Roboter für Olympia Wie Japan in den Wettbewerb der Zukunft geht

Zu den Olympischen Spielen in Tokio 2020 sollen auch Roboter in den internationalen Wettbewerb treten. Japan ist dafür der perfekte Ausrichter. Die Tüftler des Landes sprühen vor Fantasie, zeigen aber auch Sinn für praktische Anwendung.
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Schon die Bewerbung Tokios zu den Olympischen Spielen stand im Zeichen eines Roboters: der Figur Gundam aus einer japanischen Zeichentrickserie. Tokio hat die Ausrichtung der Spiele im Jahr 2020 gewonnen. Nach dem Willen von Premier Shinzo Abe soll es dann auch eine Olympiade der Roboter geben. Kein Land wäre dafür besser geeignet ...

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Masayoshi Son konnte als Chef des Mobilfunkanbieters Softbank im Juni den ersten humanoiden Roboter vorstellen, der Gefühle verstehen und spontane Unterhaltungen führen kann. Pepper soll ab Februar 2015 für 198.000 Yen (knapp 1500 Euro) zu haben sein, am Projekt beteiligt ist der französische Roboterspezialist Aldebaran.

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Die japanische Flagge im All schwenken durfte natürlich auch schon ein Roboter: Kirobo sprach im August 2013 von der Raumstation ISS zum Universum. Neben verschiedenen anderen Firmen und der Universität Tokio arbeitete auch Toyota an dem Prestigeerfolg mit.

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Der von Honda entwickelte Humanoid Asimo ist schon bald 15 Jahre auf der Welt unterwegs, hat die Börsenglocke in New York geläutet, Orchester dirigiert und Quizshows im Fernsehen gewonnen. Asimos eigentlicher Zweck aber ist das Erforschen künstlicher Gehhilfen.

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In dieser Disziplin hat Professor Yoshiyuki Sankai von der Universität Tsukuba den nächsten Schritt gemacht: Seine Firma Cyberdyne vermarktet das Exoskelett HAL. Inzwischen kommt der Roboteranzug auch in deutschen Kliniken zum Einsatz. Das neueste Modell soll sogar über elektrische Impulse aus der Haut der Patienten, praktisch also per Gedankenkraft gesteuert werden.

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Auch beim autonomen Fahren sind japanische Unternehmen weit vorn in der Entwicklung, wie Hitachi mit diesem Gefährt namens Ropits.

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Näher an den klassischen Science-Fiction-Visionen aus dem Fernsehen ist der vier Meter hohe fahrbare Roboter Kuratas von dem Künstler Kogoro Kurata. Im Kopf des gern mit martialischen Waffen bestückten Riesen kann ein Passagier Platz nehmen. Eine Million Euro nimmt Hersteller Suidobashi für das Geschöpf.

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Der menschenähnlichste unter den humanoiden Robotern ist bisher der Geminoid-F von der Universität Osaka. Rechts im Bild übrigens ein menschliches Model. Japanische Forscher haben inzwischen sogar einigermaßen echt als Nachrichtensprecherinnen wirkende Roboter entwickelt.

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Wie tief verankert die Robotik in Japans Alltagskultur verankert ist, zeigt auch dieses Roboterrestaurant in Tokio. Die Tänzerinnen sind Menschen, aber die Bedienung der Gäste übernehmen Roboter. Das Konzept hat sich inzwischen in mehrere andere asiatische Länder verbreitet.

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Selbst eine Hochzeit zelebriert hat im Jahr 2010 schon ein Roboter. Den Trauzeugen gab I-Fairy, beide Brautleute arbeiteten natürlich in der Robotik. Die Faszination der Japaner für Automaten ist aber längst nicht auf Spielereien beschränkt ...

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Besonders nützlich machen sich Roboter in der Kernkraftwerksruine von Fukushima. Dieses vierbeinige Modell von Toshiba wird in besonders verstrahlte Bereiche vorgeschickt, um den Schaden zu erkunden und mit dem Aufräumen zu beginnen.

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Schon unmittelbar nach der Katastrophe im März 2011 hat Kraftwerksbetreiber Tesco mit Hilfe des Packbot Licht ins Dunkel gebracht.

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Die eigentliche japanische Robotermacht stellen aber klassische Industrieroboterhersteller wie Yaskawa mit der Marke Motoman (auch wenn das abgebildete Modell sich als Pfannkuchenbäcker versucht), Fanuc oder Kawasaki dar, die den Weltmarkt vor der deutschen Kuka und der Schweizer ABB anführen. Kein Land zählt so viele Industrieroboter wie Japan, in Südkorea allerdings sind sie dichter verbreitet. Deutschland und China folgen mit Abstand.

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Die Idee von Roboterwettbewerben ist nicht neu. Im Dezember 2013 veranstaltete eine Agentur des US-Forschungsministeriums in Florida die Darpa Robotics Challenge. Gewonnen hat das Team des japanischen Herstellers Schaft, der inzwischen von Google gekauft wurde.

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Durchaus sportlich messen sich Roboter auch im Fußball-Robocup wie hier bei der deutschen Meisterschaft im April in Magdeburg. Hier kann jedoch erneut der französische Hersteller Aldebaran seine Exzellenz bei humanoiden Geräten beweisen.

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