Tesla, BMW Toyota steigerten Absatz 2019 am stärksten Das sind die weltgrößten Autohersteller

Für die globale Autobranche war das vergangene Jahr kein gutes: Die weltweiten Fahrzeugzulassungen gingen 2019 erstmals seit der Finanzkrise massiv zurück. Ein paar Hersteller stemmten sich aber insgesamt erfolgreich gegen den Rückgang, wie eine Studie zeigt.
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Der Elektroautohersteller Tesla hat seinen Absatz im vergangenen Jahr vor allem dank seines Einstiegsmodells Model 3 um satte 49,7 Prozent gesteigert, ist global gesehen mit 370.000 verkauften Pkw aber noch ein Winzling: Das zeigt der "Automotive Performance Report" des Center of Automotive Management (CAM) der Fachhochschule Bergisch Gladbach. Immerhin schafft es Tesla damit auf Rang 19 der 20 weltgrößten Autohersteller, gemessen an den Absatzzahlen der Pkws und leichten Nutzfahrzeuge.

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Insgesamt sind die Verkäufe der 19 wichtigsten globalen Autohersteller im Jahr 2019 um 3,9 Prozent auf 78,6 Millionen Fahrzeuge gesunken. Gegen den Abwärtstrend fuhren aber einige deutsche Autohersteller erfolgreich an. So konnte BMW im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent mehr Pkw verkaufen und kam auf insgesamt 2,52 Millionen verkaufter Pkw. Damit fuhren die Bayern auf Rang 13 der weltgrößten Autobauer.

Foto: BMW
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Konkurrent Daimler konnte die Verkaufszahlen seiner Mercedes-Benz-Pkws um 0,7 Prozent auf 2,82 Millionen Fahrzeuge steigern und liegt damit auf Rang 12. Nun, meint CAM-Studienleiter Stefan Bratzel, dürften Daimler und BMW dieses Niveau kaum halten können. Denn die beiden deutschen Premiummarken verkaufen 26 bzw. 29 Prozent ihres Globalabsatzes in China, wo der Markt auch durch die aktuelle Coronavirus-Krise besonders schwach ist. CAM rechnet für dieses Jahr in China mit einem Gesamtmarktrückgang von 5 bis 10 Prozent.

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Der französische PSA-Konzern mit seinen Marken Peugeot, Citroen, DS und Opel/Vauxhall kam mit weltweit 3,49 Millionen verkauften Pkw auf Rang 10. Allerdings gingen die Verkaufszahlen bei PSA im vergangenen Jahr besonders stark zurück, und zwar um gleich 10 Prozent. Ein Grund dafür sind PSAs massive Probleme in China - wo die Verkaufszahlen zuletzt gleich um 55,5 Prozent auf 117.000 Fahrzeuge einbrachen. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 setzte PSA in China noch über 700.000 Fahrzeuge ab.

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PSA-Erzkonkurrent Renault, in dessen Führungsetage es im vergangenen Jahr drunter und drüber ging, hat sich auf den Weltmärkten noch einigermaßen behaupten können. Ohne seine Allianzpartner Nissan und Mitsubishi betrachtet kam Renault zuletzt auf 3,75 Millionen verkaufte Fahrzeuge weltweit, das ist im Vergleich zu 2018 ein Absatzminus von 3,4 Prozent. Renault hielt damit auf Rang 9.

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Auf Platz 8 hielt sich Fiat Chrysler Automobiles (FCA) mit seinen Pkw-Hauptmarken Fiat, Chrysler, Jeep, Ram, Dodge, Alfa Romeo, Maserati, Lancia sowie den Performance-Ablegern SRT und Abarth. Insgesamt 4,42 Millionen Pkw verkaufte FCA im vergangenen Jahr, um 8,8 Prozent weniger als noch 2018. Aktuell plant FCA einen Zusammenschluss mit PSA, der beide Unternehmen zusammen in die Top 5 der absatzstärksten Autohersteller katapultieren würde.

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Der japanische Autobauer Honda, der seit langem ein starkes Standbein in Nordamerika besitzt, büßte im vergangenen Jahr 3,9 Prozent beim Absatz ein und lag damit genau im Durchschnitt aller 19 betrachteten Autobauer. Mit weltweit 5,05 Millionen verkaufter Pkw hielt Honda auf Platz 7.

Foto: Honda
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Platz 6 geht an den japanischen Autobauer Nissan, bei dem es ebenfalls heftig kriselt - und zwar seit der Verhaftung seines langjährigen Chefs Carlos Ghosn, der treibenden Kraft hinter der Allianz mit Renault und Mitsubishi. Alleine betrachtet kam Nissan mit weltweit 5,18 Millionen verkaufter Pkw auf ein Absatzminus von 8,9 Prozent im Vergleich zu 2018. Wenn man die Allianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi zusammenzählt, kommt das Dreierbündnis auf 10,2 Millionen verkaufte Pkw im Jahr 2019 - und damit auf Rang drei im weltweiten Ranking.

Foto: Nissan
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Für den US-Autobauer Ford lief das vergangene Jahr im Pkw-Bereich ziemlich schlecht. Mit 5,39 Millionen weltweit verkauften Pkw kommt Ford zwar immerhin auf Rang 5, allerdings gingen die Absatzzahlen bei Ford im vergangenen Jahr gleich um 10 Prozent zurück. Ein Gutteil des Rückgangs entfällt dabei auf den chinesischen Markt. Denn dort gingen Fords Pkw-Verkäufe im vergangenen Jahr gleich um ein Viertel zurück.

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Rang 4 - und das mit deutlichem Abstand zu Ford - erreichte im vergangenen Jahr der koreanische Autobauer Hyundai-Kia. Mit weltweit 7,24 Millionen verkauften Pkw gehören die Koreaner längst zu den weltweit wichtigsten Autobauern. Allerdings kämpft Hyundai auch schon länger mit Wachstumsproblemen, und das vergangene Jahr war da keine Ausnahme. Denn im Vergleich zu 2018 gingen die Pkw-Verkäufe um 2,2 Prozent zurück.

Foto: Hyundai
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Der US-Autobauer General Motors hielt sich auch im vergangenen Jahr noch in den Top 3 - solange man nicht die Absatzzahlen der Dreierallianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi zusammenaddiert. General Motors verkaufte weltweit im vergangenen Jahr 7,72 Millionen Fahrzeuge, das war allerdings ein Minus von 7,9 Prozent zu 2018. Kein Wunder also, dass GM in den USA mehrere Fabriken schließt - und nun bei der Tochtermarke Holden in Australien und Neuseeland den Stecker zieht.

Foto: Bill Pugliano/Getty Images
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Fast drei Millionen Fahrzeuge trennen GM vom japanischen Autoriesen Toyota (im Bild Firmenchef Akio Toyoda): Der Konzern verkaufte 2019 laut CAM-Berechnungen 10,55 Millionen Pkw und landet damit auf Rang 2. Erstaunlich dabei: Trotz eines rückläufigen Weltmarktes hat Toyota seine Absatzzahlen sogar um 1,5 Prozent verbessern können. Nur 160.000 Fahrzeuge trennen die Japaner dabei vom Primus des Absatzrankings ...

Foto: AFP
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... weltgrößter Autohersteller ist laut CAM der deutsche Volkswagen-Konzern. Dessen Töchter VW, Audi, Skoda, Seat, Porsche, Bentley, Lamborghini, Bugatti sowie VW-Nutzfahrzeuge kamen 2019 zusammengerechnet auf 10,71 Millionen verkaufte Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (im Bild VWs Export-Hafen in Emden). Erstaunlich dabei ...

Foto: Jörg Sarbach/dpa
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... VW konnte sogar im schwierigen chinesischen Markt noch leicht zulegen. Das wird in diesem Jahr allerdings sehr schwer, zumal VW auch hohe Kosten für den Anlauf des Elektroauto-Hoffnungsträgers VW ID3 (im Bild) schultern muss. Im vergangenen Jahr aber steigerten die Wolfsburger ihren weltweiten Absatz um 1,1 Prozent gegenüber 2018 - Hut ab.

Foto: Oliver Killig/Volkswagen
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