Das erfolgreichste Netzwerk im Valley Gestatten: Paypal-Mafia

Parallel-Universum, Power-Netzwerk, Geldmaschine - das Silicon Valley funktioniert nach seinen eigenen Regeln. Kein Nukleus des Neuen ist dabei so effizient wie die sagenumwobene Paypal-Mafia.
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Power-Netzwerk: Das Silicon Valley funktioniert nach seinen eigenen Regeln, wie ein Inside-Report im manager magazin zeigt. Befeuert wird das System von den vielen Firmen-Geflechten innerhalb des ganz großen Valley-Netzes. Kein Nukleus des Neuen ist dabei so effizient wie die so genannte Paypal-Mafia.

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Ein ungeschriebenes Gesetz im Silicon Valley lautet: Wenn Peter Thiel investiert, laufen alle anderen hinterher. Der Paypal-Gründer hat sich seine Reputation als Geldgeber durch seinen Einstieg bei Facebook veredelt, 2004 schoss er dem damals unbekannten Gründer Mark Zuckerberg 500.000 US-Dollar zu - und erhielt rund 10 Prozent am Unternehmen. Ein lohnendes Investment, auch wenn Thiel in der Vergangenheit Facebook-Aktien zu eher ungünstigen Zeitpunkten abgestoßen hat.
Der Kontakt zwischen Zuckerberg und dem 1967 in Frankfurt am Main geborenen Milliardär soll der Legende nach über Matt Cohler entstanden sein, einem frühen Facebook-Mitarbeiter und ehemaligem LinkedIn-Mitarbeiter. LinkedIn wiederum wurde von dem ehemaligen Paypal-Mitarbeiter Reid Hoffman gegründet, den Thiel gut kennt: Und genau so funktioniert die Paypal-Mafia. Ihren Anfang nahm sie in Stanford ...

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..., wo Thiel 1998 gemeinsam mit seinem Kommilitonen Max Levchin eine Firma gründete, mit der sich Geld zwischen den ersten Smartphones überweisen ließ. Später ging die Firma in Paypal, dem Online-Bezahlsystem, auf. Thiel und Levchin brachten Paypal 2002 an die Börse und legten damit den ersten großen IPO nach dem Platzen der Dotcom-Blase hin, dann übernahm Ebay für 1,5 Milliarden Dollar. Die reich gewordenen frühen Mitarbeiter und Gründer stiegen aus- und legten die ersten Samen für viele weitere erfolgreiche Firmen. Levchin etwa gründete später die Web-Firma Slide (aufgekauft durch Google), sitzt heute im Yahoo-Verwaltungsrat und gilt als einer der klügsten Denker überhaupt im Valley. Er will - wie Thiel - insbesondere Firmen mit seinem Geld unterstützen, die an echten technologischen Durchbrüchen arbeiten. Das eint sie mit dem dritten Paypal-Mitgründer ...

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... Elon Musk. Der Südafrikaner hatte seine eigene Payment-Firma, X.com, als er auf Thiel und Levchin traf. Sie legten ihre Unternehmen zu Paypal zusammen. Bis heute wird Musk im Valley als einer der innovativsten Gründer überhaupt gefeiert, als Wiedergänger von Steve Jobs gar. Musk ist CEO seiner Elektro-Auto-Firma Tesla, führt zugleich das Unternehmen SpaceX, das an der Entwicklung der kommerziellen Raumfahrt arbeitet. Vor kurzem erst kündete Musk an, an einem 1200 Stundenkilometer schnellen Wunderzug arbeiten zu wollen, Projektname Hyperloop.

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Kevin Hartz lernte Peter Thiel im Politik-Kurs in Stanford, dem intellektuellen Gehirn, des Valleys kennen - und investierte prompt in dessen Firma. Das Paypal-Netzwerk erstarkte -und Hartz mit ihm. Er schoss Geld vielen Jung-Firmen wie Airbnb zu, ist heute ein gefragter Geldgeber und Vordenker. Hartz gründete auch eigene Firmen, etwa das Micro-Payment-Unternehmen Xoom, das Anfang des Jahres an die Börse ging. Derzeit ist Hartz CEO seiner Firma Eventbrite, der weltweit größten Online-Plattform, über die sich Veranstaltungen aller Art organisieren und zugleich Tickets darüber verkaufen lassen.

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Reid Hoffman war einst Executive Vice President bei Paypal. Nach dem Verkauf an Ebay gründete Hoffman seine eigene Firma: LinkedIn. Einige seiner ersten Investoren: Thiel und Hartz. Inzwischen ist LinkedIn weltweit zum größten Oline-Business-Netzwerk herangewachsen und gilt als Vorzeige-Exempel für einen erfolgreichen Tech-IPO der neueren Valley-Geschichte. Hoffman gilt heute selbst als einer der meist hofierten Tech-Investoren und ist Partner beim Wagnisfonds Greylock.

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Auch Chad Hurley (links) und Steve Chen arbeiteten einst bei Paypal: Hurley als Designer, Chen als Ingenieur. Heute sind die beiden besser bekannt als Youtube-Gründer. 2006 griff Google zu und nahm den Gründern ihre Firma für 1,65 Milliarden US-Dollar ab.

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David Sacks, einst Chief Operating Officer von Paypal, war dort für das Tagesgeschäft zuständig. Später gründete er Yammer, ein Business-Netzwerk speziell nur für Firmen. Von wem Sacks Geld für Firmengründung und Wachstum erhielt? Unter anderem von Founders Fund, dem Investmentfonds von Peter Thiel, sowie von Max Levchin und Kevin Hartz. Der Schulterschluss hat sich gelohnt, 2012 übernahm Microsoft das Geschäft - für 1,2 Milliarden US-Dollar.

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Auch Dave McClure startete einst bei Paypal - als Marketingdirektor. Heute ist er besser bekannt als Gründer von 500 Startups, eine der wichtisgten Jungfirmen-Brutstätten im Silicon Valley.

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Wer es im Valley bis ganz nach oben schaffen will, kommt mit seiner Hilfe ganz sicher schneller ans Ziel:
Roelof Botha, Partner beim Wagnisfonds Sequoia Capital. Botha ist einer der best Vernetzten vor Ort, seine Valley-Karriere startete er einst als Finanzchef bei Payapal. Boutha war es, der die Firma an die Börse brachte und den Verkauf an Ebay dirigierte. Seit 2003 bei Sequoia, fädelte er dort 2005 die erste Finanzierungsrunde für Youtube ein. Und Boutha sitzt im Verwaltungsrat der von Kevin Hartz gegründeten Firmen Xoom und Eventbrite.

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Jeremy Stoppelman war bei Paypal mal als Vice President Engineering tätig. 2004 gründete er die Web-Firma Yelp, deren Chef er bis heute ist. Yelp ist ein Vergleichs- und Bewertungsportal für Restaurants und Geschäfte, seit 2012 ist das Unternehmen an der New York Stock Exchange gelistet. Vorsitzender des Boards ist Max Levchin - der auch einer der ersten Geldgeber war.

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