Preisrutsch, Leerstand, Kreditausfall Die Immobilienkrise in Spanien

Seit 2008 befinden sich die spanischen Immobilienmärkte auf Talfahrt. Noch ist das Ende der Krise nicht in Sicht.
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Bombastische Blase: Bis 2008 erlebte Spanien einen fulminanten Immobilienboom. Mit den Häuserpreisen ging es innerhalb weniger Jahre um mehr als 100 Prozent nach oben. Nachdem allerdings in den USA die Subprime-Krise ausgebrochen war, kam auch in Irland und Großbritannien der Absturz - ebenso wie auf der iberischen Halbinsel.

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Rasante Talfahrt: Seit dem Höhepunkt des Booms sind die spanischen Häuserpreise laut Commerzbank im Schnitt um fast 20 Prozent gefallen. Die Experten erwarten einen weiteren Rückgang um bis zu 30 Prozent.

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Stillstand: Die Baubranche leidet erheblich unter der Immobilienkrise, weil die Neubauaktivitäten nahezu zum Erliegen gekommen sind. Viele Leute in dem Bereich verloren ihren Job. Die Bauinvestitionen werden aber noch weiter zurückgehen müssen, sagen Experten - und der Bausektor weiter schrumpfen.

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Faule Kredite: Den spanischen Banken machen Hypothekendarlehen im Billionen-Euro-Volumen zu schaffen, die sie während des Hypes ausgegeben haben, und die nun wegen der einbrechenden Immobilienpreise zum großen Teil notleidend werden. Kürzlich mussten die Geldhäuser ihre Risikovorsorge auf 190 Milliarden Euro erhöhen. Zudem gibt es seit Sommer Kredithilfen der EU über 100 Milliarden Euro.

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Sparkurs: Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy kämpft um das Vertrauen der Finanzmärkte, die bereits hohe Zinsen für neue Anleihen verlangen. Bevor Rajoys Sparmaßnahmen und Reformen Erfolg haben können, setzen sie die Wirtschaft des Landes zusätzlich unter Druck.

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Wirtschaftskrise: Jahrelang wuchs die spanische Wirtschaft stetig - inzwischen geht es in die andere Richtung. Experten erwarten für 2012 einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um bis zu ein Prozent. Jeder vierte Spanier ist bereits ohne Job. Unter den jungen Leuten ist es jeder zweite.

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Leere Läden: Nicht nur viele Wohnhäuser stehen leer, auch Büros und Geschäfte suchen zunehmend Mieter. Der Leerstand in den großen Metropolen wie Madrid und Barcelona steigt, die Mieten sinken.

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Keine Käufer: In Folge der Immobilienkrise und der allgemeinen Unsicherheit im Land halten sich Investoren mit Engagements in Spanien zurück. Laut Beratungshaus DTZ belief sich das Transaktionsvolumen am spanischen Gewerbeimmobilienmarkt im ersten Halbjahr 2012 auf weniger als die Hälfte des Betrages aus der Vorjahresperiode. In Barcelona (Bild) und ...

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... Madrid, den beiden bedeutendsten Standorten des Landes, müssen die Preise für Geschäftshäuser noch weiter nachgeben, bevor der Handel wieder in Gang kommt. Auch die Banken, die viele Immobilien in ihren Büchern haben, werden mit den Preisen wohl noch weiter runter gehen müssen.

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