesen Mittelständlern griffen Anleger daneben

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Mit der Pleite der Hamburger Reederei Rickmers platzt auch deren Mittelstandsanleihe. 275 Millionen Euro hatte sich das Unternehmen bei Investoren geliehen, zu einem Zins von 8,875 Prozent. Jetzt ist klar: Von ihrem Geld werden die Anleger nicht viel wieder sehen. Es ist der bisher größte Fall in einer schon langen Reihe von Flops am Markt der Mittelstandsanleihen:

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Der Textil-Discounter Takko gab 2013 eine festverzinsliche Anleihe im Volumen von 380 Millionen Euro heraus. Der Kurs der Anleihe hat sich zeitweise mehr als halbiert.

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Auch bei der Modehauskette Wöhrl müssen die Anleihegläubiger zittern. Die Schieflage war bereits länger bekannt, dann flüchtete das mittelständische bayerische Modehaus Wöhrl in ein Schutzschirmverfahren, in dem die Sanierung vorangetrieben werden sollte.

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Ein weiteres Beispiel ist der Modehersteller Steilmann, der nur wenige Monate nach dem Gang an die Börse Insolvenz anmelden musste.

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Für Aufsehen sorgte die Pleite des Brennstoffherstellers German Pellets. Zehntausende Anleger hatte das Unternehmen mit einem Zinsversprechen jenseits der 7 Prozent in seine Anleihen gelockt. Weit mehr als 200 Millionen Euro von zumeist privaten Sparern gelangten auf diese Weise in die Kassen von German Pellets.

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Auch die KTG Agrar stellte ihren Anlegern eine Verzinsung von mehr als 7 Prozent in Aussicht - und rutschte in die Pleite. Damit müssen die Anleiheinhaber nicht nur auf anstehende Zinszahlungen verzichten. Sie werden auch von ihrem Einsatz nicht viel wiedersehen.

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Die Schrott- und Recyclingfirma Scholz hat in Sachen Mittelstandsanleihe ihrem eigentlichen geschäftlichen Betätigungsfeld alle Ehre gemacht: Die Papiere des Unternehmens entpuppten sich als nichts anderes als reiner Schrott.

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Das Windkraftunternehmen Windreich (im Bild: Gründer Willi Balz) hatte sich bis zu seiner Pleite im Jahr 2013 Berichten zufolge bis zu 270 Millionen Euro am Bondmarkt besorgt.

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Von den schicksalhaften Ereignissen beim Webportalbetreiber Unister mit dem Tod der Firmengründer Thomas Wagner und Oliver Schilling und darauf folgender Insolvenz ist auch die Tochtergesellschaft Travel24 betroffen - und damit reihenweise Anleger, die Anleihen des Reiseportals besitzen.

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Das Erotikunternehmen Beate Uhse musste die Laufzeit seiner Anleihe mit einem Volumen von 30 Millionen Euro um fünf Jahre verlängern. Das ohnehin schwer angeschlagene Papier brach daraufhin am Markt erneut ein.

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Schlechte Nachrichten gab es auch beim Versicherungsvermittler Enterprise Holdings: Die wichtigste Beteiligungsfirma des Unternehmens hatte sich hilfesuchend an die Finanzaufsicht von Gibraltar gewandt. Die Folge: Die Anleihekurse der Enterprise Holdings brachen schlagartig ein.

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