Der stille Genießer Ralph Dommermuth Die glamouröse Seite von Deutschlands erstem Internet-Milliardär

Ralph Dommermuth genießt seinen Geschäftserfolg eher still. Doch Deutschlands bodenständigem ersten Internet-Milliardär gehören auch Ferraris, teure Immobilien und eine Superyacht.
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Diese Baustelle im Sylter Nobelort Kampen war das Werk eines Mannes, der zwar superreich ist, aber vordergründig kaum das Bild eines Superreichen abgibt. Ralph Dommermuth, der sich das reetgedeckte Ferienhaus am Hobookenweg (Vorbesitzer: die Verleger Suhrkamp und Springer) für mehr als 20 Millionen Euro kaufte und dann dreifach unterkellern ließ, ist eher nicht für Extravaganzen bekannt.

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So unauffällig er sich auch gibt, der 53-jährige Ralph Dommermuth setzt seinen Erfolg als Deutschlands erster Internet-Milliardär scheinbar unaufhaltsam fort. Mit dem Kauf des Mobilfunk-Discounters Drillisch geht sein Konzern United Internet den nächsten Schritt, um ernstzunehmender Wettbewerber für etablierte Giganten wie die Deutsche Telekom zu werden.

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So kennen die Deutschen Dommermuths Werk: Millionen nutzen die Gratis-E-Mail Dienste GMX oder Web.de des Internet-Providers 1&1, der schon 1998 an die Börse ging und den Kollaps des Neuen Markts mit schnörkellosem Massengeschäft überstand. Silicon Valley? Interessiert den Selfmademan aus dem Westerwald nicht.

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Seither ist United Internet mit mehreren Zukäufen gewachsen. Zur reinen Dienstleistung kam die Infrastruktur hinzu, beispielsweise mit den Kabelnetzen von Versatel und Tele Columbus - auch ein eher bodenständiges Geschäft ...

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... wenn auch nicht so bodenständig wie Dommermuths Anfänge. Als Handelsschüler in Limburg an der Lahn machte er in den 80er Jahren Geschäfte mit Streusalz (die im Sommer floppten). Seinen Geschäftssinn hielt das nicht auf. Nach einer Lehre bei der Deutschen Bank stieg Dommermuth bei einem PC-Handel ein ...

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... und machte sich 1988 mit einem Freund selbständig. Den Finanzbedarf deckte er auch durch den Verkauf seines Autos. Den Aufstieg beförderte die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundespost, für die das junge Unternehmen 1&1 EDV-Marketing GmbH beim Vertrieb des damaligen Onlinedienstes BTX half.

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Die Post-Nachfolgerin Deutsche Telekom (im Bild von 2013 der damalige Konzernchef René Obermann mit Dommermuth) ist eine ständige Begleiterin von United Internet. Inzwischen hat sich der Mann aus Montabaur aber vom Bonner Konzern emanzipiert.

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Die Zentrale von United Internet beherbergt heute einen Konzern mit 8000 Beschäftigten und fast neun Milliarden Euro Börsenwert (wovon 40 Prozent Dommermuth gehören). Dass die eigentlich für Durchfahrten mit 300 km/h ausgelegte Schnellfahrstrecke Köln-Frankfurt nebenan einen ICE-Halt in der 12.000-Einwohner-Stadt Montabaur bekam, ist allerdings wohl nicht ursächlich auf Dommermuths Werk zurückzuführen.

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Immerhin strahlt die Verwaltung neben dem funktionalen Nutzen auch architektonischen Gestaltungswillen aus. Das eine Gebäude soll einer Segelyacht nachempfunden sein - und spielt damit auf Dommermuths ausgeprägtestes Hobby an.

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2007 trat Dommermuth mit 28 Millionen Euro als Sponsor des ersten deutschen Teams für die renommierte Segelregatta Americas Cup auf. Es blieb bei der einmaligen Teilnahme. Laut "Nassauischer Neuer Presse" war das Boot auch mal auf dem See nahe seiner Westerwald-Residenz zu sehen, die der Unternehmer sich zum 40. Geburtstag gönnte.

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Das konnte man noch als Werbemaßnahme verbuchen, doch privat besitzt Dommermuth auch eine 43-Meter-Luxusyacht namens "Blue Papillon" für 30 Millionen Dollar. Die ist mit sechsköpfiger Crew meist an der Côte d'Azur unterwegs, oft arbeitet Dommermuth von Bord aus.

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Der Keller an der Sylter Wattküste dient natürlich einer Oldtimer-Sammlung. Bekannt ist auch Dommermuths Vorliebe für Ferrari-Sportwagen. Einen schwarzen soll er besitzen - und Ferraris gehören auch zu seiner Gründerstory. Gleich fünf Stück kaufte er anlässlich der ersten 100 Millionen Gewinn, für jeden damaligen Vorstand einen.

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Im Kempinski-Hotel im Schweizer St. Moritz hat Dommermuth eine Wohnung gepachtet. Am See hatte er einmal eine Skulptur mit neun Stelen und 850.000 Goldplättchen errichten lassen.

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Verheiratet ist der Unternehmer in zweiter Ehe mit der 40-Jährigen Judith Dommermuth, die früher als Model arbeitete.

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In Stewardess-Uniform war die damalige Judith Berger lange Zeit das öffentliche Gesicht von Air Berlin - damals, als Deutschlands Fluggesellschaft Nummer zwei noch für den Aufstieg stand.

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Heute ist sie mit ihrer Freizeitmodelinie Juvia selbst als Unternehmerin aktiv.

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